Chicago Fire, Staffel 1 (Originalversion)

Das Leben als Feuerwehrmann oder -frau kann hart sein, wie man am Personal der fiktiven Feuerwache 51 in Chicago sieht.
Nachdem ein guter Kollege und gemeinsamer Freund der beiden Lieutenants Matt Casey (Jesse Spencer) und Kelly Severide (Taylor Kinney) bei einem Einsatz tödlich verunglückt, droht die kollegiale Gemeinschaft in der Wache zu kippen und Chief Wallace Boden (Eamonn Walker), der Chef der Wache, hat alle Hände voll zu tun, um den Frieden zu wahren…

Seitdem mir immer mal wieder erzählt wurde, wie unterhaltsam ‚Chicago Fire‘ ist, dass mir das sicher auch gut gefällt und ich die DVD-Box der ersten Staffel bei irgendeiner Aktion für kleines Geld gekauft habe, lag sie ungeschaut hier herum.
Denn zum einen schreckte mich immer ein wenig die Idee ab, in so ein großes Serienuniversum einzusteigen und dann war stimmungsmäßig mein Bedarf an Katastrophen-Krimi-Arzt-Serien gut durch Produktionen wie ‚9-1-1‘, ‚NCIS‘ und ‚The Good Doctor‘ mehr als gedeckt.
Aber als ich vor kurzem ein paar Tage krank und auf der Suche nach leichter Serienunterhaltung war, fiel meine Wahl auf die Feuerwehrmänner aus Chicago und ich habe es nicht bereut.
Auch wenn ich die von Feuerwehrmännern ausgehende Faszination nach wie vor nicht wirklich nachvollziehen kann, mag ich die ganze Truppe recht gern und habe mich on den beruflichen Abenteuern und den privaten Kapriolen der Damen und Herren wirklich gut unterhalten gefühlt.
Außerdem bringen mich die etwas verhaltensorginelleren Herren des Teams immer mal wieder zum Lachen, was in der derzeitigen Stimmung auchnicht ganz unwichtig ist.
Gut gefällt mir hier, dass nicht gefühlt in jeder Staffel zwei Mal die Welt untergeht, auch wenn es natürlich auch hier in der ersten Staffel einige dramatische Folgen gab.
Ich hoffe, die Macher behalten das so bei und übertreiben es im Lauf der kommenden Staffeln nicht zu sehr, was die Action angeht.
Die beiden männlichen Leads – Mr. Blond ist bodenständig und treu, während Mr. Dunkelhaarig den Badboy gibt, der durch sämtliche Betten hüpft – finde ich sympathisch, wobei Casey zwischendurch schon mal das Potential hat, mir leicht auf den Keks zu gehen. Mal schauen, wie der Gute sich weiterentwickelt.
Severide ist vom Look her jetzt nicht so, dass ich dahinschmelzen würde (was mir prophezeit wurde), aber ich finde ihn durchaus sympathisch.
DIe größte Überraschung im Cast war für mich Lauren German, die mir ja bei ‚Lucifer‘ mit ihrer limitierten Mimik extrem auf den Keks geht.
Hier spielt sie die Sanitäterin Leslie Shay und zeigt in der Rolle, dass sie wesentlich mehr drauf hat und auch sympathisch wirken kann – einfach unglaublich!
Dafür nervte mich das Geschmachte von Monica Raymund als Gabby Dawson, die heimlich in Casey verknallt ist. Drama, Baby! Drama! 😉
Die Fälle der Woche sind mir manchmal ein bißchen kurz abgehandelt, dafür haben mich die Rahmenhandlungen, die sich durch mehrere Folgen oder die gesamte Staffel ziehen, angesprochen und mich gut unterhalten.
Mit den Polizisten, allen voran mit Hank Voight (Jason Beghe) bin ich noch nicht so warm geworden und bin daher gespannt, wie der Ableger ‚Chicago PD‘ irgendwann bei mir ankommt.
Aber insgesamt habe ich von dieser ersten Staffel ‚Chicago Fire‘ genau das bekommen, was ich wollte, nämlich gute Popcorn-Serienunterhaltung mit solidem Cast, die ich auch schauen kann, wenn es nicht ganz so kompliziert werden soll oder darf.
Und ich werde ganz sicher dran bleiben, denn auch die zweite Staffel liegt schon hier. Allerdings brauche ich erstmal eine kleine Pause von Chicago und seiner Feuerwache.

