Ravioli vom Blech

Ich tendiere dazu neue glutenfreie Produkte, die für mich erreichbar sind, auszuprobieren, egal ob ich damit schon Erfahrungen aus meiner Vor-Zöli-Zeit habe oder nicht.
Als nun die Hammermühle* Ravioli* neu auf den Markt brachte war klar: die werden ausprobiert.
Zumal mich mit der Hammermühle eine besondere Beziehung verbindet.

Als mein Vater in den Neunziger Jahre nach einer längeren Leidensgeschichte mit Zöliakie diagnostiziert wurde, war es schwierig glutenfreie Grundnahrungsmittel zu kaufen.
Das Internet und der Onlinehandel steckten in Deutschland in den Kinderschuhen und von Zöliakie hatten selbst viele Ärzte noch nie etwas gehört.
Die Hammermühle war da ein wirkliches Geschenk und meine Mutter bestellt dort bis zu Papas Tod vor neun Jahren regelmäßig alles, was er an Brot brauchte.
Nach Papas Tod wurden die Bestellungen dort weniger, denn ich muss zugeben, dass mir persönlich das Brot und die Brötchen von dort nur bedingt zusagen und ich andere Marken bevorzuge – ich habe aber die betreffenden Produkte von dort zugegebenermassen auch schon ewig nicht mehr probiert und zum Beispiel der Nusszopf*, den ich zusammen mit den Ravioli bestellt habe, war echt lecker.

Nun mußte natürlich auch ein Rezept her, um die Ravioli zu verbraten und bei einer entsprechenden Google-Suche bin ich auf das folgende Rezept für Ravioli vom Blech gestoßen, wobei ich die Mengenangaben so wiedergebe, wie ich sie für mich angepaßt habe.

Und so gehts:

3 Karrotten schälen und in dünne Scheiben schneiden.
2 rote Paprika putzen, waschen und nach Belieben in grobe Stücke schneiden.
1 Knoblauchzehe schälen und in hauchdünne Scheiben schneiden. Wer Knoblauchskeptiker ist, kann auch weniger nehmen, ich würde ihn allerdings nicht ganz weg weglassen. Ich habe die eine Knoblauchzehe, die ich benutzt habe, im fertigen Gericht nicht mehr herausgeschmeckt.
50 Gramm getrocknete Tomaten in mundgerechte Stücke schneiden.

Das alles mit 500 Gramm Ravioli (aus dem Kühlregal, im Originalrezept stand mit Tomate-Mozzarella-Füllung, meine Spinat-Ricotta-Ravioli waren aber auch lecker) und
4 Esslöffeln Olivenöl auf ein Backblech (am besten die Saftpfanne) geben, gut mischen und circa 15 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad (Umluft) circa 15 Minuten backen.

Inzwischen circa 75 Gramm Rucola waschen und trocken schütteln. Außerdem
4 Lauchzwiebeln putzen, waschen und in dünne Ringe schneiden.

Außerdem 250 ml Wasser und 250 ml Tomatensaft zusammen in einem Topf aufkochen lassen. Dann
1 Teelöffel Instant-Gemüsebrühe und
4 Esslöffel hellen Balsamico-Essig hinzugeben und mit Salz und Pfeffer würzen.

Nun, nach den 15 Minuten Backzeit, die Flüssigkeit über die Ravioli-Gemüse-Mischung auf dem Blech gießen und die Ravioli für weitere 5 Minuten backen, dabei immer wieder mal umrühren.
Meine glutenfreien Ravioli brauchten etwas länger (nochmal circa 10 bis 15 Minuten statt 5), weil die getrocknet(?) sind.
Außerdem habe ich zwischendurch ein wenig reinen Tomatensaft nachgegoßen, weil die Flüssigkeit sehr schnell aufgesaugt wurde.

Nun das Blech aus dem Backofen nehmen, Rucola und Lauchzwiebel darüber verteilen und mit geriebenem Parmesan (ich hatte fein gemalenen, man kann aber natürlich auch grob geraspelten nehmen) oder einem anderen Hartkäse bestreuen. Guten Appetit!

Das Endergebnis auf meinem Teller
(zum Vergrößern anklicken)

Zwei kleine Anmerkungen am Rande:
Wir waren zu zweit und hatten noch etwas übrig, ich würde also sagen, dass die Mengenangaben für circa drei Personen reichen sollten.
Beim Verteilen vom Rucola und den Lauchzwiebeln war ich erstmal zurückhaltend und habe den Rest dann zusammen mit dem restlichen Parmesan auf den Tisch gestellt, so konnte sich jeder ganz nach Geschmack noch nachnehmen.

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11 Antworten zu Ravioli vom Blech

  1. Servetus schreibt:

    That truly looks fantastic.

    (I don’t know if you can find GF gnocchi, but I learned this summer that the same basic method works for making them, too.)

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  2. Herba schreibt:

    @Servetus: I can and yeah, that sounds like a very good idea. Mmmmmh, now I am hungry 🙂

    Gefällt 2 Personen

  3. Hariclea schreibt:

    lecker! und total, probiert die gebackenen gnocchi, instagram use ist voll davon, soll sehr lecker sein und einfach zu machen. zB hier https://www.thekitchn.com/recipe-crispy-sheet-pan-gnocchi-and-veggies-247360

    Gefällt 1 Person

  4. Servetus schreibt:

    This is the recipe that floated across my screen — tried it out in August. It was fantastic. So flavorful. https://www.bonappetit.com/recipe/sheet-pan-gnocchi

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  5. Herba schreibt:

    @Hariclea: Danke schön, das sieht auch sehr lecker aus und wird gleich mal gebookmarkt! 🙂

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  6. Herba schreibt:

    @Servetus: Mmmmmmh, that looks good! Thanks for sharing.

    Gefällt 1 Person

  7. Guylty schreibt:

    Das sieht ja wieder super lecker aus. Und einfach nachzumachen. Das muss ich auch mal probieren!

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  8. Herba schreibt:

    @Guylty: Ist wirklich super lecker, einfach und auch schnell zu machen. Das Längste ist vermutlich das Schnibbeln 🙂

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  9. Esther schreibt:

    Oh, das sieht ja lecker aus!

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  10. Herba schreibt:

    @Esther: War es definitiv auch 🙂

    Gefällt 1 Person

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