Dublin Murders (Originalversion)

Auf einer Ausgrabungsstätte im Wald außerhalb Dublins wird die Leiche eines jungen Mädchens entdeckt.
Durch diesen Fund werden bei den Menschen in der Umgebung die Erinnerung an einen alten Vermisstenfall wieder wach, bei dem Jahrzehnte zuvor zwei Kinder im gleichen Wald spurlos verschwanden und nur ein Freund der Beiden traumatisiert, aber körperlich unversehrt wieder auftauchte.
Dies macht die Ermittlungen für die beiden Detectives Rob Reilly (Killian Scott) und Cassie Maddox (Sarah Greene) nicht einfacher, zumal beide bald von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt werden…

‚Dublin Murders‘ ist wegen Killian Scott auf meinem Radar gelandet, den ich seit ‚Jack Taylor‚ sehr schätze.
Dann habe ich mitbekommen, dass die Serie auf Büchern von Tana French basiert, was dafür gesorgt hat, dass sie auf meiner Liste nach hinten gerutscht ist.
Denn leider bin ich damit nie richtig warm geworden.
Ich denke ich war Mitte bis Ende Zwanzig, als ich ein Buch von ihr gelesen habe. Erinnern kann ich mich nicht mehr wirklich, aber ich denken, dass es das erste in ihrer Reihe gewesen sein muss, auf dem diese Serie basiert.
Ich kann mich nicht mehr an Einzelheiten erinnern und daher weiß ich auch nicht genau, wieso ich das Buch nicht mochte, aber seitdem habe ich einen großen Bogen um die Autorin und ihre Bücher gemacht.
Daher kann ich auch nicht beurteilen, wie gut die Vorlagen in der Serie umgesetzt wurden.
Cassie und Rob fand ich als Ermittler und als Hauptfiguren im Grunde gelungen. Greene und Scott haben eine gute Chemie und harmonieren sehr lange sehr gut miteinander.
Allerdings konnte ich dann irgendwann die Entscheidungen der Beiden nicht mehr zu hundert Prozent nachvollziehen und die Erzählung über die traumatisierten Ermittler, die sich in einer Abwärtsspirale auf den Abgrund zubewegen, doch etwas klischeehaft.
Gibt es denn wirklich keine Krimi-Thriller-Autoren, die ihren Hauptfiguren ein klein wenig Frieden gönnen?!
Dass bei der Handlung die Ermittlungen aus zwei Büchern ineinander verwoben wurden, habe ich nicht bemerkt, das ist hier wirklich gut gelungen.
Gut gefallen hat mir auch Conleth Hill in seiner Nebenrolle als Vorgesetzter der beiden Ermittler.
Und Irland als Setting mutet zwar durchaus anglophil an, hat aber nochmal einen anderen Touch als Krimis, die in Großbritannien beheimatet sind, was mir hier gut gefällt.
Vielleicht auch wegen des irischen Englisch, das ich so gerne höre.
Die Auflösung beider Kriminalfälle kam für mich überraschend, waren aber durchaus schlüssig und boten für die spannende Handlung ein wirklich gelungenes Ende.
Weniger gut gefallen hat mir allerdings, wie schon erwähnt, die Entwicklung von Green und Scott und auch der leicht mystische Touch der Handlung in den Wäldern ist so gar nicht mein Fall.
Daher vermute ich auch mal ganz stark, dass das die Komponente am Buch war, die mich komplett verschreckt hat. Damit kann ich einfach in dieser Form so gar nichts anfangen und ich war dankbar, als das in der Serie irgendwann nicht weiter ausgewalzt wurde und für den aktuellen Mordfall ein richtiger Täter präsentiert wurde.
Die Buchreihe von Tana French geht nach den zwei bisher verarbeiteten Bänden weiter, ob für die Serie eine weitere Staffel geplant ist, kann ich leider nicht sagen.
Klar wäre dabei wohl, dass der Fokus auf neuen Ermittlern liegt. Ob Greene und Scott in den Büchern noch einmal erwähnt werden, kann ich leider auch nicht sagen, aber ich fürchte eher nicht, daher muss man sich beim Anschauen der Serie darauf gefaßt machen, dass am Ende ein paar offene Fragen übrig bleiben, auf die es nie eine Antwort geben wird.
Letztendlich tut das dem Spaß an der durchaus unterhaltsamen Serie keinen Abbruch, ein wenig geärgert hat es mich dann aber schon.
Trotzdem kann ich ‚Dublin Murders‘ vor allem an Krimifans weiterempfehlen. Ich selbst würde mir vermutlich auch eine weitere Staffel anschauen, auch wenn ich den Ermittler, der in den Büchern als nächstes dran wäre, nicht wirklich gut leiden kann.

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Ein englischer Trailer

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12 Antworten zu Dublin Murders (Originalversion)

  1. Guylty schreibt:

    Interessant! Bei mir war es umgekehrt, Herba. Ich habe das Buch absolut verschlungen, obwohl ich es sogar auf Deutsch gelesen habe. (Es kam mit Empfehlung von einer deutschen Freundin.) Sicher hat das auch daran gelegen, dass ich die Spielorte samt und sonders verorten kann – das macht dann natürlich immer Spaß. Insofern fand ich das Buch sehr gelungen, mochte auch die Dynamik der beiden Ermittler. Als das Ganze dann verfilmt im irischen Fernsehen kam, war ich sofort gespannt dabei – und bin über die erste Folge nicht herausgekommen. Irgendwie zog sich das Ganze für mich zu lange hin. Aber vielleicht muss ich das einfach nochmal versuchen. Außerdem will ich unbedingt noch mal einen anderen Tana French Krimi auf Englisch versuchen.

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  2. nettebuecherkiste schreibt:

    Ich mochte das Mystische gerade 😉 Also, im Buch. Ich wusste gar nicht, dass die Reihe verfilmt wurde. Kann mir das mit den Fällen aus zwei der Bücher aber nur sehr schwer vorstellen. Cassie ist im zweiten Teil die Hauptfigur (ohne Rob) und der Fall ist so extrem anders als der erste. Da muss ich mal forschen. Lese gerade den vierten Teil 🙂

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  3. Wortman schreibt:

    Das klingt recht interessant. Schade, leider nicht kostenlos.

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  4. Herba schreibt:

    @Guylty: Wenn man die Schauplätze kennt, ist man gleich ganz anders dabei, denke ich.
    Schade, dass die Serie dich nicht überzeugt hat. Aber das kommt ja öfter vor, wenn man die Buchvorlage kennt.

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  5. Herba schreibt:

    @Nette: Ich fand es auch schwierig, dass zwei verschiedene Fälle ineinander verwoben wurden, aber das hat für mich erstaunlich gut funktioniert. Allerdings kenne ich ja auch die Bücher nicht.

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  6. Herba schreibt:

    @Wortman: Ja, war es durchaus.

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  7. Wortman schreibt:

    Das glaub ich dir.

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  8. nettebuecherkiste schreibt:

    Naja, werde mal gucken, was Amazon Prime dafür bezahlt haben will 😉

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  9. Michele Marsh schreibt:

    It’s not free on Amazon Prime in US either 😢😖

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  10. Herba schreibt:

    @Michele: bummer 😦

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  11. Michele Marsh schreibt:

    Yup I’m rather sad 😞 now

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  12. Herba schreibt:

    @Michele: Sorry to hear that 😦

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