Arrival (Originalversion)

Die Linguistin Dr. Louise Banks (Amy Adams) hat ihre Tochter Hannah an eine seltene Krankheit verloren und sieht deren Leben an ihrem inneren Auge vorbei ziehen.
Dann setzt die Haupthandlung des Films ein, als 12 UFOs an verschiedenen Stellen auf der Erde landen und Louise von Colonel Weber (Forest Whitaker) engagiert wird, um in Montana, der amerikanischen Landungsstelle, zusammen mit Physiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) die Sprache der Außerirdischen zu entschlüsseln und mit ihnen zu kommunizieren.
Wird es Louise und ihrem Team gelingen, herauszufinden, was die fremden Wesen auf der Erde wollen und ob ihre Absichten friedlich sind?

Filme mit beziehungsweise über Außerirdische stehen auf meiner Liste nicht sehr weit oben, auch wenn Schauspieler wie Amy Adams oder Jeremy Renner, die ich beide sehr schätze, mitspielen.
Und so hätte ich mir ‚Arrival‚ vermutlich nie angeschaut, wenn mich ein Freund zwischen den Jahren nicht ins Kino geschleppt hätte.
Lustigerweise haben wir 1997 auch schon ‚Contact‚ zusammen geschaut, der durchaus Vergleiche zu ‚Arrival‘ zuläßt und zu dem ich damals auch schon überredet wurde.
Um ‚Contact‘ schätzen zu lernen, brauchte ich mehr als eine Sichtung, aber ‚Arrival‘ hat mich direkt beim ersten Mal überzeugt und auch beeindruckt.
Wunderschön gefilmt und bildgewaltig, überzeugt der Film ohne große Action oder Special effects, dafür mit philosophischen Fragen und vielen Großaufnahmen, vor allem von einer Amy Adams in Hochform.
Ihre Figur ist der zentrale Punkt der Geschichte und die Kamera bewegt sich imemr ganz nah bei ihr.
Louise ist keine Überfrau, man merkt ihr ihre Angst an, was Adams großartig spielt. Und dennoch setzt sie sich ein und tut das, was sie für richtig hält, auch wenn sie weiß, daß sie sich auf einen schmerzlichen Weg begibt.
Im Gegensatz dazu haben Jeremy Renner und Forest Whitaker nicht so viel zu tun, aber gerade Renner hat mich trotzdem überzeugt, weil sein Ian einen ruhenden Pol bildet, Louise bedingungslos unterstützt und Renner besonders die leisen Töne sehr gut rüberbringt.
Der Soundtrack hat mir auch wahnsinnig gut gefallen, vor allem das Stück am Ende ist mir noch lange im Kopf herumgegeistert.
Ein oder zwei Kleinigkeiten innerhalb der Handlung fand ich nicht ganz schlüssig, möchte aber nicht spoilern, daher lasse ich das einfach mal so stehen.
Die Auflösung der Ereignisse am Schluss habe ich so nicht wirklich kommen sehen und fand sie sowohl überraschend als auch sehr berührend.
Insgesamt ist ‚Arrival‘ ein wunderbarer Film über Kommunikation und das Treffen von Entscheidungen, den ich auch Nicht-SciFi-Fans empfehlen kann.
Ich bin jedenfalls sehr froh, daß ich diesen Film auf der großen Leinwand gesehen habe und werde ihn sicher dann irgendwann auch auf dem heimischen Fernseher noch einmal anschauen.

Der englische Trailer

Der deutsche Trailer

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5 Antworten zu Arrival (Originalversion)

  1. Schön, dass sich der Kinobesuch gefallen hat. Für mich ist der Film ein Ärgernis gewesen, was aber auch zum Teil der hohen Erwartung geschuldet sein kann, die ich wegen der zuvor gelesenen Kritiken hegte. Für mich hat er das Tiefgründige und Intellektuelle nicht eingelöst, dass mir die Beschreibung versprach. 🙂

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  2. Herba schreibt:

    @Bette: Das ist natürlich schade!
    Ich wußte nur Adams, Renner, Außerirdische, hatte es wegen den UFOs unter ‚Doof‘ abgelegt und dementsprechend gering waren die Erwartungen

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  3. Esther schreibt:

    Ich wusste genau soviel wie Du als ich in den Film ging und bin auch wirklich positiv überrascht worden. Ja, den Film (und Amy Adams in dieser Rolle) kann ich auch empehlen, ich mochte es sehr gerne!

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  4. Herba schreibt:

    @Esther: Ich habe für mich festgestellt, daß ich mich viel öfter von Filmen überraschen lassen sollte!

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  5. Pingback: Manchester by the Sea (Originalversion) | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

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