S.A.S.: Red Notice (Originalversion)

Die private Militärfirma ‚Black Swans‘ wird im Geheimen von der britischen Regierung angeheuert, um einen Lanfstrich in Georgien für den Bau einer Gaspipeline zu säubern.
Die Aktion, die als Kriegsverbrechen eingestuft werden kann, zieht eine ‚Red Notice‘ (internationaler Haftbefehl) für den Besitzer William Lewis (Tom Wilkinson) und seine Kinder Grace (Ruby Rose) und Oliver (Owain Yeoman) nach sich. Grace und Oliver können allerdings aus Großbritannien fliehen und kidnappen einen Eurostar.
Wird es Tom Buckingham (Sam Heughan), einem aktiven Mitglied des S.A.S., der zufällig im Zug ist, gelingen, die Geschwister zu stoppen?

Am letzten Sonntag war es in meinem Teil der Welt windig, nass, kalt und grau und mir war nach einem Nachmittag auf dem Sofa mit einem Film, der möglichst wenig Hirnschmalz erfordert.
Und da ich auf Liebesgedöns keine Lust hatte und meine Konzentration für das Englisch eines alten Hollywoodklassikers nicht reichte, fiel meine Wahl auf ‚S.A.S.: Red Notice‘.
Ich weiß nicht so ganz genau, wie ich auf den Film aufmerksam geworden bin. Ruby Rose, die ich allerdings nur aus der ersten Staffel von ‚Batwoman‘ kenne, ist eigentlich nicht wirklich mein Fall, weil sie mir ein bißchen zu hölzern agiert.
Und gegen Sam Heughan habe ich nichts, er ist allerdings auch nicht unbedingt jemand, den ich immer und unbedingt sehen muss.
Am ehesten könnte ich mir vorstellen, dass Andy Serkis gezogen hat. Seine Rolle hier als S.A.S. Commander George Clements ist allerdings sehr, sehr klischeehaft und wirkich viel zu tun, bekommt er auch nicht. Aber es war schon schön, ihn mal wieder über meinen Fernseher flimmern zu sehen.
Sam Heughan dürfte als Hauptfigur Tom die meiste Bildschirmzeit haben und macht seine Sache durchaus anständig, wenn man mit einbezieht, dass auch diese Figur eher flach bleibt.
Das ist allerdings ein allgemeines Problem für alle Charaktere und öfter kommt dann auch noch hinzu, dass sie nicht immer ganz logisch agieren.
Zu Beipiel verteidigt Grace am Anfang des Films ihren Bruder gegen ihren Vater, der nicht viel von seinem Sohn hält.
Später behandelt Grace Oliver genauso abfällig, wie vorher ihr Vater, obwohl sie den Vater dafür kritisiert hatte. Das fällt für mich definitiv unter: muss man nicht verstehen!
Was die Figur von Anne Reid sollte, weiß ich auch nicht und wieso Hannah John-Kamens Sophie tut, was sie tut, erschloss sich mir auch nicht immer.
Aber bevor ich gedanklich zu tief in das allgemeine und spezielle ‚wieso? weshalb? warum?‘ einsteigen konnte, wurde immer irgendwas abgefackelt, in die Luft gesprengt oder umgeballert und so konnte ich die Handlung, die manchmal genauso unlogisch war, wie einige der Figuren, durchaus genießen, mich an der Action freuen und bei der teilweise ganz ansehnlich inszenierten britischen Landschaft mit ein bißchen Fernweh seufzen.
Insgesamt habe ich von ‚S.A.S.: Red Notice‘ genau das bekommen, was ich wollte, nämlich viel Action und Unterhaltung, für die man wenig Gehirnschmalz braucht, also alles gut.
Nun bin ich gespannt, ob sie wirklich jemand an einen zweiten Teil, der am Ende angedeutet wird, heranwagen wird. Ich würde vielleicht sogar noch einmal einschalten.

‚S.A.S.: Red Notice‘ als DVD bei Amazon.de und als Stream bei Prime Video (Affiliate-Links)

Ein deutscher Trailer

Ein englischer Trailer

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9 Antworten zu S.A.S.: Red Notice (Originalversion)

  1. Pingback: Medienjournal: Media Monday #554 | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

  2. tedthethief schreibt:

    Schade dass der Trailer den Plot des Films schon verrät. Na mal schauen.

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  3. Michele Marsh schreibt:

    Sometimes just sitting and watching things blow up is what is needed ❤️😊

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  4. Herba schreibt:

    @Michele: Absolutely!

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  5. Michele Marsh schreibt:

    P.S. Herba I’ve started watching Dopesick after reading your great review and it’s very good well acted well directed well written
    I like the jumping around actually like putting together a puzzle

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  6. Herba schreibt:

    @Michele: Glad you’re enjoying it.

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  7. Michele Marsh schreibt:

    Herba it was so well done and so well acted. I really liked how each episode were pieces of the bigger puzzle and the date hopping actually tied the entire story together quite well

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  8. Herba schreibt:

    @Michele: I have to say, the storytelling weirded me out over the first few episodes, but in the second half of the miniseries I changed my mind and found it quite effective too.

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  9. Michele Marsh schreibt:

    It was like a puzzle which I thought was very clever all the pieces were put together but not as easily . I agree with you the series stayed with me still now. I couldn’t watch it again but I learned a great deal from it on multiple levels

    Gefällt 1 Person

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