The Salisbury Poisonings (Originalversion)

Salisbury, 04. März 2018:
Sergei (Wayne Swann) and Yulia Skripal (Jill Winternitz) werden bewußtlos auf einer Bank im Stadtzentrum gefunden.
Die Rettungskräfte vor Ort gehen von einer Drogenüberdosis bei Vater und Tochter aus.
Doch als bekannt wird, dass Sergei Skripal ehemaliger, russischer Militärgeheimdienstoffizier war, der als Doppelagent für die Geheimdienste Großbritanniens arbeitete, wird ein nationaler Notfall ausgerufen.
In einer allgemeinen Kraftanstrengung finden die zuständigen Behörden heraus, dass die Skripals mit einem Nervengift namens Nowitschok vergiftet wurden, dass die gesamte Stadtbevölkerung gefährdet…

Als ich im Juli den Trailer zu diesem Dreiteiler gesehen habe, war meine erste Reaktion ‚Wow, ob das nicht zu früh kommt!‘, denn die Geschehnisse sind ja noch nicht wirklich lange her.
Trotzdem war ich neugierig, denn natürlich habe ich damals mitbekommen, dass ein ehemaliger russischer Doppelagent auf britischem Boden vergiftet wurde und ich war auf die filmische Umsetzung sehr gespannt.
Zumal mit Anne-Marie Duff, MyAnna Buring und Rafe Spall Schauspieler mitwirken, die ich gern sehe.
Jede der drei Folgen beginnt mit dem eingeblendeten Text: ‚2018 wurde die Bevölkerung mit einer Krise konfrontiert, wie es sie vorher so noch nie gab. Eine britische Stadt wird mit einer chemischen Waffe attackiert. Das ist ihre Geschichte, die auf ausführlichen Interviews und Augenzeugenberichten basiert.‘
Das die dargestellten Betroffenen wohl wirklich kooperiert und hilfreich mitgewirkt haben, sieht man dann spätestens am Ende des Dreiteilers, wenn die ‚echten‘ Menschen mit einem Text, wie es ihnen mittlerweile geht, eingeblendet werden.
Das spricht definitiv für die Produktion, denke ich und hat mir etwas die Befürchtung genommen, dass Betroffene durch den Dreiteiler verletzt werden.
Von den Darstellern hat mich besonders Spall als Detective Sergeant Nick Bailey und Duff als Tracy Daszkiewicz, die zum fraglichen Zeitpunkt als Public Health Director für Wiltshire für die Gesundheit der Bürger von Salisbury verantwortlich war.
Bailey hat sich im Haus der Skripals selbst mit Nowitschok vergiftet und kämpfte tagelang im Krankenhaus um sein Leben. Diesen Kampf stellt Spall glaubhaft da und auch Duff zeigt den Druck unter dem ihre Figur steht anschaulich und eindringlich.
Mir war damals zu keiner Zeit bewußt, wie gefährlich Nowitschok ist und wie schwierig es für die Verantwortlichen war, die Öffentlichkeit zu schützen.
Das zeigt mir mal wieder, dass ich nicht in der Haut von Politikern und Verantwortlichen stecken möchte, wenn solche Krisen passieren – bei aller Kritik, die teilweise sicher manchmal angebracht ist.
Von den politischen Verwerfungen handelt der Dreiteiler übrigens nur sehr am Rande, die Geschädigten stehen hier ganz klar im Mittelpunkt und auch wenn mich die Politik dahinter durchaus weiter interessiert hätte, finde ich es gut, dass die Opfer im Vordergrund stehen.
Man kann vielleicht darüber streiten, ob man das Ganze auch in zwei statt drei Teilen hätte zeigen können, aber insgesamt hat mir ‚The Salisbury Poisonings‘ wirklich gut gefallen.
Guter Cast, interessante Geschichte nach wahren Begebenheiten und ein stimmiges Setting und daher für mich sehenswert.

‚The Salisbury Poisonings‘ bei der BBC
‚The Salisbury Poisonings‘ bei Amazon.de (Affiliate-Link)
Die Serie im deutschen Fernsehen – Termine

Ein englischer Trailer

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12 Antworten zu The Salisbury Poisonings (Originalversion)

  1. Michele Marsh schreibt:

    Herba this sounds so intriguing! I do like political dramas/thrillers so I will definitely look into this one! Thanks ❤️😁

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  2. Servetus schreibt:

    I just saw a documentary about this somewhere. Horrible story. I may not be ready for drama about it!

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  3. Herba schreibt:

    @Michele: It is a unbelievable story, that’s for sure. You’re welcome

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  4. Herba schreibt:

    @Servetus: Yes. It must have been madness at the time in Salisbury. All the poor people!

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  5. Servetus schreibt:

    I was there once. It’s really a calm little place with some Stonehenge tourism attached. Not the kind of place that expects this sort of thing to happen.

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  6. nettebuecherkiste schreibt:

    Salisbury ist „meine“ Stadt in England, wirklich komisch, wenn dort so etwas passiert…

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  7. Herba schreibt:

    @Servetus: Yes, it looked like a nice little town in the three parter.

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  8. Herba schreibt:

    @Nette: Da warst du länger, oder?

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  9. nettebuecherkiste schreibt:

    Nee, das war in Edinburgh. Aber in Salisbury war ich sehr oft, habe mehr Zeit dort verbracht als in jeder anderen englischen Stadt.

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  10. Servetus schreibt:

    I’m watching the second episode of this right now — you’re right, definitely worthwhile.

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  11. Herba schreibt:

    @Servetus: Ah, glad you find it worthwhile too. Such a chilling situation…

    Gefällt 1 Person

  12. Pingback: BBC’s ‚Der Giftanschlag von Salisbury‘ morgen (10.6.) bei Arte | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

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