Der Lohn des Bösen (Lola Wicks #1) von Gwen Florio

Die amerikanische Auslandsreporterin Lola Wicks arbeitet seit Jahren in Krisengebieten und führt ein Nomadenleben.
Kontakt hält sie allein zu ihrer Redaktion und zu ihrer besten Freundin Mary Alice, die ebenfalls als Reporterin arbeitet und vor einiger Zeit in einer Kleinstadt in Montana seßhaft geworden ist.
Als Lola überraschend wegen Sparmaßnahmen aus Kabul abgezogen wird, beschließt sie frustriert Mary Alice zu besuchen, doch ihre Freundin wurde ermordet und so beschließt Lola vorerst zu bleiben und bei der Suche nach dem Mörder zu helfen…

Gwen Florio ist eine erfahrene Journalistin und hat mit ‚Der Lohn des Bösen‚ ihren ersten Roman vorgelegt.
Dies tut sie in flüssigem und gut lesbarem Stil. Außerdem merkt man ihr ihre Sachkenntnis zum Thema Journalismus an, was Lola als Figur sehr glaubhaft macht.
Lola ist kein einfacher Mensch und hat Schwierigkeiten sich in ihrer Heimat zurechtzufinden, die sich rasant weiterentwickelt hat.
Dinge wie Smartphones, Online-Zeitschriften und social media sind der Frau, die jahrelang in Kriegsgebieten gelebt hat, vollkommen fremd, das Kaff in Montana ist ein richtiger Kulturschock und der Umgang mit westlichen Menschen an sich fällt ihr schwer.
Das führt dazu, daß Lola sich manchmal einfach dämlich verhält; trotzdem mochte ich sie auf Anhieb.
Vielleicht auch, weil sie sich selbst nicht so ernst nimmt und man auch mal über sie schmunzeln kann.
Was habe ich zum Beispiel über ihre ersten Reitversuche gelacht.
Auch gefallen hat mir, daß die Geschichte mal nicht an einem relativ bekannten amerikanischen ort spielt, sondern im mir recht fremden Bundesstaat Montana, wo es ein Indianerreservat und alle damit verbundenen Probleme gibt.
Ich fand es sehr spannend etwas mehr über das Leben und Gebräuche der Indianer zu erfahren. Allerdings übertreibt es die Autorin auch nicht mit diesen Informationen und flicht sie ganz behutsam in ihren Plot ein.
Die Thrillerhandlung fand ich spannend, auch sich zum Ende hin für mich schon abzeichnete wohin die Reise gehen würde.
Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt, freue mich schon auf den nächsten Band der Reihe und würde den Thriller jederzeit weiterempfehlen.

Die Lola-Wicks-Reihe in chronologischer Reihenfolge:
Der Lohn des Bösen
Das Todeszeichen

Die Homepage von Gwen Florio
Gwen Florio bei RandomHouse

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3 Antworten zu Der Lohn des Bösen (Lola Wicks #1) von Gwen Florio

  1. Pingback: Das Todeszeichen (Lola Wicks #2) von Gwen Florio – | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

  2. DoomKitty schreibt:

    Hm, dafür. dass es eig gar nicht so ganz mein Genre ist, hört sich das Buch mit der Rezension schon ziemlich interessant an. Es ist auf jeden Fall jetzt mit auf meiner Amazon-Wunschliste und wird dann vielleicht mal mit abgearbeitet ^^

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  3. Herba schreibt:

    @DoomKitty: Es lebe der Amazon-Wunschzettel 🙂

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