Das geheime Leben der Violet Grant von Beatriz Williams

New York, 1964:
Vivan Schuyler ist Mitglied einer reichen Oberschichtenfamilie und hat sich dennoch dazu entschieden in ein kleines Apartment zu ziehen und einen Job als Faktenprüferin beim größten Magazin des Landes anzunehmen, um sich irgendwann den Traum von einer Reporterkarriere zu erfüllen.
Als sie dann plötzlich ein Päckchen aus der Schweiz bekommt, in dem sich ein alter Koffer ihrer Großtante Violet, von der sie noch nie etwas gehört hat, befindet, wittert Vivian eine großartige Story und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit…

Ich bin nur zufällig in einem Verlagsnewsletter auf ‚Das geheime Leben der Violet Grant‚ gestoßen, fand aber gleich, daß die Buchbeschreibung sehr interessant klang und ich bin sehr froh, daß ich es wirklich gelesen habe.
Amüsant und flüssig erzählt Beatriz Williams abwechselnd von Vivians Suche nach der Wahrheit und von Violet, die 1912 nach England ging, um dort Physik zu studieren und sich dabei in ihren Professor verliebt.
Vivians Kapitel muten dabei fast schon wie eine Screwballkomödie an und ich habe wirklich sehr viel mit und auch ein klein wenig über sie gelacht, weil sie einfach so eine bezaubernde Person ist, die charmant ihrer Familie trotzt, um arbeiten zu gehen, statt sich einen reichen Ehemann zu suchen.
Besonders gerne habe ich ihre Begegnungen und Wortscharmützel mit Dr. Paul gelesen, der mir als Figur auch sehr gut gefallen hat, auch wenn ich ihn bis zum Schluss etwas undurchsichtig fand.
Violets Kapitel sind ernster geschrieben und ich habe wirklich mit Violet mitgelitten, denn sie macht einiges mit und läßt sich teilweise sehr naiv von anderen Menschen ausnutzen, obwohl sie eine brilliante Wissenschaftlerin ist.
Stück für Stück enthüllt die Autorin ihre Geschichte und hat es für mich als Leser geschafft, den Spannungsbogen relativ hoch zu halten, sodas ich bis zum Schluss mitgefiebert habe und es kaum erwarten konnte, wie sich das Schicksal der beiden Frauen auflösen würde.
Gekonnt hat die Autorin übrigens auch reelle Personen wie Einstein in ihre Geschichte eingebaut, was mir sehr gut gefallen hat.
Insgesamt hat mir dieser wundervolle Roman, der sowohl witzig als auch romantisch und ein klein wenig gesellschaftskritisch ist, sehr viel Spaß gemacht und amüsante Lesestunden beschert, daher wird es sicher nicht das letzte Buch von Beatriz Williams sein, das ich lese und ich empfehle das Buch sehr, sehr gerne weiter!

Die Homepage von Beatriz Williams
Beatriz Williams bei RandomHouse
Ein Interview der Autorin

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