(Glutenfreier) Käsekuchen mit Heidelbeeren ohne Backen

Ich bin ja weder ein großer Koch noch ein großer Bäcker, daher steht bei Rezepten, die ich nachkoche oder -backe immer eine gewisse Einfachheit im Vordergrund.
Und es gibt Dinge, die mich von vornerein abschrecken. Beim Backen ist das auf jeden Fall Gelatine, taucht die als Zutat in einem Rezept auf, denke ich ‚Ach schade‘ und denke nicht im Traum daran, das betreffende Rezept auszuprobieren.

Umso schöner war es, als ich über dieses Rezept für einen glutenfreien Cheesecake mit Heidelbeertoping stolperte, für das man nichtmal den Backofen anschmeißen muss und das von einer Köchin mit Gelatinetrauma empfohlen wurde, weil man dafür wundervolle Sofortgelatine benutzen kann.

Und was soll ich sagen? Ich habs ausprobiert und es gab keine Katastrophen dabei 🙂

Die gesammelten Zutaten

Die gesammelten Zutaten

 
 
 
Für die genauen Mengenangaben bitte das Originalrezept checken!
Meine Kuchenvariante war gluten- und laktosefrei, aber natürlich kann man alle Zutaten ohne Probleme auch durch gluten- und laktosehaltigen Produkte ersetzten.
 
 
 

'Was willst Du mit dem Nudelholz? Sprich!' 'Kekse zerkleinern, verstehst Du mich?!'

‚Was willst Du mit dem Nudelholz? Sprich!‘
‚Kekse zerkleinern, verstehst Du mich?!‘

 
Für den Kuchenboden werden Butterkekse im Mixer zerkleinert.
Wer so wie ich keinen Mixer besitzt, füllt die Kekse einfach in einen Beutel und rollt mit dem Nudelholz so lange drüber, bis die Kekse den gewünschten Krümmelgrad erreicht haben.
Da meine Gäste alle noch ihre Originalzähne besitzten, habe ich sie nicht ganz klein zerkrümmelt.
 
 

Kekskuchenboden in der Springform

Kekskuchenboden in der Springform


Die Kekskrümmel werden mit der geschmolzenen Butter vermischt und dann auf den Boden einer gefetteten Kuchenform gleichmässig verteilt, festgedrückt und kommen dann so in den Kühlschrank.
Ich habe übrigens keine 20 cm Springform (meine ist 26 cm), deswegen habe ich einfach mehr Kekse und Butter benutzt, die Mengenangaben für die Käsemasse und das Topping aber beibehalten.

Die Käsemasse in der Springform geliert schon schön!

Die Käsemasse in der Springform geliert schon schön!


Nun werden Frischkäse, Joghurt, Zucker und Vanillezucker mit dem Handrührer zu einer homogenen Masse verrührt und dabei läßt man 5/6 der Sofortgelatine langsam einrieseln.
Die Sahne wird separat steif geschlagen und dann unter die Käsemasse gehoben.
Nun kann man die Käsemasse auf dem Keksboden verteilen und wieder in den Kühlschrank stellen.
 
 

Fertig zum Durchkühlen

Fertig zum Durchkühlen


Nun werden die Heidelbeeren mit Zucker und der restlichen Sofortgelatine püriert und dann auf der Käsemasse gleichmässig verteilt.
Klarsichtfolie drüber (das war für mich das Schwierigste am ganzen Kuchen – da kam einfach der ungeschickte Linkshänder durch…) und dann für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank.
 
 

Fertig ist die Kalorienbombe :)

Fertig ist die Kalorienbombe 🙂

 
 
 
 
Und so sah dann das megaleckere Ergebnis aus, das sogar den Essensterroristen am Tisch geschmeckt haben, die normalerweise nichts Glutenfreies anrühren und das ich sicher bald mal wieder zusammenrühren werde.
 
 
 
 
Ein dickes „Danke schööööööööön“ an Laura von IchBinIntolerant und an die Erfinder von Sofortgelatine!

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14 Antworten zu (Glutenfreier) Käsekuchen mit Heidelbeeren ohne Backen

  1. Guylty schreibt:

    Bin ein fellow sufferer. Aber was ist Sofortgelatine???? Muss ich haben, denn ich hab hier so ein paar Zöliaker, die ich nur selten zum Kaffeetrinken einladen kann! Sieht toll gelungen aus!

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  2. Herba schreibt:

    @Guylty: Gelatine in Pulverform, das kann man einfach einrieseln lassen, supereinfach. Gibts von RUF zum Beispiel bei Rewe – vielleicht importiert es Dir ja jemand, der demnächst über den Kanal kommt? Falls nicht sag bescheid, dann kauf ich ein paar Packungen und schicks Dir per Post!

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  3. Hariclea schreibt:

    Yum Lee Eckernförde und tat für die Sofortgelatine obwohl ich mir sicher bin es geht auch komplett ohne es wird nämlich im Kühlschrank eh alles schon fest ☺

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  4. Herba schreibt:

    @Hari: Vielleicht hast DU Recht, aber ich glaub ich trau mich nicht das auszuprobieren aus ‚Angst‘, daß der Käse den Kühlschrank flutet 😉

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  5. Hariclea schreibt:

    Nah Gelatine ist nur dann wirklich nötig wenn es um Mousse oder panacotta geht und auch dann nach Originalezept eigentlich nicht. Kann immer für kalte Sachen aus Kühlschrank mit ein paar geschlagen Eiweiß ersetzt werden ☺

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  6. Herba schreibt:

    @Hari: Danke für den Tipp 🙂

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  7. suzy schreibt:

    Sieht superlecker aus! Werde ich ausprobieren……

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  8. Herba schreibt:

    @Suzy: War es definitiv und auch schnell und einfach gemacht

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  9. linnetmoss schreibt:

    Looks fantastic! I wonder if there’s a way to make it without gelatin? We vegetarians have a substitute made from seaweed but it’s not as easy to use.

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  10. Uinonah72 schreibt:

    Danke Herba, das werde ich mir merken. Dann kann ich endlich mal was auftischen, wenn meine intolerante 😉 Freundin zu Besuch kommt. Bisher waren mir glutenfreie Kuchen zu kompliziert bzw ich sitze dann auf Zutaten-Resten, die ich im Lebtag nicht mehr brauche.
    Dieses Rezept ist (bis auf den Boden) sehr ähnlich meiner Käsesahne Torte, die ich im Sommer so liebe, weil sie so erfrischend ist.

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  11. Herba schreibt:

    @linnetmoss: I am not sure about a way to make it without the gelatin, but Hari commented earlier that you don’t Need it if you cool it down Long enough

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  12. Herba schreibt:

    @Uinonah72: Gern geschehen. In Hinsicht auf Reste ist der Kuchen echt auch toll, weil entweder gar nichts übrig bleibt, oder man die Zutaten auch als Normalo ganz gut benutzen kann, weil nichts ganz ‚Außerirdisches‘ dabei ist 😉

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  13. linnetmoss schreibt:

    Ah, so chilling will help. Yes, that makes sense.

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  14. Pingback: Freestyle-Kuchen | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

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