Buchmix 20

Es ist mal wieder Zeit für einen Buchmix.

Wie immer gilt:
Wen es interessiert wieso ich den Buchmix mal ins Leben gerufen habe, kann hier nachlesen. Zu den anderen Buchmixen geht es hier.

Und wer gerne mehr Infos zum jeweiligen Buch und/oder andere Leseeindrücke hätte, kann wie immer den blau hinterlegten Titel oder das Coverbild anklicken und wird dann weitergeleitet.
Wer keine Coverbilder sieht, sollte – auch wie immer – einfach kurz seinen Ad-Blocker ausschalten…

Der Mord an Julius Caesar fällt auf die legendären Iden des März im Jahr 44 vor Christus.
Doch wie konnte es dazu kommen?
Was bringt auch mit Caesar verbundene Männer dazu, sich gegen den erfolgreichen Soldat und Politiker zu stellen?

Die Iden des März: Protokoll eines Mordes*‘ von Barry S. Strauss wurden mir immer mal wieder empfohlen.
Und da ich, trotz großem Latinum, erstaunlicherweise in der Schule nie Caesar lesen/übersetzen mußte, mich die Geschichte des römischen Reichs aber sehr interessiert, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich zu dem Sachbuch greifen würde.
Strauss läßt sich relativ gut lesen und erklärt sehr gut die wichtigsten Begriffe und Funktionen, die man zum Verständnis braucht, auch wenn es natürlich nicht geschadet hat, dass ich mal ausführlich gelernt habe, wie der römische Staat aufgebaut ist.
Das ein oder andere Kapitel war mir ein wenig zu lang, da hätte man sicher ein wenig straffen können, aber insgesamt habe ich das Buch wirklich gern gelesen und mich damit auch gleich wie zu Hause gefühlt – eben einmal Lateiner, immer Lateiner 😉

***

Auf einer Leiche wird ein Zettel mit einem Shakespeare-Sonett gefunden und gibt der Polizei Rätsel auf.
Buchhändler Robert Mondrian wird als Experte hinzugezogen und fragt sich schließlich: will ihm der Mörder eine Botschaft schicken?

Sein oder Totsein*‘ von Jürgen Seibold ist der zweite Teil einer Regionalkrimireihe rund um den ehemaligen Spion Mondrian, der nun als Buchhändler in der schwäbischen Pampa lebt.
Den ersten Teil habe ich 2020 mit Abstrichen wirklich gern gelesen. Leider kann da der zweite Teil nicht ganz mithalten. Zu konstruiert, zu bemüht und auch ein wenig zu langatmig kommt die Geschichte daher.
Ich würde das Buch zwar auch nicht als komplette Zeitverschwendung einordnen, aber ich zweifle daran, dass ich die Reihe weiterverfolgen werde.

***

London 1880:
Leo Stanhope, der Assistent des Londoner Gerichtsmediziners, wird komplett aus der Bahn geworfen, als eines Tages plötzlich die Leiche seiner großen Liebe Maria vor ihm im Leichenschauhaus liegt.
Die junge Frau wurde ermordet und als Leo unter Gedacht gerät, macht er sich selbst auf die Suche nach dem Mörder…

Das Haus in der Half Moon Street*‘ von Alex Reeve ist der erste Teil einer historischen Krimiserie rund um die ungewöhnliche Hauptfigur Leo Stanhope.
Ich kannte im Vorfeld nur den Klappentext und wurde von Leos Geheimnis komplett überrascht, fand es aber wirklich interessant und sowohl lesens- als auch erzählenswert.
Leider könnte die Krimihandlung etwas temporeicher und spannender erzählt werden, da git es beim Author auf jeden Fall noch erzählerische Luft nach oben.
Trotzdem hat mir das Buch unterhaltsame Lesestunden beschert und ich werde sicher auch irgendwann den zweiten Teil lesen.

