I am the night

USA, Mitte der Sechziger Jahre:
Pat Allman (India Eisley) ist das Kind einer schwarzen Mutter und eines weißen Vaters, den sie nie kennengelernt hat. Sie lebt mit ihrer Mutter Jimmie Lee (Golden Brooks) in einer Kleinstadt in Nevada und wird in der Schule wegen ihrer viel zu hellen Haut gehänselt.
Pat möchte daher unbedingt mehr über ihren Vater herausfinden, doch ihre Mutter schweigt. Daher macht sich Pat selbst auf die Suche und findet schließlich ihre Geburtsurkunde als Beweis, dass sie adoptiert wurde.
Mit diesen Informationen findet Pat oder Fauna, wie ihre leibliche Mutter sie nannte, schließlich ihren Großvater George Hodel (Jefferson Mays), der in einen Skandal verwickelt war. Hat Pat’s Großvater etwa etwas mit dem Mord zu tun, der als Mord an der schwarzen Dahlie bekannt wurde?

‚I am the Night‘ ist auf meinem Radar gelandet, weil ich einerseits Chris Pine ganz gern sehe und andererseits weil Leland Orser auf seinen Social Media Kanälen so viel Werbung dafür gemacht hat.
Orser spielt den Chef von Pine und hat als Peter Sullivan nur eine kleine Rolle inne. Im Hinblick auf ihn hat sich das Ganze also eher nicht gelohnt, auch wenn er seine Sache ordentlich macht.
Dreh- und Angelpunkt der Miniserie sind Pine als Reporter Jay Singletary, der sich weder von seinem früheren Schlagabtausch mit Hodel noch von seiner Zeit als Soldat in Vietnam wirklich erholt hat.
Und India Eisley als Fauna, die einfach wissen muss, woeher sie kommt und wieso sie zur Adoption frei gegeben wurde. Dabei geht sie mit jugendlicher Unbekümmertheit ans Werk, obwohl ihr irgendwann klar wird, dass sie in ein Wespennest gestochen hat und vermutlich in Gefahr ist.
Einerseits fand ich Faunas Beharrlichkeit, ihre Naivität und die großen, zumeist weit aufgerissenen Kulleraugen stellenweise ein wenig nervig.
Andererseits weiß ich durch einen Adoptionsfall aus meinem eigenen Umfeld wie wichtig die Suche nach dem eigenen Ursprung werden kann und das Betroffene ab einem bestimmten Punkt dann für diese Suche auch gerne mal über die sprichwörtlichen Leichen gehen, ohne Rücksicht darauf wen sie in diesem Prozess verletzten.
Sowohl Eisley als auch Pine spielen die jeweilige Rolle gekonnt und sorgten dafür, dass ich als Zuschauer gefesselt blieb.
Auch wenn die Geschichte der Serie einiges zu wünschen übrig läßt und nicht immer zu fesseln weiß.
Da war einfach viel zu viel ein wenig unausgegoren, Motive einiger Figuren bleiben seltsam wage und die Auflösung rund um Faunas Herkunft ist am Ende auch seltsam blutleer.
Visuell fand ich die Produktion dann aber wieder sehr ansprechend und der Ton der Zeit wird meiner Meinung nach halbwegs gut getroffen.
Für Fans von Pine und Eisley, von der ich gerne mehr sehen würde, kann sich ‚I am the Night‘ durchaus lohnen, ansonsten gibt es sicher spannendere und besser ausgearbeitetere Serien als diese.

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Die Serie im deutschen Fernsehen – Termine
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6 Antworten zu I am the night

  1. Michele Marsh schreibt:

    Herba, I am not a Pine fan at all. I couldn’t even get thru 20 minutes of Wonder Woman with him in it (the scene in question toward beginning of the movie as he disembarks er um) but I am happy Orser is spreading his wings and got to work with Patty Jenkins here. But since you are of mixed feelings (I think) I will pass. Thank you for the excellent review as always!

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  2. Herba schreibt:

    @Michele: Haven’t watched Wonder Woman or much of his other work for that matter but he isn’t someone I avoid or dislike.
    Wow, I overread that two directors for this were women…

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  3. Michele Marsh schreibt:

    Herba, yeah for me ONLY I speak but Pine’s eyes are creepy and his acting is wooden a lot although my brother says he is good as Capt Kirk in the JJ Abrams Star Trek reboot which I have not seen yet-procrastination mainly. This project with Pine and Orser was Jenkins pet project I believe Orser raved and fawned over her (rightly so).

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  4. Herba schreibt:

    @Michele: Her husband wrote the screenplay for it and she also produced it if I remember correctly, so yeah, seems like an important thing for her to do

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  5. Michele Marsh schreibt:

    Herba, ah thanks. I’m happy for her recognition and all the doors WW has opened up for her although not the kind of movie for me.

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  6. Herba schreibt:

    @Michele: Yes, the world needs more professional women in the film industry!

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