Act of Valor

In Costa Rica sind zwei CIA-Agenten auf einer Mission. Dabei werden sie überfallen. Der Agent (Nestor Serrano) wird bei diesem Überfall erschossen.
Die Agentin (Roselyn Sánchez) wird entführt und gefoltert.
Als ihre Entführung bekannt wird, wird ein Zug des SEAL Team Seven losgeschickt, um die Agentin zu befreien.
Bei dieser Befreiungsmission finden die SEALs ein Handy, daß sie auf die Spur von Terroristen führt, die sie nun zur Strecke bringen sollen, um einen Anschlag auf amerikanischem Boden zu verhindern.

Ich bin auf diesen Film aufmerksam geworden, weil ich hörte, daß die SEALs nicht von Schauspielern, sondern von aktiven Soldaten der US Navy dargestellt werden.
Dieses Konzept fand ich ganz spannend, vor allem weil ich neugierig war, ob das auf der Kinoleinwand funktioniert.
Die Story war relativ gewöhnlich für einen ‚Soldatenfilm‘, was mich aber nicht weiter gestört hat.
Die Actionsequenzen sind gut gemacht, wirkten nicht übertrieben und sind für mich das eindeutige Plus des Filmes.
Geredet wird nicht besonders viel und wenn geredet wird, bestehen die Dialoge entweder aus Soldatensprache, was während eines Einsatzes ja auch normal sein dürfte oder aus wenigen zwischenmenschlichen Sätzen, die die Soldaten mit ihrer Familie oder ihren Kameraden wechseln.
Das Zwischenmenschliche haben die Filmemacher jedoch auf ein Minimum beschränkt, was einmal daran liegen dürfte, daß es eben keine richtigen Schauspieler sondern Soldaten sind, aber vermutlich auch daran, daß man die Identitäten der mitwirkenden Soldaten geheim hält (sie werden z.B. auch nicht in den Credits des Films einzeln aufgezählt).
Der Mangel an schauspielerischem Können tritt dann auch jedes Mal zu Tage, wenn die Soldaten sich nicht auf gewohntem Terrain, sprich im Einsatz, befinden.
Das ist verständlich, aber auch irgendwie schade, denn als Zuschauer erwartet man bei diesem Film keine Dokumentation, sondern einen ‚Unterhaltungs’film.
Und damit ist man auch schon beim Hauptproblem dieses Films, zumindest meiner Meinung nach.
Die Verantwortlichen wollten einen Spielfilm über die SEALs drehen, merkten bei der Umsetzung, daß kein Schauspieler dazu in der Lage ist, das wirklich realistisch darzustellen und so wurden aktive Soldaten als Hauptdarsteller angeheuert. Aber wo Schauspieler als SEALs versagt hätten, versagen nun SEALs als Schauspieler. Der Film schwankt so zwischen Dokumentation und Unterhaltungsfilm und wird keinem der beiden wirklich gerecht.
Was bleibt sind beeindruckende Bilder von Soldaten im Einsatz, die mit schöner Musik hinterlegt sind, mit ein paar grandiosen Landschaftsaufnahmen aufgelockert werden und stellenweise sehr pathetisch rüberkommen.
Der Pathos ist sicher gewollt. Der Film wurde vom Militär unterstützt und dürfte als Rekrutierungsfilm für das US-Militär einiges wert sein.
Für Leute, die sich für alles Militärische interessieren, dürfte er sicher sehenswert sein. Wer eine originelle Handlung und nennenswerte schauspielerische Leistungen sehen will und gegen amerikanischen Pathos allergisch ist, sollte meiner Meinung nach lieber die Finger vom Kinoticket bzw der DVD lassen.

Der deutsche Trailer

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