Krimis und ich

Noch bis heute läuft unser aktuelles #MachWas!-Thema ‚Krimis‘. Aber was sind eigentlich Krimis?

Ich würde sagen, dass es dabei darum geht Straftaten wie Mord, Entführung, Erpressung oder schweren Raub aufzuklären.
Mindestens ein Ermittler, der entweder Polizist ist, einer anderen Strafverfolgsungsbehörde angehört oder professioneller Privatdetektiv ist, aber auch ein ganz normaler Mensch sein kann, der absichtlich oder unabsichtlich in den Fall verwickelt wird, versucht, das Verbrechen aufzuklären.
Oft gibt es auch noch einen Sidekick, der unterstützend wirkt – ob moralisch oder tatsächlich ist dabei egal.
Und während der Handlung entsteht im besten Fall beim Kosnument des Krimis ein gewisses Mass an Spannung, bis das Verbrechen aufgeklärt ist.

Ich bin, wie ich schon öfter erzählt haben dürfte, mit den Krimiserien des ZDFs aufgewachsen. Derrick, Der Alte, Ein Fall für Zwei und Soko 5113 waren regelmäßige Fernsehtermine für meinen Vater, wenn er Zeit hatte und in Zeiten, wo es in Haushalten nur einen Fernseher und auch nur fünf Programme zur Auswahl gab, kam man als Kind gar nicht umhin, sich das auch anzusehen.
Das ging auch sehr gut, weil diese Serien relativ unblutig inszeniert wurden und es nicht zu befürchten stand, dass ich mit Alpträumen zu kämpfen hätte, nachdem ich etwas davon gesehen hatte.
Diese Serien sind alle klassische Beispiele für Krimis, die immer nach dem gleichen Muster abliefen.
Meine Mutter wußte meist schon nach 10 bis 15 Minuten recht sicher, wer der Übeltäter war und hat das an mich weitergegeben.
Mein Vater fand diesen Wunsch selber offen mitzurätseln eher merkwürdig, er wollte einfach unterhalten werden.
Auch heute schaue ich noch sehr gern (vor allem) amerikanische Krimiserien, die genau wie die deutschen Klassiker, mit einem Fall der Woche inszeniert werden. Das mag oft nicht sonderlich innovativ sein, aber ich kann dabei herrlich entspannen und vor allem abschalten.

Beim Lesen wurde ich definitiv durch Sherlock Holmes und Miss Marple mit Krimis bekannt gemacht, auch wenn ich nicht mehr genau weiß, wann genau ich meinen ersten Conan Doyle oder Christie gelesen habe.
Als wir in der siebten Klasse im Englischunterricht ‚The Hound of the Baskervilles‘ lasen, kannte ich jedenfalls sowohl den bekannten Detektiv als auch diese Geschichte schon.
Als Teen und Twen war meine Lektüreauswahl allerdings noch diverser. Ich las mich durch historische Romane, Liebesromane, Krimis, Thriller und ab und an war sicher auch mal was Phantastisches dabei.
In den letzten zehn Jahren habe ich schon das Gefühl, dass ich vor allem auf Thriller und Krimis zurückgreife und im Vergleich nur ab und an mal etwas anderes auswähle.
Das liegt zum einen daran, dass ich auch bei Büchern am einfachsten mit Krimis und Thrillern entspannen kann. Aber auch ein bißchen daran, dass ich durch das immer gleiche Gerüst auch mit einer etwas kleineren Aufmerksamkeitsspanne einen gewissen Lesefluss aufbauen kann, so lange der Krimi halbwegs gut ist.

Und auch bei Filmen greife ich gerne zu Krimis, auch wenn hier die Übergänge zu anderen Genres wohl am fließendsten sind und es mir immer sehr schwer fällt, abseits von Klassikern, gezielt zu einem Krimi zu greifen.

Wie Krimiaffin ich bin, zeigt hier auf dem Blog auch meine Schlagwortwolke, die ich beim Erinnerungspost zum aktuellen Thema geteilt hatte.

Leider bin ich wenig kreativ, was das Schreiben von Krimis angeht, daher habe ich mir für die vier Wochen, die das #MachWas! lief vorgenommen, mal bewußt noch eher zu Krimis zu greifen, als zu etwas anderes.
Wenig erstaunlich, dass ich dabei festgestellt habe, dass mir das überhaupt nicht schwer fällt, frei nach dem Motto: Mord ist ihr Hobby

Von den Serie, denen ich im Januar eigene Posts gewidmet habe, ist eine (Years and Years) kein Krimi und eine (BBCs Bodyguard) würde ich eher als Spionagethriller, als als Krimi labeln.
Alle anderen (Der junge Inspektor Morse, Strike und Death in Paradise) sind klassische Whodunits und passten perfekt zum Thema.

Bei den Büchern, über die ich geblogt habe (Böses Blut, Die Totenfrau von Edinburgh), ist es ganz eindeutig. Beide sind klassische Krimis, einer zeitgenössisch, einer historisch.
Gelesen habe ich im Januar natürlich noch mehr. Die Bücher sind alle bei Instagram dokumentiert (zum Beispiel hier und hier) und auch das sind zumeist klassische Krimis.

Was Hörbücher angeht, hör ich eigentlich immer nur eins, aber da ich Anfang des Jahres mit einem Märchenhörbuch gestartet bin (übrigens auch recht blutig zwischendurch), brauchte ich vor circa zwei Wochen eine kleine Pause und habe begonnen parallel dazu ‚The Mysterious Affair at Styles‘ von Agatha Christie zu hören.
Ein Krimi, wenn wunderts

Wie erwartet sieht das Ganze bei Filmen etwas anders aus. Hier war in den letzten vier Wochen Fantasy (HdR), ein Historiendrama (Harriet – Der Weg in die Freiheit), ein zeitgenössisches Kammerspiel (Die zwei Päpste) und ’nur‘ zwei Krimis (21 Bridges, Sherlock Holmes (2009)) dabei.

Ich darf also mit Fug und Recht behaupten, dass Krimis mir als Genre in allen Formen sehr liegen, mich entspannen und auch wieder runterbringen, wenn ich wegen irgendwas genervt oder sauer bin. Ein echtes Lieblingsgenre!

* * * * * * * * * * * * * * * * *

Dieser Text ist für das Gemeinschaftsblogprojekt von Poe und mir entstanden; das Thema ‚Mach was…Krimi‘.
Gesamter Text © Herba für ‚Unkraut vergeht nicht…oder doch?‘
Bitte nicht ungefragt zitieren oder weiterverwenden!!!

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7 Antworten zu Krimis und ich

  1. Wortman schreibt:

    Ich empfehle dire auf alle Fälle bei Prime/Netflix/Mediatheken das Anschauen dieser skandinavischen, isländischen, belgischen und französischen Noir – Krimiserien… Die sind ein Genuss.

    Gefällt mir

  2. Herba schreibt:

    @Wortman: Danke für den Tipp

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  3. Pingback: Medienjournal: Media Monday #501 | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

  4. Wortman schreibt:

    Immer gern geschehen. Bin seit längerer Zeit schon durch und durch Fan geworden.
    Wenn du eine Serienliste brauchst, sag Bescheid 🙂

    Gefällt 1 Person

  5. Servetus schreibt:

    I’ve also been reading them since I was very young and love them. With this „mach was‘ I didn’t participate because i couldn’t figure out how to narrow it down!

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  6. Herba schreibt:

    @Servetus: Yeah, there are so many of them

    Gefällt 1 Person

  7. Michele Marsh schreibt:

    I love Murder She Wrote it was my mums favorite show.

    Gefällt 1 Person

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