Edison – Ein Leben voller Licht (Originalversion)

Die beiden Vorreiter in Sachen Elektrizität Thomas Edison (Benedict Cumberbatch) und George Westinghouse (Michael Shannon) liefern sich ein Rennen darum, welche der beiden Stromarten – Edison arbeitet mit Gleichstrom, Westinghouse mit Wechselstrom – sich durchsetzt und wer als erstes mehr Städte in den USA mit Strom versorgt.
Schnell wird dieser Kampf persönlich und niemand kann vorhersagen, wie das Ganze ausgehen wird…

Ich kenne natürlich den Namen ‚Edison‘, habe aber ansonsten nur wenig Ahnung zum Thema ‚Geschichte der Elektrizität‘.
Trotzdem war ich auf ‚Edison – Ein Leben voller Licht‘ gespannt, weil der Cast interessant aussah. Leider hat der Film meine Erwartunge nnicht wirklich erfüllen können.
Die Geschichte der beiden Erfinder, die ja durchaus miteinander verknüpft ist, wird fast über die gesamte Länge der Zeit parallel zueinander erzählt.
Zu einem Treffen zwischen Edison und Westinghouse kommt es erst ganz zum Schluss, als der Krieg quasi vorbei ist.
Dadurch fand ich es schwierig einen Bezug zu einem der beiden zentralen Figuren herzustellen. Daher fehlte mir auch die emotionale Bindung zu der erzählten Geschichte und so war es mir eigentlich egal, ob nun Edison oder Westinghouse als Gewinner des Wettkampfs hervorgehen würde.
Und so packte mich das Geschehen einfach nicht, auch wenn die Ausstattung sehenswert ist und der Cast einen anständigen Job abliefert.
Shannon hat vielleicht den etwas einfacheren Job, weil seine Figur etwas zugänglicher ist und nicht, wie Cumberbatchs Edison, nur besessen seinen Erfindungen nachgeht und darüber seine Familie vernachlässigt.
Beide Männer sind mit sympathischen Frauen ausgestattet. Doch während Katherine Waterston als Marguerite Westinghouse einigen Einfluss auf ihren Mann hat, kann Tuppence Middleton als Mary Edison nur wenig ausrichten, wenn es darum geht, ihren Mann aus seiner Werkstatt herauszulocken.
Ihr Schicksal, das im Film nur wenige Minuten einnimmt, war der Subplot, der mich am meisten bewegt hat und das sagt über einen Film, der 103 Minuten dauert, schon einiges aus.
Genauso sinnlos fand ich Nikola Teslas (Nicholas Hoult) Erscheinen, der meiner Meinung nach nur wenig für die Fortführung der Geschichte tut.
Mein Lichtblick war Tom Holland als Edisons Assistent Samuel Insull, der durchgehend eine ziemlich interessante Haarpracht zeigen durfte, von dem ich mir aber auch ein wenig mehr Feuer gewünscht hätte, was die Darstellung seiner Figur angeht.
Insgesamt hat mich ‚Edison – Ein Leben voller Licht‘ leider eher enttäuscht, weil mir die Handlung viel zu spannungsarm inszeniert wurde und ich mir mehr Begeisterung für diese wichtige Entwicklung in der Menschheitsgeschichte gewünscht hätte.

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Ein englischer Trailer

Ein deutscher Trailer

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11 Antworten zu Edison – Ein Leben voller Licht (Originalversion)

  1. Servetus schreibt:

    I had a similar reaction — wanted to love it, ended up not hating it but feeling a little disappointed. The gossip was this was the film that Harvey Weinstein was going to use to get Cumberbatch an Oscar. Somewhat exaggerated!

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  2. nettebuecherkiste schreibt:

    Ich bin gerade weniger über den Film erstaunt, als über die Tatsache, dass es Eltern gibt, die ihr Kind allen Ernstes „Tuppence“ nennen…

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  3. nomadenseele schreibt:

    „Genauso sinnlos fand ich Nikola Teslas (Nicholas Hoult) Erscheinen, der meiner Meinung nach nur wenig für die Fortführung der Geschichte tut.“

    Tesla ist die zentrale Figur überhaupt, da er sich um die Nutzbarmachung des Wechselstroms verdient gemacht hat. Ohne ihn gäbe es die Geschichte gar nicht.

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  4. Herba schreibt:

    @Servetus: That sums it up pretty well.
    An Oscar für that? Naaaaa, I don’t think so. All the actors weren’t bad but definitely not Oscar worthy in my opinion.

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  5. Herba schreibt:

    @Nettebücherkiste: Was soll ich sagen? Die spinnen, die Briten 😉

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  6. Herba schreibt:

    @nomadenseele: Leider erzählt das der Film meiner Meinung nach so nicht. Aber ich gebe zu, dass ich auch nicht mehr sonderlich aufmerksam war, als Tesla ein wenig mehr Screentime bekommen hat.

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  7. nomadenseele schreibt:

    Der Film verlangt sehr viel Hintergrundwissen, ich bin auch an vielem gescheitert. Aber dass die Nutzbarmachung von Wechselstrom ihm zu verdanken ist, wusste ich noch aus einem Hörbuch. Ohne ihn hätte es den Stromkrieg nie gegeben (und Vieles andere auch nicht, er war wirklich einer der ganz Großen.)

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  8. Herba schreibt:

    @Nomadenseele: Danke für die Infos. Das bestätigt mich leider in meiner Meinung über den Film. Schade, ich hätte ihn gern gemocht

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  9. nomadenseele schreibt:

    Ich habe ihn auch nicht gemocht: https://nomasfilmblog.wordpress.com/2021/02/26/edison-ein-leben-voller-licht/

    Ich denke, es ist ein Film für Technik-Nerds und ich bin gespannt, wie er meinem Vater gefällt.

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  10. nettebuecherkiste schreibt:

    Oh ja. Leider nicht mehr nur, was solche Dinge angeht 😦

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  11. Herba schreibt:

    @NetteBücherkiste: DAS hast Du jetzt gesagt 😉

    Gefällt 1 Person

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