Bel Ami

Paris, 1890: Der junge, ungebildete Ex-Soldat Georges (Robert Pattinson) schlägt sich mehr schlecht als recht durch Leben, bis er in einem Hurenhaus seinen ehemaligen Kameraden Charles Forestier (Philip Glenister) wiedertrifft.
Dieser ist erfolgreicher Journalist und bietet Georges Hilfe an. Er gibt ihm Geld und läd ihn zu sich nach Hause zu einem Abendessen ein, bei dem Georges nicht nur Madeleine (Uma Thurman), die Frau von Charles kennenlernt, sondern auch dessen Chef Monsieur Walter (Colm Meaney), Walters Frau Virginie (Kristin Scott Thomas) und Clotilde de Marelle (Christina Ricci), eine Freundin von Madeleine.
Georges blamiert sich beim Essen durch seine fehlenden Manieren, aber Madeleine hilft ihm und sorgt dafür, daß Charles ihm die Chance gibt, als Journalist Fuss zu fassen.
Außerdem gibt sie ihm den wertvollen Rat, daß in Paris die Ehefrauen die Macht haben und er sich an sie halten soll, um sein Glück zu machen.
Madeleine diktiert Georges schließlich auch seinen ersten Artikel für die Zeitung, weil er selbst kein Talent zum Schreiben hat.
Durch diesen Artikel wird er fest angestellt und sein Aufstieg beginnt.
Gleichzeitig beginnt er ein Verhältnis mit der einsamen Clotilde, deren Mann oft auf Reisen ist. Und auch Virginie und Madeleine werden von ihm umgarnt.
Georges tut alles, um aufzusteigen. Wird er sein Ziel erreichen oder steht er sich dabei selbst ihm Weg?

Zuerst einmal: der Film ist wunderschön ausgestattet. Vor allem die Kleider der Damen sehen großartig aus und unterstreichen sehr gut die einzelnen Frauentypen.
Jeder der Hauptcharaktere ist meiner Meinung nach gut besetzt, auch wenn den Personen in manchen Szenen für mich etwas die Tiefe fehlt und Robert Pattinson in manchen Szenen einfach zu jung aussieht, um den Liebhaber von älteren Damen zu 100 Prozent glaubhaft zu machen.
Trotzdem zeigt Pattinson, daß er mehr sein kann, als der Teenieschwarm-Vampir und vor allem die Frauen, also Uma Thurman, Kristin Scott Thomas und Christina Ricci tragen den Film.
Colm Meaney gibt den fiesen Chef der Zeitung gewohnt souverän, wenn auch stellenweise vielleicht etwas überzeichnet.
Philip Glenister sehe ich einfach gern, egal was er gerade spielt.
Die schlechten Kritiken, die der Film bekommen hat, verstehe ich nicht so ganz.
Ich persönlich habe mich recht gut unterhalten gefühlt, auch wenn ich zugeben muss, daß ‘Bel Ami’ kein Film ist, den man als Meisterwerk bezeichnen kann und unbedingt gesehen haben muss.

Der deutsche Trailer

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Ich wurde getaggt: Bin ich lesesüchtig?

Cat hat mich getaggt, also beantworte ich das ausnahmsweise mal, brav wie ich bin :lol:

