Wahrheit gegen Wahrheit von Karen Cleveland [Werbung]

Die CIA-Spionageabwehr-Analystin Vivian Miller führt eigentlich ein zufriedenes Leben mit ihrem Ehemann Matt und den vier gemeinsamen Kindern.
Doch dann verschafft sie sich mithilfe eines speziellen Algorithmus Zugriff auf einen Computer, der die Informationen zu einer russischen Schläferzelle, deren Mitglieder auf amerikanischem Boden operieren, enthält und ihre Welt bricht zusammen.
Denn einer der fünf Schläfer ist ihr Mann Matt, den sie über alles liebt und bisher für den perfekten Ehemann und Vater hielt.
Wird Vivian es schaffen ihre Pflicht zu tun und Matt an die amerikanischen Behörden ausliefern?

Ich bin durch einen Verlagsnewsletter auf ‚Wahrheit gegen Wahrheit‘ aufmerksam geworden und fand die Idee des Debütromans von Karen Cleveland sehr spannend.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar, auch wenn man an der ein oder anderen Stelle vielleicht merkt, dass ihr noch ein wenig die Abgeklärtheit eines erfahrenen Autors fehlt.
Der Thriller wird aus Vivians Perspektive erzählt, was dafür sorgt, dass man als Leser tief in ihrer Gedankenwelt steckt und an ihren Gefühlen teilhaben kann.
Mir hat die Ich-Perspektive das Lesen eher erschwert, weil ich kein großer Fan dieser Erzählweise bin, aber das ist Geschmackssache.
Ihre Schauplätze beschreibt Cleveland anschaulich, aber nicht zu ausführlich und ich konnte mir ein gutes Bild von Washington und Umgebung machen, ohne davon erschlagen zu werden.
Vivian hat alles, was eine sympathische Hauptfigur haben muss, um mitfiebern zu können. Leider habe ich trotzdem keine wirkliche Verbindung zu ihr aufbauen können und auch Mitleid stellte sich nicht wirklich ein.
Wieso das so war, kann ich gar nicht genau ausmachen. Vielleicht weil ich für meinen Geschmack zu tief in Vivians Gedankenwelt steckte. Vielleicht auch, weil ich einige ihrer Handlungen so gar nicht nachvollziehen konnte.
Dazu kam dann noch, dass ich die Handlung nur sehr sporadisch und ansatzweise spannend und insgesamt viel zu vorhersehbar fand.
Von daher ist ‚Wahrheit gegen Warheit‘ für mich leider nur ein durchschnittlicher Spionageroman, an den ich (vielleicht zu hohe?) Erwartungen hatte, die nicht wirklich erfüllt wurden.
Wer gerne Thriller liest, die ohne viel Blutvergießen und Action auskommen und sich eher auf das Innenleben der Protagonisten konzentrieren, kann trotzdem Spaß am Lesen haben.

Karen Cleveland bei RandomHouse
Die englischsprachige Homepage der Autorin
‚Wahrheit gegen Wahrheit‘ bei Amazon.de (Affiliate-Link)

Der Thriller wurde mir vom RandomHouse-Bloggerportal bzw. vom btb-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt – vielen Dank! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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