Montagsfrage: Schullektüre?

Ein neuer Montag und eine neue Montagsfrage von Sophia von WordWorld und nach einer kleinen kreativen Pause bin ich heute auch wieder mit dabei.

Wer nicht weiß, was die Montagsfrage eigentlich ist, kann hier nachlesen und zur aktuellen Montagsfrage (mit Teilnehmerliste) geht es hier.

Sophia möchte wissen:
Welche Schullektüren waren Euch die liebsten und die verhasstesten?

Ui, spannende Frage, für die ich mein Gedächtnis ganz schön anstrengen muss, weil meine Schulzeit ja nun ein wenig länger vorbei ist 😉

Wie immer ist es einfacher mich an die doofen Bücher zu erinnern.
Ganz gruselig war für mich ‚Andorra*‘ von Max Frisch und der zweite Teil von Goethes Faust*.
Oh und ‚Die Leiden des jungen Werther*‘ waren auch nicht so meins (wenn der Leser am Ende froh ist, wenn sich die Hauptfigur endlich umbringt, scheint mir das Thema irgendwie leicht verfehlt, oder?). Genau wie ‚Die Blechtrommel*‘ von Grass.
Diese Bücher waren oft sprachlich schrecklich zu lesen und vom Thema viel zu weit weg von allem, was mich bewegt hat.
Dazu kam dann oft noch ein Lehrer, der es nicht verstand, eine interessante Annäherung möglich zu machen und das ist einfach die Todesmischung schlechthin für Schullektüre.

Wirklich gern gelesen habe ich zum Beispiel ‚The Hound of the Baskervilles*‘, ‚Effi Briest*‘, ‚Medea: Stimmen*‘ und ‚Pride and Prejudice*‘.
Aber allgemein waren die Bücher (10 oder 11 in zwei Jahren), die wir im Deutsch-LK gelesen haben, lohnend, weil meine Lehrerin es verstand, aktuelle Themen und unsere eigenen Erfahrungen mit den jeweiligen Büchern zu verknüpfen.
Eine echt interessante und fordernde Lektüre, die wir im Geschichts-LK in Teilen auseinandergenommen haben, war außerdem ‚Hitlers willige Vollstrecker*‘.

Was war Eure liebste bzw. scchrecklichste Schullektüre?

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30 Antworten zu Montagsfrage: Schullektüre?

  1. freiedenkerin schreibt:

    The Hound of Baskerville und die anderen Sherlock-Holmes-Geschichten haben mich sehr fasziniert! Ansonsten kann ich mich nicht recht an das erinnern, was in meinem Schulzeiten im Unterricht gelesen worden ist.

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  2. wordworld51 schreibt:

    Hey Herba,

    wie schön, dass du diese Woche wieder dabei bist!
    Ich glaube, dass es sehr darauf ankommt, wie die jeweilige Lehrkraft die Werke verkauft 😉 Also schön, dass du aus dem LK was mitnehmen konntest!
    „Effie Briest“ fand ich auch toll!

    Liebe Grüße
    Sophia

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  3. Oje, das erinnert mich an „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ von Milan Kundera. Selten fand ich einen Roman so überflüssig wie diesen…!

    Dabei fällt mir gerade auf, dass ich diese Montagsfrage locker mit meinem Beitrag zu einer vergangenen Montagsfrage beantworten könnte. Vielleicht erinnerst Du Dich?

    Gruß
    Andreas

    https://andreaskueckleselust.com/2021/03/15/montagsfrage-114-gibt-es-ein-buch-das-du-richtiggehend-hasst/

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  4. Über Hitlers willige Vollstrecker hatte ich mich schon im Vorwort geärgert – viel weiter bin ich dann auch nicht gekommen. ☺️

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  5. Herba schreibt:

    @freiedenkerin: Ich mag COnan DOyle auch sehr, aber ‚The Hound….‘ ist tatsächich die einzige seiner Geschichten, die ich auf ENglisch gelesen habe.
    Ich mußte auch ziemlich grübeln. Ist ja nun auch schon etwas her 🙂

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  6. Herba schreibt:

    Hallo Sophia,

    danke für die tolle Frage diese Woche. Ja, vieles steht und fällt definitiv mit dem Lehrer, wenn man in der Schule liest.

