Das Geheimnis der Toten von Tom Harper

Die Engländerin Abby Cormac arbeitet schon länger für die Vereinten Nationen und ist gerade im Kosovo damit beschäftigt Zeugenaussagen über Kriegsverbrechen zu protokollieren, als sie ihr Freund Michael zu einem romantischen Wochenendausflug einlädt, den er mit Abby in der Villa eines Freundes verbringen möchte.
Gleich die erste Nach in der Villa wird jedoch zum Desaster, den ein fremder Mann erschießt Michael und Abby wird schwer verletzt.
Als sie im Krankenhaus aufwacht, erfährt sie, dass Michael unter dem Verdacht steht, gemeinsame Sache mit dem vielgesuchten Kriegsverbrecher Dragovic gemacht zu haben.
Abby kann das nicht glauben und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.
Wird es ihr gelingen Michael zu entlasten und herauszufinden, was eine alte römische Grabstätte mit der ganzen Geschichte zu tun hat?

Tom Harper erzählt seinen Roman auf zwei verschiedenen Zeitebenen.
In der Gegenwart erlebt man die Geschichte von Abby, die versucht zu verstehen, was mit ihrem Freund passiert ist.
Die zweite Zeitebene begleitet den Römer Gaius Valerius, ein Vertrauter von Kaiser Konstantin, am kaiserlichen Hof.
Die ganze Geschichte ist in einem flüssigen Stil geschrieben, allerdings schien dem Autor die Vergangenheitsebene etwas leichter von der Hand gegangen zu sein.
Gaius Valerius ist eine Figur, die in seinem Leben sehr viel erlebt hat und nun desillusioniert auf sein Ende wartet, aber trotzdem schaffte es sein Teil der Geschichte zu fesseln und zu unterhalten.
Man erfährt einiges über die frühe Zeit des Christentums, über Kaiser Konstantin und ein Mord wird auch noch aufgeklärt.
Abby machte es mir dagegen schwer sie zu mögen, wobei ich in ihren Fall gar nicht so genau ausmachen kann wieso.
Sie ist mutig und klug, aber irgendwie fehlte mir bei ihr das gewisse Etwas bzw. ein Wesenszug, der sie wirklich sympathisch macht.
Scheinbar stehe ich zurzeit öfter mal mit den Hauptfiguren in den Büchern, die ich lese, auf Kriegsfuß.
Allgemein erschien mir einiges im Gegenwartsteil des Romans zu weit hergeholt und zu konstruiert und durch diese Schwächen ist ‚Das Geheimnis der Toten‘ nur ein durchschnittlicher Thriller (wieso bekommt heutzutage eigentlich jedes zweite Buch den Zusatz ‚Thriller‘?) was sehr schade ist, denn ohne den Gegenwartsteil hätte das Buch meiner Meinung nach als reiner historischer Krimi weit besser sein können.

Tom Harpers englische Homepage
Tom Harper bei Rororo

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