  1. Du hast deinen eigenen Sachbearbeiter bei Amazon!
  2. Du kaufst Teil 3 einer Serie und noch bevor du angefangen hast zu lesen, freust du dich auf Teil 4!
  3. Du teilst das Jahr nicht in Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter auf, sondern Neuerscheinungen Frühjahr und Neuerscheinungen Herbst!
  4. Die vielen Mails in deiner Mailbox sind keine Spams sondern die Lieferauskünfte deines Online-Buchhändlers!
  5. Deinen Buchhändler wählst du danach aus, wie weit es bis zum nächsten Parkhaus ist, damit du nicht so weit so schwer tragen musst!
  6. Dein Stapel ungelesener Bücher ähnelt in Höhe und Ausrichtung dem Schiefen Turm von Pisa!
  7. Du ärgerst dich im Mai, wenn ein im Oktober erscheinendes Buch noch nicht in der Datenbank deines Online-Buchhändlers zum Vorbestellen aufgeführt ist. -> Jup…
  8. Die Familienmitglieder deiner Serienhelden sind dir geläufiger als deine eigenen Cousins und Cousinen! -
  9. Dein Postbote hasst dich!
  10. Deine Familie erkennt dich ohne Buch vor dem Gesicht nicht mehr!
  11. Du freust dich über ein schlechtes TV-Programm, denn es verschafft dir mehr Zeit zum Lesen!
  12. Du überbietest dich im Eifer des Gefechts bei eBay selber!
  13. Die Leihbücherei deines Heimatortes kann nur aufgrund deiner Buchspenden existieren!
  14. Du verbringst alle Wochenenden im Baumarkt, um dir neue Regalbretter zuschneiden zu lassen!
  15. Wenn dein SUB auf unter 5 sinkt, steigt dein Puls auf 180!
  16. Man nennt dich auch den ‚Schrecken der Flohmärkte’!
  17. Dein Vermieter kündigt dir, weil die Statik des Hauses nicht für deine Buchmengen ausgerichtet ist.
  18. An Sonn- und Feiertagen bestellst du entweder online oder gehst an den Hauptbahnhof, um dir Suchtstoff zu beschaffen!
  19. Wenn du in den Urlaub fährst, dann hast du die Klamotten im Handgepäck und der Koffer ist voller Bücher!
  20. Du Deine Bücher grundsätzlich mit Schutzfolien versiehst, damit sie beim (sowieso schon vorsichtigen) Lesen nicht leiden.
  21. Du bereits Freundschaften gekündigt hast, weil Du ausgeliehene Bücher beschädigt zurückbekommen hast.
  22. Du heimlich in der Buchhandlung an den neuen Büchern riechst und Dich dabei verstohlen umsiehst.
  23. Du Menschen, die die letzte Seite eines Buches zuerst lesen, für nicht gesellschaftsfähig hältst.
  24. Jedes Buch behältst, obwohl es Dir überhaupt nicht gefallen hat oder Du es nie lesen wirst.
  25. Du das Gefühl hast, einen guten Freund verloren zu haben, sobald Du ein gutes Buch beendet hast.
  26. Du niemals das Haus ohne Buch verlässt.
  27. Du Dich über Bücher ärgerst, die Dir nicht gefallen, Du sie aber trotzdem zuende liest.
  28. Du grundsätzlich für jedes Buch ein neues Lesezeichen verwendest.
  29. Du anstatt vor dem Aquarium vor Dein Bücherregal sitzt.
  30. Du als ansonsten friedliebender Mensch Mordgedanken bei schlampigen Übersetzungen oder Grammatik- und Rechtschreibfehlern hegst.
  31. Du beim Lesen von dicken Bücher immer zwischendurch mal wieder den Klappentext liest.
  32. Du Dich über Dein neues Auto nur deshalb freust, weil Du nun auch die schweren Hardcover mit Dir herumschleppen kannst.
  33. Du Dir nicht vorstellen kannst, wie man in der Supermarktwarteschlange NICHT lesen kann.
  34. Du Dir zu allen Feiertagen nur Bücher wünscht, obwohl Du mindestens zwei Leben bräuchtest, um Deinen derzeitigen SUB auch nur annähernd abbauen zu können.
  35. Du Dir ein ausgeliehenes Buch, das Dir gut gefallen hat, nach dem Lesen kaufst, (obwohl du noch nie, ein Buch zweimal gelsen hast)
  36. Du unter allen Umständen ein neues Buch beginnen musst, nachdem Du das letzte fertig gelesen hast und Du dafür auch mitternächtliche Klettertouren im Nachthemd aufs Bücherregal auf Dich nimmst.
  37. Du denkst, dass Du krank bist, wenn Du in einer Buchhandlung mal nichts kaufst.
  38. Deine Umgebung völlig schockiert darauf reagiert, dich ohne Buch anzutreffen.
  39. Wenn du das Buch auch aufs Klo mit nimmst und liest.
  40. Du andauern rufst: “Oh! Eine Buchhandlung!”
  41. Du ständig über kreative Möglichkeiten nachsinnst, Deine wachsenden Bücherstapel unterzubringen.
  42. Du diverse Listen -incl. Sub – führst bzw. Dateien anlegst, um den Überblick über die Bücher zu behalten.
    Mehr als 10 Treffer: akut lesesüchtig.
    Mehr als 20 Treffer: fortgeschrittenes Stadium.
    Mehr als 30 Treffer: nicht mehr therapierbar.

HA! Von wegen nicht therapierbar. Ich bin NUR akut lesesüchtig

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Ninepins von Rosy Thornton

Laura ist alleinerziehend und lebt mit ihrer 11jährigen Tochter Beth in einem alten Haus in den East Anglian Fens.
Das dazugehörige umgebaute ehemalige Pumpenhaus wird regelmäßig an Studenten vermietet.
In diesem Jahr ist die Studentin, die eigentlich einziehen sollte kurzfristig abgesprungen und so nimmt Laura die 17jährige Willow auf, ein Pflegekind, das von ihrem Sozialarbeiter Vince zwar noch begleitet wird, aber langsam in die Selbstständigkeit entlassen werden soll.
Willow ist das Kind einer psychisch kranken Hippiemutter, die sich nie richtig um sie kümmerte und ständig mit ihr von Ort zu Ort zog.
Laura muss nicht nur mit der neuen Mieterin klarkommen, sondern auch mit der Tatsache, daß aus ihrer Tochter ein pubertierender Teenager wird, der gegen sie rebeliert.
Und dann ist da noch Vince, der die Bewohner von Ninepins regelmäßig besucht…

Ich habe das Buch ‘Ninepins’ im Rahmen einer Giveway-Aktion auf Maria Grazies Blog Fly High gewonnen. Vielen Dank an Maria Grazia und an die Autorin Rosy Thornton!!!
Den Originalpost zur Aktion findet ihr hier.

Rosy Thornton hat einen wundervollen Schreibstil. EIn paar Wörter habe ich nachgeschlagen, weil mein Englisch nicht immer so sattelfest ist, aber das macht nichts.
Sie beschreibt die Landschaft und ihre Personen wirklich anschaulich, was mir sehr gut gefallen hat.
Laura, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, war mir direkt sehr sympathisch, auch wenn sie manchmal etwas übermutterhaft daherkam.
Vince und Lauras Exmann, die einzigen wirklich vorhandenen männlichen Hauptpersonen waren mir auch sehr sympathisch, vor allem der Exmann mit seiner chaotischen, neuen Familie.
Willow ist ein einzelgängerischer Teenager an der Schwelle zum Erwachsensein. Sie muss ihren Platz im Leben erst finden. Die Zerissenheit, die daraus resultiert und den Schmerz, den ich beim Lesen stellenweise spüren konnte, machen das Buch zu einem tollen Leseerlebnis.
Beth, die Tochter von Laura hätte ich stellenweise am liebsten mal kräftig geschüttelt, aber das muss bei Pubertierenden wohl so sein ;-)
Insgesamt ist ‘Ninepins’ ein ruhiges Buch, daß sich mit den Problemen von ganz normalen Menschen beschäftigt. Es gibt keine großen Knalleffekte, aber ich war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und kann das Buch jedem empfehlen, der solche Bücher mag.

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