The Luminaries (Originalversion)

1866:
Die junge und schöne Britin Anna Wetherell (Eve Hewson) lernt am Tag ihrer Ankunft in Neuseeland den charismatischen Emery Staines (Himesh Patel) kennen und will sich mit ihm treffen, sobald sich beide in ihrer jeweiligen Unterkunft eingerichtet haben.
Doch das Zusammentreffen von Anna mit der amerikanische Wahrsagerin Lydia Wells (Eva Green) verhindert das Treffen mit Emery und für das unglückliche Pärchen beginnt eine Reihe von Ereignissen, die ihr Leben für immer verändern wird…

Dass ich die gleichnamige Romanvorlage von Eleanor Catton gelesen habe, ist nun schon ein wenig länger her und ich konnte mich eigentlich auch nur noch an den Schauplatz Neuseeland und an das diffuse gefühl erinnern, dass ich das Buch zwar mochte, aber gerade am Anfang auch ziemlich verwirrt war.
Daher war ich auf die Umsetzung als Miniserie sehr gespannt, auch weil der Cast ganz gut klang.
Und ich bin sehr froh, dass die Macher die Handlungsfolge etwas umgestellt haben und nicht, wie der Roman, mit Walter Moody (Michael Sheasby) anfangen, sondern direkt bei Anna und Emery bleiben.
Dadurch hat Moody in der Serie dann allerdings nur eine sehr kleine Rolle, aber dem Verständnis der Handlung hat das definitiv gut getan.
Verwirrung, was denn nun eigentlich wem passiert ist und wie das alles zusammenhängt, gibt es trotzdem noch genug, aber das macht auch einen beträchtlichen Teil des Reizes dieser Geschichte aus.
Ich mochte die Stimmung, die hier geschaffen wurde, sehr, zu der auch Farbgebung, Landschaft und Kostüme beitragen und auch die Musik war stimmig eingesetzt.
Hewson und Patel haben eine gute Leinwandchemie und überzeugen als Paar, das vom Schicksal zusammengeführt und wieder getrennt wird und das angestrengt versucht, sich wiederzufinden und nebenbei eine Existenz aufzubauen.
Bei Eva Green finde ich es ein wenig schade, dass sie scheinbar gern als leicht zickige Frau besetzt wird, obwohl sie das natürlich wunderbar spielt. Ihre Lydia ist ganz schön hinterlistig, was allerdings mit dem schönsten Grund der Welt (Liebe) erklärt wird. Und außerdem darf sie die mit Abstand schönsten und schillerndsten Kostüme tragen.
Überzeugt haben mich auch Marton Csokas als ehemaliger Kapitän Francis Carver und Ewen Leslie als Lydias Ehemann Crosbie Wells.
Alle diese Figuren sind weder nur gut, noch böse, genau wie in der Romanvorlage und für meinen Geschmack ist es den Machern der Miniserie gut gelungen, genau das auch zu zeigen.
Ich war ein bißchen erstaunt, dass nicht mehr bekannte, neuseeländische Schauspieler gecasted wurden, umso mehr habe ich mich über den Kurzauftritt von Jed Brophy als Captain Raxworthy gefreut.
Der raue Ton im unerschlossenen Neuseeland dieser Zeit, wird gut wiedergegeben, ohne zu graphisch zu werden, wenn es um Sex und Gewalt geht.
Am Ende werden alle offenen Fragen restlos aufgeklärt und im Nachhinein wirkten die sechs Folgen insgesamt recht stimmig auf mich.
Daher halte ich ‚The Luminaries‘ für eine gelungene Adaption und für ebenso gelungene Fernsehunterhaltung, die den zuschauer in eine andere Zeit und an einen anderen Ort transportiert und wunderbar vom Alltag abzulenken weiß.

‚The Luminaries‘ bei der BBC
‚The Luminaries‘ bei Magenta TV
Die Serie im deutschen Fernsehen – Termine
‚The Luminaries‘ als DVD bei Amazon.de und als Stream bei Prime Video (Affiliate-Links)
Die gleichnamige Romanvorlage bei Amazon.de (Affiliate-Link)

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6 Antworten zu The Luminaries (Originalversion)

  1. Wortman schreibt:

    The Luminaries… darauf habe ich gewartet. Die bücher kenne ich nicht aber Eva spielt mit 🙂

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  2. Servetus schreibt:

    Interesting. This was the first book that I read on my new Kindle back then (I didn’t love the experience of reading, but like I remember liking the book without many more details). Sign me up for Jed Brophy, though!

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  3. Herba schreibt:

    @Wortman: Nur ein Buch 😉 Ja, das ist auch eine gute Rolle für sie. Wirklich sehenswert, wie ich finde.

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  4. Herba schreibt:

    @Servetus: I needed some time to find a reading rhythm but in the end I liked the book too. The tv series is a bit clearer in its narrative structure and made it easier to understand what’s going on.
    He only has a very small role, but I loved seeing him again!

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  5. Wortman schreibt:

    Ich liebe Eva 🙂 😉
    Als Vanessa Yves hat sie mich gekriegt.

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  6. Herba schreibt:

    @Wortman: Ich mag sie, seit sie Bondgirl war 🙂

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