Temple, Staffel 1 (Originalversion)

Die Forscherin Beth Milton (Catherine McCormack) sucht nach einem Heilmittel für eine bisher immer tödlich verlaufende Krankheit.
Als sie selbst daran erkrankt und sich ihr Arbeitgeber weigert, sie einen experimentellen Medikamententest an sich selbst durchführen zu lassen, fingiert ihr Ehemmann, der Chirurg Daniel Milton (Mark Strong) ihren Selbstmord.
Daniel versteckt die mittlerweile komatöse Beth in einem Servicetunnel der Londoner Tubestation ‚Temple‘, wo er mit Hilfe von Lee Simmons (Daniel Mays), einem Prepper und Angestellten der Verkehrsgesellschaft, der für den betreffenden Tunnelabschnitt zuständig ist, eine illegale und geheime Klinik unterhält.
Wird es Daniel gelingen, Beth zu heilen? Und wie wird sich die geheime Klinik währenddessen entwickeln?

Wenn Mark Strong die Hauptrolle in einer Serie übernimmt, dann ist es für mich Ehrensache mir diese mal etwas genauer anzuschauen und dank dem Sky-Abo meines Schwagers, was das nun auch wunderbar möglich.
Bei ‚Temple‘ handelt es sich um das britische Remake der norwegischen Produktion ‚Valkyrien‘, die 2019 ausgestrahlt wurde.
Der Stoff war wohl so überzeugend, dass Strongs Frau, die erfahrene Produzentin Liza Marshall für ‚Temple‘ als Produzentin fungiert.
Zum Original kann ich nichts sagen, weil ich die Serie nicht gesehen habe, aber ich kann gut nachvollziehen, dass Strong die Rolle als Daniel Milton so anziehend fand.
Und ich finde ihn großartig als Arzt, der von seinen Patienten geliebt und von seinen Kollegen geschätzt wird.
Noch mehr Tiefe bekommt die Figur im Lauf der ersten Staffel durch verschiedene Charakterzüge, die man als Zuschauer erst nach und nach entdeckt und am Anfang auch nicht unbedingt vermutet hätte – so ging es mir zumindest.
Auch Daniel Mays paßt sehr gut in seine Rolle. Lee kommt sehr sympathisch daher, vielleicht weil er zwar von seinem Leben als Prepper erzählt, aber nicht zu aufdringlich damit umgeht und ich unweigerlich Mitleid mit ihm hatte, als er von einem Arbeitskollegen deswegen gehänselt wird.
Aber auch an ihm ist mehr dran, als der leicht naive Spinner, den er in den ersten paar Folgen verkörpert.
Sein Lee sorgt dann auch für eine leicht humoristische Note, die die ansonsten stimmlich sehr dunkle Serie immer wieder auflockert.
Leicht genervt hat mich Lily Newmark als Eve, der Tochter von Beth und Daniel. Das lag aber eher an der Figur, die Newmark verköpert, als an der Schauspielerin selbst. Ich fand Eve unglaublich anstrengend und ziemlich verzogen und sie ist eine der wenigen Figuren, die in der zweiten Staffel gern fehle darf. Vielleicht würde ihr ein Auslandssemester gut tun…
Carice van Houten bleibt mit Anna, einer Kollegin von Beth, ihrem Rollentyp, mit dem ich sie verbinde, treu und gibt wieder einmal die leicht Unterkühlte, was durchaus zu der Rolle paßt, aber nicht unbedingt den Preis für die beliebteste Figur im Cast bringt.
Diesen Part würde ich vermutlich Tobi King Bakare zusprechen. Er spielt Jamie, einen Bekannten von Lee, der das Talent hat, sich ungewollt in Schwierigkeiten zu bringen und dahr auch in der Klinik von Doktor Milton landet.
Ihn mußte ich direkt ab seiner ersten Szene einfach mögen….was hab ich gelacht!
Ziemlich furchterregend fand ich überraschenderweise Wunmi Mosaku als Mutter von einem von Jamies Freunden. Wow, kann diese Frau die aggressive Übermutter gut spielen.
Dagegen ist Craig Parkinson als ihr Lover und Erfüllungsgehilfe fast harmlos.
An dem großen Lob für die Beteiligten kann man vielleicht sehen, wie gelungen ich das Casting hier finde.
Und das ist für mich auch ein Hauptgrund dafür, dass ich beim Schauen so viel Spaß hatte.
Die Geschichte, die immer wieder von der Gegenwart in die Vergangenheit springt, ist spannend und unterhaltsam, wird zuweilen aber doch etwas abstrus, vor allem vermutlich vom medizinischen Standpunkt.
Trotzdem verkaufen die Schauspieler das Geschehen hervorragend und so freue ich mich schon sehr auf Staffel Zwei, auch wenn mich der stellenweise disonante Soundtrack etwas angestrengt hat.
Und ich kann kaum erwarten, wie es mit Daniel, Lee und Jamie weitergeht und wie sie sich weiterentwickeln dürfen.
Wer also über kleinere (oder auch größere) Unregelmäßigkeiten bei medizinischen Darstellungen und ein paar Logiklöchern im Plot hinwegsehen kann und gerade Beschäftigung braucht, kann hier meiner Meinung nach durchaus mal einen Blick riskieren.

‚Temple‘ bei Sky Deutschland
Die Serie im deutschen Fernsehen – Termine

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2 Antworten zu Temple, Staffel 1 (Originalversion)

  1. Michele Marsh schreibt:

    Herba I saw adverts for this show in London last Sept and it looked good!!
    Sounds intriguing especially since I like Mark Strong as an actor
    Don’t know too much about him but always helps to have a producer wife 😂😉
    Great synopsis 👍

    Liken

  2. Herba schreibt:

    @Michele: He is a bit underrated in my book, because he can pull of a wide range of characters – always good to see him in my book!

    Gefällt 1 Person

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