Der NDR zeigt ab heute Abend (24.11.) die erste Staffel der britischen Krimiserie ‚Traces‘

Emma Hedges (Molly Windsor) kommt nach Dundee, um sich am Institut für Forensik und Anatomie weiterzubilden. Die 23jährige ist dort geboren, zog jedoch als Siebenjährige zu ihrer Tante (Neve McIntosh) nach Manchester, nachdem ihre Mutter (Carly Anderson) ermordet wurde.
Nun versucht Emma alles, um Antworten zu finden und den Mörder zu überführen. Unterstützt wird sie dabei von den beiden Professorinnen Sarah Gordon (Laura Fraser) und Kathy Torrance (Jennifer Spence) und dem Polizist Neil McKinven (Michael Nardone)…

Ich bin durch Martin Compston auf ‚Traces‘ aufmerksam geworden, den ich aus der Serie ‚Line of Duty‚ kenne und sehr schätze.
Allerdings ist er hier keine Hauptfigur, der Dreh- und Angelpunkt dieser ersten Staffel ist Molly Windsor als Emma.
Zurück in Dundee kommen die Gefühle nach dem gewaltsamen Tod der Mutter wieder hoch und Emma will unbedingt Antworten. WIe so oft in solchen Formaten entwickelt sie sich zu jemandem, der wie ein Bulldozer ohne Rücksicht auf Verluste vorgeht.
Das stört mich allerdings weniger als die Tatsache, dass auch Emma irgendwann als hysterische Frau dargestellt wird, die vollkommen die Bodenhaftung verliert – echt nervig! Als ob Männer in solchen Ausnahmesituationen nicht am Rad drehen würden.
Geärgert hat mich in diesem Zusammenhang auch eine Szene mit Vincent Regans Figur, von dem sich Emma bedroht fühlt und der auch definitiv zu weit geht. So weit, dass tatsächlich die Polizei involviert wird, auch wenn er sie nicht angefaßt hat. Und keinem der Zeugen fällt ein zu sagen, dass er nur ein paar Schritte zurück hätte gehen müssen, um sie wieder etwas zu beruhigen. Das war wirklich strange.
Aber ich schweife ab. Denn eigentlich ist ‚Traces‘ eine solide Krimiserie mit durchaus sympathischen Figuren und einem halbwegs spannenden Kriminalfall.
Der Cast ist durchgängig solide, die wissenschaftliche Umgebung hat mir gut gefallen, weil sie nie zu klinisch oder technisch wirkte und die beiden Professorinnen sind zwar vielleicht ein wenig abgehoben, aber nie zu hochtrabend oder unsozial, um zum Klischee zu verkommen.
Als Zuschauer konnte ich gut miträtseln, wer wohl am Ende als Täter überführt werden würde und auch wenn ich circa ab Ende der vierten Folge wußte, wer es vermutlich war, hat das Schauen der restlichen Folgen mich weiterhin gut unterhalten.
All das macht die erste Staffel von ‚Traces‘ zu keiner überragenden, aber durchaus zu guter Krimiunterhaltung mit einem eher unbekannten schottischen Setting und Schauspielern, die man nicht ständig in britischen Produktionen zu sehen bekommt.
Ich bin gespannt, ob es in der zweiten Staffel mit Emma weitergehen wird oder ob sich die beiden Professorinnen mit dem Polizist zu einem neuen Fall zusammenfinden werden. Ich werde definitiv wieder einen Blick riskieren.

‚Traces‘ in der ARD-Mediathek (mit deutschem Trailer)
‚Traces‘ bei Alibi
Die Serie im deutschen Fernsehen – Termine
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Ein englischer Trailer

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4 Antworten zu Der NDR zeigt ab heute Abend (24.11.) die erste Staffel der britischen Krimiserie ‚Traces‘

  1. Wortman schreibt:

    Der Trailer hat mich jetzt nicht irgendwie animiert, da mal hineinzuschauen.

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  2. Danke für den Tipp!

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  3. Herba schreibt:

    @AequitasEtVeritas: Gerne!

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  4. Michele Marsh schreibt:

    I love Line of Duty!!
    Sounds intriguing will put it on watchlist❤️👍

    Gefällt 1 Person

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