    Liebe Grüße zurück!

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  7. Herba schreibt:

    @Andreas: DIeses Buch hat Dir ein echtes Trauma verpaßt, oder? 😉 Ich kann mich jedenfalls noch sehr gut an diesen Post von Dir erinnern. Liebe Grüße zurück!

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  8. Herba schreibt:

    @AequitasEtVeritas: Ohne die Diskussionen im LK wäre ich vermutlich auch nicht weit gekommen, aber so war das Buch ein spannender Aufhänger für dieses Thema

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  9. Servetus schreibt:

    Such an interesting question. I’m impressed that you read Faust part II in school. I read it halfway through grad school and I still don’t think I understood it.

    School readings I did not like, in order of most hated:

    1. James Fenimore Cooper, The Deerslayer
    2. Joseph Conrad, Heart of Darkness
    3. Thomas Hardy, The Mayor of Casterbridge (although now I like Hardy a lot; I was just too young)

    Liked:

    1. Fitzgerald, The Great Gatsby
    2. Beowulf
    3. Thomas Malory, Mort d’Arthur

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  10. wortmagieblog schreibt:

    Huhu,
    über dein Urteil zum Werther musste ich lachen, ich stimme dir voll und ganz zu. Ich konnte den alten Baumumarmer auch nicht leiden. 😀

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog
    Liebe Grüße,
    Elli

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  11. Wir hatten einen Lehrer an meinem Gymnasium, der das Thema „Drittes Reich“ mit jedem Kurs intensiv durchgekaut hat und auch KZs besucht hat, um den Schülern die Relevanz und Aktualität des Themas nahezubringen. Davon sollte es mehr geben …

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  12. nettebuecherkiste schreibt:

    Super: Educating Rita von Willy Russell, Goethes Faust, Homo Faber (Andorra hab ich nicht gelesen), Boule de Suif von Guy de Maupassant.
    Furchtbar: Draußen vor der Tür von Wolfgang Borchardt (mit Expressionismus steh ich auf Kriegsfuß), Radetzky-Marsch von Joseph Roth (sollte ich vielleicht noch mal lesen, vielleicht würde ich das heute anders beurteilen.)

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  13. Herba schreibt:

    @Servetus: my teacher started our read with the announcement that she hadn’t understood part II either, so…. 🙂

    I think not being the right age for literature may be a big point of bad school reading experience. I wish we’d read more english or american classic authors. In retrospect I would have loved it, but would have hated it at the time *lol*

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  14. Herba schreibt:

    @Elli: 🙂 Meine ganze Klasse sah das damals so, nur unsre Referendarin war ziemlich geschockt, als mir halblaut ein ’na endlich‘ rausgerutscht ist, als es vorbei war. So ein Jammerlappen!!! 😉

    Liebe Grüße zurück!

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  15. Herba schreibt:

    @AequitasEtVeritas: Definitiv! Leider scheint es auch hier kein gutes Mittelmaß zu geben. Entweder die Schüler werden mit dem Thema alle zwei Jahre wieder beglückt oder gar nicht. Wobei ich gar nicht wesentlich schlimmer finde!

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  16. Herba schreibt:

    @Nette: Ja, manchmal kann das Alter beim lesen schon die Meinung ändern

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  17. Ja, wenn man in die USA schaut, dann merkt man, was geschieht, wenn Schülerinnen und Schülern mit bestimmten Themen nicht (angemessen) „beglückt“ werden. Wie sonst sollte man sich den Gegenwind gegen CRT erklären?!