***

70 Reden von mehr oder weniger bekannten Menschen, die im Zeitraum zwischen Antike und 21. Jahrhundert gehalten wurden und die Welt veränderten, sind in diesem Hörbuch versammelt und geben einen Überblick über wichtige Ereignisse in der Geschichte der Menschheit…

Auf das Hörbuch ‚Voices of History: Speeches that Changed the World*‘ von Historiker Simon Sebag Montefiore bin ich – mal wieder – durch das Mitwirken von Richard Armitage aufmerksam geworden und fand die Prämisse, Menschheitsgeschichte anhand von Reden zu erzählen, irgendwie spannend.
Die verschiedenen Reden sind unter Stichworten wie ‚Widerstand‘, ‚Freiheit‘, ‚Terror‘ und ‚Abschiede‘ gegliedert. Eine Erzählerin erklärt vor jeder Rede kurz, wer die Person, die die Rede gehalten hat, war/ist und gibt einen kurzen Abriss des geschichtlichen Kontexts, in der die Rede gehalten wurde, was ich persönlich sowohl als hilfreich, als auch als erhellend empfunden habe.
Dann wird die Rede von einem der fünf anderen Erzähler vorgetragen, so verteilt, dass zum Beispiel die Frauen auch Reden von Frauen vortragen und amerikanische Redner auch mit amerikanischem Akzent wiedergegeben werden.
Manche Reden sind mehr als 10 Minuten lang, andere bestehen nur aus wenigen Sätzen. Manchen Reden kann man ohne weiteres folgen, bei anderen mußte ich als Nicht-Muttersprachler etwas genauer hinhören.
Über die Auswahl läßt sich sicher streiten, aber insgesamt habe ich dieses Buch als sehr hörenswert empfunden, auch weil alle Sprecher einen guten Job machen.

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10 Antworten zu Buchmix 20

  1. Rina schreibt:

    Leo Stanhope hatte ich als Hörbuch. Ging mir wie dir. Es war schon sehr gut – aber es fehlte so ein bisschen der Kick. Trotzdem hab ich gerne zugehört und werde da bestimmt auch das 2. hören.

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  2. Servetus schreibt:

    Caesar sounds interesting.

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  3. Herba schreibt:

    @Rina: Gut zu wissen, dass es mir nicht allein so ging! Weißt Du zufällig noch, wer das Buch vorgelesen hat?

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  4. Herba schreibt:

    @Servetus: It sure was for me, although I knew most of the people and some of the events already. But I really enjoyed the structured reconstruction of it all on the basis of contemporary witnesses

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  5. Rina schreibt:

    Viola Müller – hat eine sehr passende Stimme für Leo Stanhope. Hat wirklich gut gepasst. Ich bin gespannt auf die 2.

    Im Nachhinein fand ich Band 1 schon gut. Aber zwischendrin hat immer mal der Pepp gefehlt. Aber so im Abschlussgedanken war es gelungen.

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  6. Herba schreibt:

    @Rina: Sie haben tatsächlich eine Frau genommen? Mmmmmh…
    Ich werde auf jeden Fall auch irgendwann Band 2 lesen und bin gespannt, ob das dann insgesamt ein bißchen spannender ist. Ansonsten kann der Autor ruhig so weitermachen, wie in Band Zwei.

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  7. Rina schreibt:

    Ja – sie hat das sehr gut gemacht.
    Ich könnte mir vorstellen, dass es spannender ist, da ja die Charaktere nicht mehr so vorgestellt werden müssen. Das spart Zeit

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  8. Herba schreibt:

    @Rina: Wundern tut mich diese Wahl trotzdem, also nicht wegen der Sprecherin an sich, sondern weil man das ja schon als ziemlichen Spoiler deuten kann.
    Das ist natürlich wahr!

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  9. Rina schreibt:

    Stimmt – aber ich war trotzdem überrascht. Aber es kam ja auch sehr früh schon das Geheimnis

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  10. Herba schreibt:

    @Rina: Das stimmt auch wieder.

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