I and You (Hampstead Theatre Instagram Event)

Das Hampstead Theatre in London geht ja immer mal wieder neue Wege, um seine Inszenierungen einem größeren Publikum zeigen zu können.
2016 zum Beispiel wurde ‚Wild‘ von Mike Bartlett via kostenlosem Livestream in die ganze Welt übertragen.

An diesem Wochenende gibt es nun eine weitere Aktion, um ein Stück einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
I and You‚ von Lauren Gunderson kann kostenlos über den zugehörigen IGTV Channel des Hampstead Theatres auf Instagram angeschaut werden und zwar bis Montag, den 3.12., 6pm GMT.

In dem Stück bekommt die junge Caroline, die auf Grund einer schweren Erkrankung schon seit Monaten ihr Zimmer nicht verlassen konnte und daher auch nicht zur Schule gehen kann überraschend Besuch von Anthony, einem ihr bisher unbekannten Klassenkameraden.
Anthony erzählt Caroline, dass sie beide zusammen für ihre Literaturklasse ein Gemeinschaftsprojekt zu Walt Whitmans ‚Leaves of Grass‘ erarbeiten müssen und zwar bis zum nächsten Tag.
Caroline ist nicht erfreut über das Eindringen von Anthony in ihre kleine Welt, doch der junge Mann läßt sich nicht abweisen…

Ich folge dem Hampstead Theatre seit ich dort 2013 Longing mit dem großartigen Iain Glen gesehen habe.
Daher bin ich auch recht schnell auf die Ankündigung von Maisie Williams Theaterpremiere aufmerksam geworden, war jedoch nicht interessiert genug, um mir das Stück im Oktober live anzuschauen.

Aber als nun die Instagram-Aktion angekündigt wurde, habe mich mir das Stück natürlich nicht entgehen lassen und ich muss sagen, dass das Anschauen Spaß gemacht hat.
Auch wenn ich wegen des Formats (das Bild behält immer die Form eines Smartphones) zugegebenermaßen skeptisch war.
Und ja, es gibt sicher bessere Formate, um ein Theaterstück richtig genießen zu können, aber wenn man ein Stück so zeigen kann, dann dieses Zwei-Personen-Stück, das ohne Kulissenwechsel auskommt und sich ganz auf die Dialoge der beiden Darsteller konzentriert.

Am Anfang wird mir persönlich vielleicht ein bisschen viel herumgeschrien, aber mir hat sowohl Williams, als auch ihr Gegenpart Zach Wyatt, der gerade die Guilhall School of Music and Drama abgeschlossen hat und in diesem Stück sein professionelles Debüt gibt, sehr gut gefallen.
Wirkt Wyatts Anthony erst unsicher und ziemlich zerfahren, bringt er im Lauf des Stücks Williams Caroline dazu, sich zu öffnen und die Beiden fangen an über Gott und die Welt zu sprechen und es macht Spaß ihnen bei ihrem Schlagabtausch zuzusehen.
Leider bleibt das Material mit dem die beiden jungen Schauspieler arbeiten eher dünn, auch wenn es um so ein gewichtiges Thema wie Sterblichkeit geht.
Das Ende sorgt dann für ein kleines und vielleicht auch ein wenig vorhersehbares Highlight.
Insgesamt habe ich mich 1 1/2 Stunden relativ gut unterhalten gefühlt und es hat Spaß gemacht, diese beiden Schauspieler ‚kennenzulernen‘, auch wenn das Stück an sich sicher keine Sternstunde der Theaterkunst war.

Aber schaut am bestens selbst rein und macht euch ein Bild, bis übermorgen ist noch Zeit!

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