The Drowning – Eine Mutter ermittelt

Jodies (Jill Halfpenny) vierjähriger Sohn Tom (Aaron Kane) verschwindet bei einem Familienpicknick an einem See. Die Polizei sucht ausgiebig nach ihm, wird jedoch nicht fündig und alle gehen davon aus, dass Tom ertrunken ist.
Doch Jodie kann sich nicht mit seinem Tod abfinden. Zehn Jahre später sieht sie aus einem Auto heraus einen Teenager, der ihrem Sohn unglaublich ähnlich sieht.
Doch da sie sowohl die Polizei, als auch ihre Familie für verrückt hält, fängt sie selbst an zu ermitteln.
Ist Daniel (Cody Molko) Jodies verschwundener Sohn Tom?

Auf die vierteilige Miniserie aus großbritannien bin ich vor allem aufmerksam geworden, weil das gefühlt seit Ewigkeiten mal wieder eine Produktion war, die auf meiner Wellenlänge liegt und in der Rupert Penry-Jones als Vater von Daniel mitspielt.
Und das Thema Verlust beziehungsweise der Umgang damit, verspricht ja auch spannende Unterhaltung.
Was genau passiert ist, als Tom verschwand, wird anfänglich nur rudimentär und mit verschwommenen Bildern gezeigt, sodass man als Zuschauer in dieser Hinsicht etwas hinterherhinkt. Das stört aber gar nicht, sondern trägt eher zum Spannungsaufbau bei.
Über Toms Mutter Jodie erfährt man dafür recht schnell, recht viel. Trotzdem weiß ich eigentlich immer noch nicht so richtig, wie ich sie als Figur finden soll, was vielleicht definitiv auch für die schauspielerische Leistung von Jill Halfpenny spricht.
Es mag jedenfalls durchaus realistisch sein, dass eine Mutter, die nie herausfinden konnte, was eigentlich mit ihrem Kind passiert ist und die sich daher auch nie verabschieden konnte, auf rücksichtslosen Autopilot schaltet, sobald es den Anschein hat, dass sie ihr Kind wiedergefunden hat.
Und Halfpenny spielt das auch ganz großartig. Mir hat es dieses Verhalten allerdings schwer gemacht, Jodie wirklich zu mögen, obwohl ihre Verzweiflung spürbar ist.
Zudem habe ich auch den Konflikt mit ihrer Familie nicht ganz verstanden, vielleicht ist mir da aber auch der ein oder andere Unterton entgangen, weil ich im Original geschaut habe.
Deborah Findlay als Jodies Mutter hat mir in dieser Rolle nicht wirklich gut gefallen, eben weil ich die Beziehung der Beiden nicht wirklich durchschaut habe. Sorgt wirklich nur Toms Verschwinden für diese heftigen Spannungen oder gabs da vorher schon Probleme? Und wenn ja, welche?
Jonas Armstrong spielt Jodies Bruder Jason, dem ich den erfolgreichen Anwalt, der gerade auch noch zum Kronanwalt ernannt wurde, nicht abnehmen konnte, was durchaus auch ein bißchen an mir liegt. Schauspielerisch ist er kein Totalausfall, aber wie schon gesagt für mich auch nicht restlos glaubwürdig.
Gut gefallen hat mir Cody Molko als verunsicherter Teenie Daniel, der mit der Gesamtsituation irgendwann heilos überfordert ist. Das hat der junge Mann wirklich gut gemacht.
Penry-Jones ist mir als Vater von Tom gerade am Anfang zu zwielichtig, auch wenn das nicht an ihm, sondern an der Rolle liegt.
Die Handlung ist spannend und schafft es, den Zuschauer gedanklich in die falsche Richtung zu führen, was die Auflösung angeht. Hier und da fehlte mir ein wenig mehr Unterfütterung für die ein oder andere Handlung der Figuren, aber am Ende denke ich, dass es der Miniserie gut tut, dass sie nur aus vier Teilen besteht und sich somit auf das Wesentliche beschränken muss.
Graphische Gewalt gibt es keine und auch der Soundtrack ist mir nicht als zu aufdringlich aufgefallen. Spannung entsteht wirklich rein durch die Handlung und die Arbeit der Schauspieler.
Toms Schicksal wird am Ende komplett aufgeklärt und das Ende hat mich auch eigentlich vollumfänglich zufrieden gestellt, nur die allerletzte Szene am See war mir etwas zu dick aufgetragen.
Freunden von Rätseln und Geschichten mit verschwundenen Personen könnten meiner Meinung nach gute Unterhaltung mit ‚The Drowning‘ finden. Ich persönlich habe das Anschauen jedenfalls nicht bereut.

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7 Antworten zu The Drowning – Eine Mutter ermittelt

  1. Wortman schreibt:

    Das werde ich mir mal vormerken

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  2. Herba schreibt:

    @Wortman: mach das 🙂

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  3. Wortman schreibt:

    Schon gemacht 🙂

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  4. Herba schreibt:

    @Wortman: 👍

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  5. Michele Marsh schreibt:

    Me too Herba I definitely will week this series out
    Great review. You save the best for last

    Gefällt 1 Person

  6. Servetus schreibt:

    I always find Jonas Armstrong competent but not more than that. I think Robin Hood was casting against type and it’s unfortunate that that was my first experience of his work. It will probably ding him for me forever.

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  7. Herba schreibt:

    @Servetus: Same here. It’s very hard for me to forget his suboptimal performance in RH. He positively surprised me in the first season of ‚The Bay‘ but in this I couldn’t buy him as a top notch lawyer

    Gefällt 1 Person

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