Des Teufels Gebetbuch von Markus Heitz

Den ehemals wohlhabenden Unternehmer Tadeus Boch hat seine Spielsucht in den Konkurs getrieben. Nun haust er in einer kleinen Wohnung und arbeitet seine Schulden ab.
Durch Zufall gerät er an eine antike Spielkarte, die ein Geheimnis zu umgeben scheint und die Boch in einen Strudel aus Unvorhergesehenem und Gewalt zieht.
Wird es ihm gelingen, sich aus diesem Strudel zu befreien oder wird er darin untergehen?

Ich weiß nicht mehr wie und wo ich auf ‚Des Teufels Gebetbuch‚ aufmerksam geworden bin, aber der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht, denn ein antikes Kartenspiel, das quasi vom Teufel beseßen ist, klang nach ganz großem Kino.
Am Anfang kam mir der Schreibstil des Autors etwas sperrig vor, aber nachdem ich mich eingelesen hatte, stellte sich ein relativ flüssiger Lesefluss ein.
Markus Heitz hat die Geschichte in zwei unterschiedliche Zeitebenen unterteilt und springt zwischen Tadeus Boch in der Gegenwart und einem Kupferstecher im 18. Jahrhundert hin und her.
Dabei fand ich den Kupferstecher als Figur wesentlich zugänglicher als Boch, der mir immer ein wenig unsympathisch blieb.
Und auch die Medizinerin Hyun Poe, die zu Bochs Mitstreiterin wird, hat es leider nicht geschafft, mich für sie einzunehmen, obwohl ihr Schicksal eigentlich zumindest Mitleid erzeugen sollte.
Der Spannungsaufbau gelingt zu Anfang ganz passabel, verliert sich meiner Meinung nach aber leider etwas im zu ausschweifigen Erzählstil, den nicht immer ganz nachvollziehbaren Handlungen der Hauptpersonen und den bösen Gegenspielerin, die einfach alles und jeden sinnlos niedermetzeln.
Und auch die Geschichte an sich wird immer abstruser und endet schließlich für mich irgendwie enttäuschend.
Daher würde ich für mich ‚Des Teufels Gebetbuch‘ in die Kategorie ‚gute Idee, wenig befriedigend umgesetzt‘ einordnen.
Ich habe definitiv schon schlechtere Bücher gelesen, aber eben auch welche, die weit mehr meinem Geschmack entsprachen.

Markus Heitz bei Knaur
Die Homepage des Autors

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