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  18. Servetus schreibt:

    I don’t think we read much that wasn’t originally written in English. Even most of the stuff that we read before Shakespeare was brought into a modern version. I think today that might be different, though. At the very least my nieces read less straight „English“ literature and more stuff that had been written by women and non-white people.

    @AequitasetVeritas: Ich vermute mal, die CRT-Gegner in den USA meinen wohl, sie hätten schon zu viel des Themas in der Schule and ansonsten.

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  19. Buchbahnhof schreibt:

    Hey!
    Ja, jetzt nachdem ich das so lese, fällt es mir auch wieder ein. Mit dem Werther und mit Andorra haben wir uns auch gequält. Keine wirklich schöne Erinnerung für mich. Werther war noch schlimmer, als Andorra, wenn ich so nachdenke.
    Auf einem anderen Blog bin ich schon über „Die Welle“ gestolpert. Auch das Buch ist mir nicht mehr von alleine in den Kopf gekommen. Aber ja, so nach und nach erinnert man sich doch, wenn man die anderen Beiträge so liest.
    LG
    Yvonne

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  20. Herba schreibt:

    @AequitasEtveritas: Amerika ist sicher ein gutes beispiel. Aber bei uns gibt es auch immer mehr Menschen, die bestimmte Themen nicht mehr hören können/wollen, weil man ja quasi ’ständig‘ damit konfrontiert wird.
    Nur scheinbar halt doch nicht oft genug, wenn man sich z.B. die AfD oder die Querdenker anschaut 😦

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  21. Herba schreibt:

    @Servetus: Good to hear some things can indeed change.
    I think a good balance would be good between classic literature and modern stuff. But I am not sure curriculums allow that nowadays with centralized exams, etc. :/

    Gefällt 1 Person

  22. Herba schreibt:

    Hallo Yonne und danke für Deinen Kommentar!
    Wenn die Erinnerungen negativ sind, ist es natürlich nicht so gut, dass Du dich nun wieder erinnerst 😉 Aber vielleicht fallen Dir ja auch wieder positive Bucherlebnisse aus der Schulzeit ein?
    Liebe Grüße zurück!

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  23. Es gibt Menschen, die sind sicher „beratungsresistent“. Niemand ist so blind wie der, der nicht sehen will.

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  24. Herba schreibt:

    @AequitasEtveritas: Ja, leider ist das wohl so 😦

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  25. Esther schreibt:

    Als ich mit 16 auf der internationalen Schule in de Niederlanden kam, haben wir ausführlich Hamlet und Macbeth durchgenommen im Unterricht. Ich bin zwar kein riesen Shakespeare Fan aber durch unsere tolle Englisch Lehrerin hat es mir trotzdem Spass gemacht. Nicht gemocht habe ich Niederländische Literatuur, wie zb „Kaas“ von Willem Elsschot.

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  26. Esther schreibt:

    @Servetus – Oooh yeah, I hated Heart of Darkness too.

    Gefällt 2 Personen

  27. Servetus schreibt:

    @Esther : It was in style to read it just as I was I was finishing school because „Apocalypse Now“ had just been made. So I read it my junior year, then it was the highlighted book for Academic Olympiad (this school competition I was involved in) and then I got to university and it was the main book discussed in Freshman Composition. Uch!!!

    Gefällt 1 Person

  28. Herba schreibt:

    @Esther: Das klingt gut. Shakespeare bin ich tatsächlich nie in der Schule begegnet.
    Ich muss sagen, dass ich mit den meisten niederländischen Büchern, die ich gelesen habe (viele waren es zugegebenermassen aber nicht) auch ziemlich wenig anfangen konnte. Schade eigentlich.

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  29. Buchbahnhof schreibt:

    Klar habe ich auch gute Erinnerungen an Schullektüre 🙂
    LG
    Yvonne

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  30. Herba schreibt:

    @Buchbahnhof: Das freut mich! Alles andere wäre aber auch zu traurig! Liebe Grüße zurück!

    Gefällt 1 Person

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