Finding Alice, Staffel 1

Harry (Jason Merrells) hat gerade für seine langjährige Lebenspartnerin Alice (Keeley Hawes) und die gemeinsame Tocher Charlotte (Isabella Pappas) das gemeinsame Traumhaus, ein Smarthome, fertig gebaut und die kleine Familie ist glücklich.
Doch in der ersten Nacht im neuen Haus, stürzt Harry die Treppe hinunter und stirbt.
Nun muss Alice betäubt von Trauer, ohne ihre große Liebe, ihren besten Freund und den Hauptverdiener der Familie ihr Leben neu ordnen.
Wird ihr das gelingen, ohne dass die immer neuen Enthüllungen zu Harrys Leben sie zerstören?

Ich neige ja, gerade bei Serien, öfter mal dazu, mich im Vorfeld eher nicht darüber zu informieren, worum es eigentlich genau geht, sondern speichere bestimmte Produktionen einfach ab, weil ich zum Beispiel den Cast interessant finde.
Das hat mir schon viele positive Überraschungen eingebracht, kann aber natürlich auch mal nach hinten losgehen.
‚Finding Alice‘ ist so ein Fall, wo ich eher uninformiert eingeschaltet habe und dann erstmal leicht irritiert war, weil ich das Ganze eher unter ‚Drama‘ als unter ‚Dramedy‘ verortet hatte.
Und wenn ich ehrlich bin, hätte ich auch gar nicht erst eingeschaltet, denn nach Comedy steht mir wirklich nur ganz selten der Sinn.
Aber gut, nun hatte ich angefangen und sechs Folgen hat man ja schnell geschaut. Allerdings ist ‚Finding Alice# für mich keine Serie, die man gut bingen kann und so habe ich wirklich immer nur eine Folge am Tag geschaut und mußte mich dann erstmal wieder von diesen Figuren mit ziemlich vielen special effects erholen.
Vor allem Alice ist eine Figur, die ich als sehr anstrengend empfunden habe. Vielleicht gerade weil Hawes diese Rolle so großartig spielt. Man nimmt ihr die Liebe, Verzweiflung, Trauer, Wut, leichte Hysterie, etc. eigentlich immer ab, das machte das sprunghafte Verhalten der Figur leider aber nicht leichter zu ertragen.
Und das, obwohl ich durchaus mit ihr mitgefühlt habe. Alice verliert DEN Menschen, um den sich zwanzig Jahre lang alles gedreht hat. Harry war nicht nur ihre große Liebe, sondern auch ihr bester Freund und der Vater ihres Kindes.
Umso härter trifft sie die Erkenntnis, dass sie vieles von Harry gar nicht wußte beziehungsweise die Tatsache, dass Harry wichtige Entscheidungen getroffen hat, ohne scheinbar an Alice oder Charlotte zu denken.
Dass Alice in dieser Situation zumindest partiell ihre eigene Stimme findet und sich in mancher Entscheidung nicht beirren läßt, ist beeindruckend, auch wenn es – wegen der Comedy – schnell absurd wird.
Der Selbstfindungsteil der geschichte und auch Alice Art der Trauerbewältigung hat mir gut gefallen und auch die Konflikte mit den Verwandten konnte ich gut nachvollziehen.
Leider ist der Plot rund um Harry und seine Geheimnisse mehr als vorhersehbar und das macht ‚Finding Alice‘ für mich dann wieder nur zu einer durchschnittlichen Serie, die in dieser Hinsicht wenig Neues zu bieten hat.
Teile des Humors haben mich im übrigen, trotz meiner leichten Comedy-Allergie, gut unterhalten und ich habe gelernt, dass Smart Homes ohne richtige Einweisung oder das richtige Passwort eine echte Plage sind, Traueer-Selbsthilfegruppen auch schonmal unverhofft ‚The Circle of Life‘ singen und man nie Verwandte bei sich einziehen lassen sollte. Läßt man einen rein, ist ruckzuck die ganze Bude voll…
Die erste Staffel endet mit einigen offenen Handlungssträngen, aber da eine zweite schon bestellt wurde, ist das nicht wirklich schlimm.
Und obowhl ich für mich ‚Finding Alice‘ als eher mittelprächtig einordnen würde, würde ich tatsächlich auch die zweite Staffel einschalten, einfach aus Neugier, was Alice zusammen mit der lieben Verwandschaft als nächstes anstellt, ob der Pathologe (Rhashan Stone) wieder vorkommt und was die windige Geschäftspartnerin von Harry (Ayesha Dharker) als nächstes vorhat.

‚Finding Alice‘ bei ITV
Die Serie im deutschen Fernsehen – Termine
Die erste Staffel von ‚Finding Alice‘ als DVD bei Amazon.de und als Stream bei Prime Video (Affiliate-Links)

Ein deutscher Teaser

Ein englischer Trailer

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3 Antworten zu Finding Alice, Staffel 1

  1. Michele Marsh schreibt:

    Herba is this supposed to be a comedy about death? Not sure what to make of the series
    especially if you didn’t find it bingeworthy? I like Keely Hawes too

    Gefällt mir

  2. Herba schreibt:

    @Michele: It’s more a dramedy about loss and finding yourself without your partner I guess. It was interesting but I could only enjoy it in small doses because of the humor (humor is always hard to sell to me).

    Gefällt 1 Person

  3. Michele Marsh schreibt:

    Me too Herba so this is good to know ❤️👍

    Gefällt 1 Person

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