Perry Mason, Staffel 1 (Orignalversion)

Los Angeles, 1932:
Der heruntergekommene Privatdetektiv Perry Mason (Matthew Rhys), der unter einem Weltkriegstrauma und seiner Scheidung leidet, wird von E.B. Jonathan (John Lithgow), einem erfahrenen Anwalt und väterlichen Freund angeheuert, um im Fall eines entführten Babys zu ermitteln.
Schnell wird klar, dass in diesem Fall nichts so ist, wie es zu sein scheint…

Ich habe die gleichnamige Originalserie aus den Fünfziger und Sechziger Jahren nie gesehen und wußte im Vorfeld nur, dass es sich dabei um eine Anwaltsserie handelt.
Aber da ich Matthew Rhys immer gerne sehe, vor allem seit seiner Rolle in „The Americans“ und auch die Zeit der großen Depression sehr spannend finde, war klar, dass ich mir diese Serie anschauen würde, sobald sich die Gelegenheit ergibt und dank des Sky-Abos meiner Schwester war das nun möglich.
Wie ein Privatermittler zum Anwalt der Urserie passen würde, war mir nicht ganz klar, aber die Serienmacher haben das großartig gelöst.
Und falls jemand die alte Serie kennt, wird er ein paar Namen wie Della Street (Juliet Rylance) und Paul Drake (Chris Chalk) in der neueren Version wiedererkennen. Denn es handelt sich hierbei nicht per se um eine Neuauflage, vielmehr wird die Vorgeschichte von Mason erzählt, die ich aber auch ohne irgendwelches Vorwissen genossen habe.
Denn die Ausstattung ist wirklich sehenswert, wobei ich vor allem den Kontrast zwischen den von der Wirtschaftskrise gebeutelten Menschen zum einen und der wohlhabenden ‚Hollywood‘-Welt sehr gut dargestellt fand.
Mason selbst ist ein Kriegsveteran, der in Europa diente und eine Kriegsneurose mit nach Hause brachte, die vermutlich zu seinem übermässigen Alkoholkonsum und auch zu seiner Scheidung führte.
Frau (Gretchen Mol) und Sohn (Cooper J. Friedman) lernt man nur kurz kennen, aber der Zuschauer merkt doch, dass Mason sehr an seinem Sohn hängt, auch wenn er kein aufmerksamer Vater ist und auch mit seiner Frau noch nicht abgeschlossen zu haben scheint.
Rhys spielt das sehr überzeugend und sympathisch, auch wenn ich ihm zwischendurch gern mal in den Hintern getreten hätte.
Gut gefallen hat mir auch der restliche Cast, der sehr homogen agiert und eine rundum gelungene Leistung abliefert.
Herauszuheben ist vielleicht noch Tatiana Maslany als Predigerin Schwester Alice, die mir mal wieder gekonnt vor Augen geführt hat, dass mir der amerikanische Umgang mit Religion oft sehr fremd ist.
Sowohl den Kriminalfall, als auch das Drumherum fand ich spannend und ich habe die 8 Folgen der ersten Staffel mal wieder innerhalb eines WEs gebingt.
Daher freue ich mich sehr, dass es mindestens eine weitere Staffel geben wird und kann es kaum erwarten, Perry, Della und Paul wiederzutreffen.
Insgesamt halte ich ‚Perry Mason‘ für eine absolut gelungene und sehenswerte Serie, die unterhält, sich aber auch mit Problemen der Zeit, wie Rassismus und Armut, auseinandersetzt.

‚Perry Mason‘ bei Sky Deutschland
‚Perry Mason‘ bei HBO
Die Serie im deutschen Fernsehen – Termine
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Ein deutscher Teaser

Ein englischer Trailer

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7 Antworten zu Perry Mason, Staffel 1 (Orignalversion)

  1. Michele Marsh schreibt:

    Herba I loved Matthew Rhys in The Americans
    This is one my watchlist and good idea for a weekend binge fest!

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  2. Herba schreibt:

    @Michele: It was really entertaining and watchable for me. And Rhys has such a boyish and roughed up charme in it.

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  3. Michele Marsh schreibt:

    Yes I really liked The Americans although the last season was a bit disappointing
    He’s Welsh too and listening to him speak is delightful! I can see why Keri Russell fell for him!! His humor is devilishly charming ❤️❤️👏😃

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  4. Herba schreibt:

    @Michele: Sadly no welsh accent for him in this, but he sure is charming at times as Perry Mason too 🙂

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  5. Michele Marsh schreibt:

    Herba ahh nice !!!! 🤗

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  6. SueBC schreibt:

    I do, in fact, remember the old Perry Mason series which was on TV in reruns when I was a kid. In fact, I and still hear his voice, loudly accusing the murderer in court! I think it was probably wise for them to take a new approach and do a bit of back story. I do love Tatiana Maslany. She was phenomenal in „Orphan Black“ where she played multiple characters.

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  7. Herba schreibt:

    @SueBC: Yes, going back to his younger days is a good move and ensures a possible long run for the show too.
    I really liked her in this role as Sister Alice, interesting and sometimes hard to play I guess.

    Gefällt 1 Person

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