Montagsfrage: Hörbuch-Hören

Weil mein Montag zur Zeit mit dem Media Monday und dem ’15 Tage – 15 Tassen‘-Projekt schon übervoll ist, gibt es die Montagsfrage von Antonia (Lauter & leise) einfach diese Woche mal einen Tag später.

Wer nicht weiß, was die Montagsfrage eigentlich ist, kann hier nachlesen und zur aktuellen Montagsfrage (mit Teilnehmerliste) geht es hier

Antonia möchte wissen:
Ist Hörbuch-Hören für dich mit ’klassischem’ Lesen gleichzusetzen?
Oder ist beides für dich grundverschieden?

Für mich sind klassische Bücher und Hörbücher tatsächlich ganz unterschiedliche Formen der Unterhaltung.

Das Lesen von Büchern gehört zu meinem Leben dazu, seit ich lesen kann. Und auch wenn ich in den letzten zwei Jahren wesentlich weniger lese als vorher, spielt es immer eine verlässliche Rolle in meinem Leben.
Von Unterhaltungsliteratur kann ich mich gut beim Lesen auch mal berieseln lassen und wenn mich eine Geschichte in ihren Bann zieht, gelingt mir das Lesen auch mal mit weniger Konzentration zuverlässig.

Für Hörbücher, die mir bis vor ein paar Jahren vollkommen fremd waren und zu denen ich heute noch teilweise nur schwer Zugang finde, brauche ich immer ein großes Maß an Konzentration, denn sonst rauscht die Stimme des Vorlesers nur vorbei und ich bekomme von der Handlung rein gar nichts mehr mit.
Außerdem spielt die Stimme, die vorliest eine sehr, sehr große Rolle und wenn mir diese in den Ohren ‚weh tut‘, ich sie unsympathisch finde oder wenn der Leser zu schnell oder nuschelig liest, kann ich einfach gar nicht zuhören, so sehr mich die Geschichte an sich vielleicht auch interessiert.

Das ist aber mein ganz persönliches Empfinden und für mich spielt es zum Beispiel bei einer Unterhaltung über ein Buch keine Rolle, ob jemand das Buch selbst gelesen oder es gehört hat.
Von daher würde ich die Ausgangsfrage von Antonia mit einem klaren ‚Jein‘
beantworten

Wie seht ihr das? Ist Hörbuch hören gleichwertig zum selbst lesen?

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13 Antworten zu Montagsfrage: Hörbuch-Hören

  1. Pingback: Die Montagsfrage #2 – Ist Hörbuch-Hören für dich mit ’klassischem’ Lesen gleichzusetzen? Oder ist beides für dich grundverschieden? | Lauter&Leise

  2. Servetus schreibt:

    I agree with everything you say here, with the exception that there is a difference for me between the single narrator audiobook (where my experience is what you describe) and audio plays or books read by multiple voice — I have an easier time with them.

    Gefällt 1 Person

  3. Die Pö schreibt:

    Ich sehe das wie Servetus. Es gibt noch Mal einen Unterschied zwischen Hörspiel und Hörbuch. Früher fand ich Hörbücher schrecklich, inzwischen finde ich immer mehr Vorleser, die ihre Sache gut machen. Hörspiele hingegen fand ich schon immer toll und auch viel einfacher ihnen zuzuhören.
    Und im Gegensatz zum Lesen: Mal lese ich mehr, Mal höre ich mehr. 😀

    Gefällt 1 Person

  4. Domics Pinnwand schreibt:

    Ich kann mir Bücher, die mir vorgelesen werden, BESSER merken als selbst gelesenes. Trotzdem sind Hörbücher etwas anderes als „Selbstlesebücher“ – gleichwertig aber unterschiedlich, würde ich sagen. Bei der Stimme des Vorlesers gebe ich Dir aber absolut recht – das ist sehr individuell! Deshalb höre ich IMMER in ein Buch rein, ob mir der Vorleser liegt. Und da mag ich es eher nicht, wenn Autoren selber lesen, es sei denn, sie sind ausgebildete Sprecher. Aber auch da gibt es Ausnahmen – Joel Adler liest ihr Hautbuch sehr ordentlich, Frau Darm mit Charme macht das sogar ausnehmend gut!

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  5. Herba schreibt:

    @Servetus: I didn’t mention audio plays because for me they are totally different too in comparison to books and yes, for me it is also easier to concentrated listen to audio plays

    Gefällt 1 Person

  6. Herba schreibt:

    @Pö: Hörspiele würde ich definitiv auch nochmal gesondert sehen! Schon allein, weil die ja meist eher nicht ganze Bücher analog zum Text wiedergeben

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  7. Herba schreibt:

    Hallo Domic und danke für Deien Kommentar!
    Da ich recht wenig Hörbücher höre, kenne ich mich mit den Vorlesern überhaupt nicht aus. Allgemein fällt mir aber auf, dass ich bei Hörbüchern meist angenehmer finde, wenn ein Mann liest – warum auch immer.

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  8. Ayse schreibt:

    Oh ja die Stimme des Sprechers ist ziemlich wichtig. Mir reicht es aber wenn die Stimme einfach nur nicht besonders negativ auffällt. Ich höre mir immer die Hörprobe an, bevor ich mich für ein Hörbuch entscheide. Die meisten großen Verlage sind echt gut darin die richtigen Sprecher zu finden, manchmal benutzen sie zB. berühmte Schauspieler. Bei kleineren Verlagen muss man schon vorsichtiger sein. Da sind mir schon einige schlimme Sprecher begegnet.

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  9. Esther schreibt:

    Hörbücher sind wirklich nicht für mich. Hörspiele sind da etwas besser. Am liebsten, aber, lese ich die Bücher selber. Oder sehe gerne Filmversionen. Aber Hörbücher? Nein… vielleicht nur eines Tages wenn ich blind werde…

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  10. Herba schreibt:

    @Ayse: Ich gebe zu, ich bin ein kleiner Stimmfetischist und mit sowas kann man mich sehr schnell abschrecken bzw aufregen :mrgreen:
    Ich kann mir gut vorstellen, dass die qualitativen Unterschiede zwischen den Verlagen auch durch das Geld, das für sowas investiert werden kann, zustande kommt. Bekannte Schauspieler werden sich so eine Sprechrolle sicher halbwegs anständig bezahlen lassen und das kann dann leider nicht jeder Verlag.

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  11. Herba schreibt:

    @Esther: Man kann ja auch nicht imemr alles mögen, finde ich 🙂

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  12. Uinonah72 schreibt:

    Hallo Herba,
    Ein bisschen spät, aber egal… Bücher und Hörbücher sind auch für mich 2 sehr unterschiedliche Medien. Im Gegensatz zu Dir, darf ich bei Büchern keine Ablenkung haben und es bedarf Zeit und Ruhe, um in die Geschichte zu versinken. Diese Zeit nehme ich mir nur, wenn mich das Buch ganz besonders interessiert. Hörbücher dagegen kann ich nebenbei bei der Hausarbeit im Fitnessstudio oder beim Spaziergang hören. Wann immer die Tätigkeit langweilig wird, habe ich gerne einen guten Sprecher im Ohr. Nur an die 30 Stunden Dickens von RA habe ich mich noch nicht gewagt 😉

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  13. Herba schreibt:

    @Uinonah72: Das macht gar nichts. Auf meinem Blog kann man auch zwei Jahre später noch kommentieren!
    Ich finde es immer wieder total interessant und spannend, wie unterschiedlich die einzelnen Vorlieben beim Lesen/Hören sind.

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