Beckett (Originalversion)

Das junge, amerikanische Pärchen Beckett (John David Washington) und April (Alicia Vikander) macht Urlaub in Athen.
Als sie erfahren, dass demnächst eine Großdemo genau vor ihrem Hotel stattfinden wird, entschließen sie sich ein Auto zu mieten und aufs Land zu fahren.
Übermüdet sitzt Beckett am Steuer, schläft ein und verursacht einen Unfall, bei dem April ums Leben kommt. Untröstlich besucht Beckett die Unfallstelle, wo plötzlich ein Polizist (Panos Koronis) auf ihn schießt.
Nun ist Beckett auf der Flucht und versucht verzweifelt zu überleben und heruaszufinden, was vor sich geht…

Da ich sowohl Vikander als auch Washington wirklich gerne sehe, war ich auf ‚Beckett‘ wirklich gespannt und auch der Trailer hatte mir ganz gut gefallen.
Griechenland liefert einen interessanten Schauplatz, zumal das Land nicht als sonnige Urlaubsoase inszeniert wird, sondern als Land, das unter anderem gegen Armut kämpft.
Auch den Look des Films, der mich an Filmen aus den Neunzigern erinnert, macht hier durchaus Sinn, auch wenn der Film zu Zeiten der Finanzkrise 2007 oder zumindest kurz danach spielt.
Die Geschichte ist eigentlich spannend inszeniert und Washington ist eigentlich gut in der Lage als Hauptdarsteller einen Film zu tragen.
Trotzdem hat es ‚Beckett‘ nicht wirklich geschafft, mich uneingeschränkt zu fesseln. Und das, obwohl ich durchaus mit dem Held der Geschichte mitgelitten habe.
Vielleicht waren die Figuren zu eindimensional, obwohl man eigentlich alles vorgesetzt bekommt, was man braucht, um die Geschichte und die Motivation der Figuren zu verstehen.
Ganz sicher hat mich auch gestört, dass Beckett zwar blutet und Schmerzen leidet, aber trotzdem unbesiegbar und aus Gummi zu sein scheint.
Egal mit was ihm die Bösen kommen: Beckett findet einen Ausweg oder einen Zufall, der ihm hilft zu entkommen. Über so etwas kann ich vielleicht bei Klassikern wie ‚Stirb langsam‘ hinwegsehen, aber hier hat es mich irgendwann eher belustigt, als richtig gut unterhalten.
Und irgendwann wird es dann auch ein wenig zu vorhersehbar für meinen Geschmack, der letzte Twist hat mir persönlich jedenfalls nur ein müdes Augenverdrehen entlockt.
Daher kann ich ‚Beckett‘ leider auch nur als mitteläßiges Actionspektaktel einordnen, auch wenn ich den Film gern lieber gemocht hätte.
Er wird ein Film bleiben, den ich unter ‚kann man einmal schauen, muss man aber nicht wieder haben‘ verbuche.

‚Beckett‘ bei Netflix Deutschland

Ein deutscher Trailer

Ein englischer Trailer

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4 Antworten zu Beckett (Originalversion)

  1. Wortman schreibt:

    Mir hatte schon die Beschreibung vom Film nicht gefallen. Deswegen habe ich den gleich ausgelassen.

    Gefällt 1 Person

  2. Servetus schreibt:

    Thanks for your evaluation — moving this lower in my queue.

    Gefällt mir

  3. Herba schreibt:

    @Servetus: You’re welcome! I really hoped I would like the movie more, but…

    Gefällt 1 Person

  4. Pingback: Medienjournal: Media Monday #534 | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

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