The Eyes of Tammy Faye (Originalversion)

Tammy Faye (Jessica Chastain) wächst in einfachen, religiösen Verhältnissen auf. Als sie an einem Bibel College studiert, lernt sie ihren Mitstudenten Jim Bakker (Andrew Garfield) kennen und lieben.
Die Beiden heiraten und müssen das College verlassen, weil Studenten nicht miteinander verheiratet sein dürfen, werden sie fahrende Prediger, die sich mit Hilfe von Tammys Puppentheater vor allem an Kinder wenden.
Damit erregen sie einige Aufmerksamkeit und schaffen es schließlich sogar zum eigenen Bibelfernsehsender – bis sie Jims Machenschaften einholen…

‚The Eyes of Tammy Faye‘ war einer der Filme, die dieses Jahr in verschiedenen Kategorien für einen Oscar nominiert war und beide nominierte Kategorien (beste Hauptdarstellerin und bestes Make-up) auch gewonnen hat.
Bis auf ‚Cruella‚ habe ich bisher keinen der Mitnominierten gesehen, daher kann ich allerdings nicht beurteilen, ob das gerecht ist.
Das Thema des Films ist jetzt auch nicht unbedingt mein Lieblingsthema, aber ich sehe Jessica Chastain ganz gern, also war dieser Film gestern dann doch der, der mich am meisten angesprochen hat.
Tammy Faye ist einerseits eine sehr sympathische Hauptfigur, die ich als sehr empathisch und liebenswert wahrgenommen habe.
Andererseits wirkt sie irgendwann auch immer ein bißchen drüber, einfach etwas überkandidelt und gerade ihr helles Gekicher fand ich dann etwas anstrengend.
Und natürlich habe ich mich gefragt, ob sie wirklich so gar nichts davon mitbekommen hat, was ihr Ehemann so anstellte. Aber ich glaube, sie war eine Frau ihrer Zeit und wirklich ahnungslos.
Am Ende des Films hatte Tammy Faye jedenfalls mein Mitgefühl.
Andrew Garfields Darstellung von Jim hat mir gut gefallen, allerdings war mir dieser Typ schon ziemlich früh im Film suspekt und Mitleid für ihn hat sich bei mir nicht eingestellt, auch wenn er es in dem ein oder anderen Punkt sicher auch nicht einfach hatte.
Die Formen, die Religionsausübung in den USA teilweise annimmt, finde ich ja oft etwas schräg, auch wenn ich bei einer Unterhaltungsproduktion eine gewisse Übertreibung mit einkalkuliere. Und natürlich hat Amerika kein Monopol auf so etwwas.
Aber ich staune eben immer wieder, so auch hier über die Gläubigen, die zum Beispiel unglaublich viel geld spenden, nur weil sie ein Fernsehpastor dazu auffordert.
Andererseits mochte ich, dass Faye nicht nur Liebe predigte, sondern scheinbar auch wirklich danach lebte.
In manchen Aspekten hätte ich mir ein bißchen mehr Erklärung innerhalb der Handlung gewünscht, zum Beispiel hätte ich gern gewußt, woher dieses exzessive Make-up bei Tammy kam. Aber dafür gab es keinen Erklärungsansatz, jedenfalls habe ich keinen wahrgenommen.
Die Musik des Films hat mir erstaunlich gut gefallen und es wundert mich nicht, dass Tammy mit ihrem Gesang viel Erfolg hatte.
Leider weiß ich nicht, ob Jessica Chastain selbst gesungen hat, aber wenn, war das definitiv auch recht beeindruckend.
Insgesamt fand ich ‚The Eyes of Tammy Faye‘ interessant, auch weil der Film mich an der ein oder anderen Stelle wirklich berührt hat, zum Beispiel wenn der untreue Jim Tammy die Knutscherei mit dem Musikproduzent vorwirft und sie danach quasi in eine Tablettenabhängigkeit treibt.
Aber es ist definitiv auch kein Film, den ich immer wieder sehen muss.

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Ein deutscher Trailer

Ein englischer Trailer

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4 Antworten zu The Eyes of Tammy Faye (Originalversion)

  1. Servetus schreibt:

    I think this was almost the only film nominated in a major category that I *didn’t* see. It’s still on my list. (It was a COVID surge week when it played here.)

    re: the makeup — part of it iirc is that she tattooed part of it on her face, like maybe her lip makeup and her eyeliner or something? But in many ways, she was just an extreme practitioner of a style that was fairly common all over the US and especially in the south in the 1980s. It was very common for women to wear 2-3 layers of foundation — for normal days, not even special occasions. And the dramatic eye styles, smoky eye shadow, mascara, and fake eyelashes were high style. As to why she exaggerated it so much, that I don’t know.

    Jim Bakker is a real creep — an opportunistic *sshole. Fascinatingly, Bakker was played by Kevin Spacey in a biopic back in the 90s. I would love to see that now.

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  2. Pingback: Medienjournal: Media Monday #570 | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

  3. Herba schreibt:

    @Servetus: Yes, the lips and her eyebrows and she never went out without the fake eyelashes too. And she also never lost her fake fingernails.
    I thought it might have been the style of the time but Tammy got mocked in the movie because of it, so I wasn’t really sure.

    Even Garfield showed the creepiness of that man, but the thought of Spacey paying him makes me shiver *ugh*

    Gefällt 1 Person

  4. Servetus schreibt:

    People did mock her at the time — but it was a matter of degree rather than the practice itself. There were plenty of women (esp in Texas, where I went to college) who would not leave the house without several layers of makeup on.

    Gefällt 1 Person

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