Spitzbuben

Vor dem eigentlichen Rezept, gibt es heute erstmal Blabla. Wer das nicht lesen will, bitte nach unten scrollen!

Das aktuelle #MachWas!-Thema war ‚Mach was…mit (Weihnachts)Plätzchen und ICH habe das ausgesucht. Also kann ich nichtmal jemand dafür ausschimpfen 😉
Die Sache ist nämlich die: ja, ich backe Kuchen und auch mal anderes Zeug, aber ich habe seit Jahrzehnten keine Weihnachtsplätzchen mehr gebacken.

Ich kann mich daran erinnern, dass meine Mama immer welche gebacken hat, als ich klein war.
Aber der, der in meiner Familie am liebsten Weihnachtsplätzchen gegessen hat, war mein Vater und als der Anfang der Neunziger mit Zöliakie diagnostiziert wurde, war Backen stellenweise noch ziemlich frustrierend, also gab es einen Familienrat mit den weiblichen Mitglieder der Family und es wurde einstimmig beschlossen, keine mehr zu backen….und es fehlte auch nicht.

Als die Kids meiner Schwester klein waren, wurde diese Tradition wieder aufleben lassen und sowohl meine Mutter, als auch meine Schwester tobten sich jedes Jahr zu den Klängen der unvermeidlichen Weihnachts-CD von Rolf Zuckowski und seinen Freunden aus.

Mein Neffe hat sich (vielleicht auch daher?) zu einem Plätzchenesser entwickelt, während meine Nichte echt gern backt und durchaus auch mal selbst einen Kuchen fabriziert.
Meine Mama bekam in den letzten Jahren immer von einer lieben Freundin von mir eine große Kiste selbstgebackener Plätzchen geschenkt und ich kaufe mir, sobald es sie gibt, eine Packung glutenfreier Lebkuchen und wenn ich die gegessen habe, ist das Thema Weihnachtsgebäck abgehandelt.

Dieses Jahr ist meine Schwester allerdings schon vor drei oder vier Wochen ins Weihnachtsplätzchenbackgeschäft eingestiegen.
Das Haus riecht mindestens einmal am Tag danach, Kollegen, Freunde, Nachbarn und Familie werden damit beschenkt und der Familienhund, der die eigentlich nicht essen darf, weil zu süß, hat vor lauter Geruchsfrust, die Sache in die eigene Pfote genommen und zum ersten Mal in seinem Leben Essen in Form von mindestens 20 Vanillekipfel und Spitzbuben vom Wohnzimmertisch meiner Schwester geklaut…

Und ich? Tja, mir haben die Backdämpfe scheinbar so mein Hirn vernebelt, dass ich nun auch mal welche backen wollte.
Dazu habe ich mir meine Lieblingssorte aus der Kindheit ausgesucht und Spitzbuben gebacken.

Und so gehts:

200 Gramm weiche Butter,
270 Gramm glutenfreies Kuchen & Keksmehl von der Maisterei,
2 Prisen Salz,
100 Gramm gemahlene Mandeln (ohne Schale),
150 Gramm Zucker,
1 Päckchen Vanillezucker und
2 Eier
in einer großen Rührschüssel miteinander vermengen und mit dem Rührgerät (am besten Knethaken benutzen) so lange rühren, bis ein glatter Teig entsteht.

Der fertige Teig auf dem Weg zum Kühlschrank


 
 
 
Diesen dann in Folie einwickeln und mindestens für eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Den Backofen auf 160 Grad (Umluft) vorheizen und Backbleche mit Backpapier auslegen.

 

Fertig für den Ofen!

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf der bemehlten Küchenfläche mit einem Nudelholz ausrollen (mein Teig war ziemlich klebrig, da sollte man mit dem Mehl auf der Arbeitsfläche und Nudelholz nicht sparen).
Nun mit einem runden Keksausstecher Kekse ausstechen, jeden zweiten noch mit einem mittigen kleinen Loch versehen und alle auf Backbleche legen.

 
Bei 160 Grad (Umluft) für circa 10 Minuten backen, bis sie leicht gebräunt sind – nicht zu dunkel werden lassen.

Auf den ausgekühlten Plätzchen Marmelade nach Wahl verteilen und Deckel mit Loch drauf. Wer will, darf auch gern noch Puderzucker draufstreuen…fertig!

Die fertigen Spitzbuben in ihrer Keksdose

Das Rezept ist auf das Mehl der Maisterei (über deren Onlineshop in ganz Deutschland erhältlich, wie noch viele andere Mehle und leckere glutenfreie Backwaren auch) ausgelegt.
Ob es mit anderen Mehlsorten auch lecker wird, kann ich nicht sagen. Also Obacht beim Nachbacken!

Dieser Blogpost enthält unbezahlte Werbung

* * * * * * * * * * * * * * * * *

Dieser Text und die Fotos sind für das Gemeinschaftsblogprojekt von Poe und mir entstanden; das Thema ‚Mach was…mit (Weihnachts)Plätzchen‘.

Dieser Beitrag wurde unter Rezepte abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

11 Antworten zu Spitzbuben

  1. Die Pö schreibt:

    Die sehen sehr lecker aus!

    Liken

  2. Herba schreibt:

    @Pö: meiner Mama, dem Hund und mir schmecken sie 🙂

    Gefällt 1 Person

  3. Servetus schreibt:

    They look pretty convincing if you ask me!

    I have to apologize to you — I did buy all the ingredients for a post, but they’re stuck in the trunk of my car due to dad’s current fixations. Maybe I’ll still get around to it.

    Liken

  4. Herba schreibt:

    @Servetus: Thanks. My mom and the dog like them and I find them tasty too, so it was a success I guess 🙂

    Nonsens!!! No apology needed at all. If you find the time and headspace it’s fine, if not than not 😉

    Gefällt 1 Person

  5. Esther schreibt:

    Das sieht ja richtig professionell aus! Auch schön Dein Verhältnis zu Plätzchen backen zu lesen. 🙂

    Entschuldige, dass ich dieses Mal nicht mit dabei war – ausser dass ich Plätzchen lekker finde habe ich eigentlich kein Verhältnis dazu und zum selbst backen erst gar nicht. Dieses Mal also leider keine Inspiration um etwas zu schreiben…

    Gefällt 1 Person

  6. Herba schreibt:

    @Esther: Na ja, professionell ist sicher was anderes 😉 Aber ich bin ganz zufrieden und Hauptsache ist ja eh, dass sie schmecken.
    Du mußt Dich doch nicht entschuldigen! Das Ganze soll ja Spaß machen und kein Zwang sein.

    Gefällt 1 Person

  7. Esther schreibt:

    Ja, weiss ich auch, aber da ich ja oft mitmache hatte ich doch ein klitzekleines Schuldgefühlchen. 😉

    Liken

  8. Herba schreibt:

    @Esther: Das ist süß von Dir ❤

    Gefällt 1 Person

  9. Michele Marsh schreibt:

    Herba I’m not a baker per se but these sound delicious snd I’ll take Sams testimony
    on the sweets too bless his heart!

    Liken

  10. Herba schreibt:

    @Michele: WIth this you can’t do a lot wrong, it’s really easy to make. All you need is a bit of patience 🙂

    Gefällt 1 Person

  11. Michele Marsh schreibt:

    Herba 😘❤️👍

    Gefällt 1 Person

Ich freu mich über Kommentare! Indem Du die Kommentarfunktion hier nutzt, erklärst Du Dich mit der Verarbeitung Deiner angegebenen Daten durch Automatic Inc. sowie den Dienst Gravatar einverstanden.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.