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Ein deutscher Trailer

Ein englischer Trailer

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15 Antworten zu Chicago Fire, Staffel 1 (Originalversion)

  1. Ich muss mich ja als Fan von Chicago Fire outen. Aber du hast recht: Die Casey-Gabby-Show nervt unglaublich und wird immer nur noch schlimmer. Severide entwickelt sich im Laufe der Staffeln noch sehr positiv. Und Hank … Ich hätte nie gedacht, dass er sich mal zum Sympathieträger entwickelt, aber das ist in PD tatsächlich der Fall.

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  2. Herba schreibt:

    @AequitasEtVeritas: NOCH schlimmer? Och nö! Ich dachte, das wird jetzt endlich mal besser, nachdem die Ärztin weg ist…
    Och Severide mag ich spätestens seit seiner Zustimmung Shay bei ihrem Herzenswunsch zu helfen 🙂
    Wow, da bin ich ja mal gespannt, ob ich das irgendwann dann auch so erlebe.

    Hab ich im Post ganz vergessen: Sehr gelacht habe ich ja auch über die Erklärung, was Mouch bedeutet bzw. wie das zustande kommt *kicher*

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  3. Noch schlimmer, glaub es mir. 🥱

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  4. Herba schreibt:

    @AequitasEtVeritas: Oh je, das kann dann ja heiter werden

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  5. Aber dass ich die Serie immer noch gern schaue, zeigt schon, dass sie darüber hinaus teilweise wirklich gute Geschichten erzählt werden und dass die meisten Figuren besser gestaltet sind. 😉

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  6. Herba schreibt:

    @AequitasEtVeritas: Das ist wahr und dass die Serie(n) Potential haben, kann man echt an dieser ersten Staffel sehen, finde ich.

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  7. Das ist auch definitiv die beste der Chicago-Serien. Med finde ich nicht so prickelnd, PD ist manchmal erstaunlich tiefschürfend.

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  8. Herba schreibt:

    @AequitasEtVeritas: Und dann gabs doch noch eine, die aber nach einer oder zwei Staffeln wieder eingestellt wurde, oder?

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  9. Das war Chicago Justice, wo eine der Figuren aus PD hingegangen ist.

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  10. Herba schreibt:

    @AequitasEtVeritas: Hast du das auch gesehen? So schlecht? Ich hab mich nämlich schon gewundert, dass die anderen so erfolgreich laufen und dieses Spin off so unterging

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  11. Ich habe CJ auch gesehen und irgendwie hat es bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. 🤔

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  12. Herba schreibt:

    @AequitasEtVeritas: Oh je, kein gutes Zeichen für eine relativ lange Serienstaffel

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  13. Nein, ist es nicht. Vielleicht bestand das Probja darin, dass es primär ein Gerichtsdrama war. Wobei: Bei „Bull“ funktioniert es ja sehr erfolgreich. 🤔

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  14. Herba schreibt:

    @AequitasEtVeritas: ja, wobei ‚Bull‘ ja auch nicht unbedingt als klassisches Gerichtsdrama angesehen werden kann, weil die Geschworenenauswahl und die Wissenschaft dahinter sehr viel Raum einnimmt.
    Und da wird man auch abwarten müssen, wie die Zuschauer den Abgang von Benny ‚verkraften‘ werden…

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  15. Ja, da hast du recht. Er war ja ein riesiger Sympathieträger!

    Gefällt 1 Person

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