Das Manuskript von John Grisham [Werbung]

Der Buchhändler Bruce Cable ist auf der Insel Camino Island, die zum Bundesstaat Florida gehört, eine Institution.
Mit seiner erfolgreichen Buchhandlung unterstützt er Autoren, wo er nur kann und schafft es immer wieder Buchverkäufe anzukurbeln.
Als Hurrikan Leo anrauscht, wird die Insel evakuiert, doch Bruce bleibt mit einigen wenigen Anwohnern auf der Insel zurück. Mehr als zehn Menschen sterben und unter den Opfern ist auch Nelson Kerr, ehemaliger Anwalt, Thrillerautor und Freund von Bruce.
Doch wurde Kerr wirklich von einem herumwirbelnden Ast erschlagen?

John Grisham ist ein erfahrener Autor mit einem recht gut lesbaren Schreibstil und einem Auge für interessante Figuren.
Mit Bruce Cable ist ihm eine weitere Hauptfigur gelungen, die viel Stoff liefert, dem Leser sympathisch sein kann, aber nicht nur gut ist, sondern auch genug Graustufen bildet, um interessant zu bleiben.
Ich kannte Bruce schon aus dem Roman ‚Das Original‘, Grishams ersten Buch, das auf Camino Island spielt und bei dem man ganz viel über ihn erfährt.
Eine Kenntnis von ‚Das Original‘ ist allerdings nicht unbedingt von Nöten, wenn man ‚Das Manuskript‘ lesen will, denn alle wichtigen Hintergrundinformationen werden dem Leser zu den Figuren geliefert, mal in Kurzform, mal länger ausgearbeitet.
Nur wenn man so ein Ich-lese-Reihen-nur-in-der-richtigen-Reihenfolge-Junkie ist, wie ich, kann man das eine Buch nicht ohne das andere lesen 😉
‚Das Manuskript‘ begleitet nicht nur Bruce durch die Handlung, sondern auch andere wichtige Figuren. Außerdem hat Grisham auch ein paar Zeitspringe von ein paar Tagen oder Wochen eingebaut, allerdings bewegt sich die Handlung immer stringent nach vorne und springt nicht in die Vergangenheit.
Recht früh ist klar, dass man es vermutlich mit einem Mord an Nelson zu tun hat, das Spannungsmoment der Handlung kommt also allein aus dem ‚wer?‘ und ‚warum?‘ und den so erzeugten Spannungsbigen baut Grisham mit viel Routine auf, genau wie den Ablauf des Hurrikans. Dabei setzt er wie gewohnt nicht auf effektheischende Action, sondern auf eine solide konstruierte Geschichte, die am Ende restlos alle Fragen aufklärt und den Leser mit einer abgeschlossenen Mordermittlung zurückläßt.
Bei einem weniger erfahrenen Autor als Grisham könnte so manche Beschreibung langatmig wirken und die fehlende Action als fehlende Spannung empfunden werden.
Aber Grisham schafft es mit ‚Das Manuskript‘ einen für mich durchaus unterhaltsamen Roman auf den Markt zu bringen, der vor allem von den schillernden Figuren und der besonderen Atmosphäre von Camino Island lebt.
Insgesamt hatte ich mit dem Buch unterhaltsame Lesestunden und ich bin gespannt, ob es noch weitere Bücher rund um Bruce und seine Insel geben wird.

Die Homepage des Autors
John Grisham bei RandomHouse
‚Das Manuskript‘ bei Amazon.de (Affiliate-Link)

Das Taschenbuch wurde mir vom RandomHouse-Bloggerportal als Belegexemplar zur Verfügung gestellt – vielen Dank dafür! Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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