New York in den 50igern:
Lionel Essrog (Edward Norton) muss dabei zusehen, wie sein Mentor und einziger Freund Frank Minna (Bruce Willis) erschossen wird.
Daraufhin versucht der Privatermittler mit Tourette-Syndrom alles, um herauszufinden, wer hinter dem Mord steckt und wieso der Chef der Dektektei, für die Lionel arbeitet, ermordet wurde…
Seit ich Norton in ‚Zwielicht‘ gesehen habe, halte ich ihn für einen absolut großartigen Schauspieler und verfolge seine Karriere eher lose mit.
‚Motherless Brooklyn‘, bei dem Norton nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern auch Regie führt, das Drehbuch schrieb und als Produzent mitwirkte, hat mich vor allem wegen der Tatsache interessiert, dass Lionel an Tourette leidet.
Dieses Krankheitsbild, das noch heute für einiges Kopfschütteln sorgt, dürfte in den Fünfziger Jahren für die Betroffenen noch schwieriger gewesen sein und das spiegelt der Film meiner Meinung nach auch gut wieder.
Lionel unterdrückt seine Ticks so gut es geht und entschuldigt sich immer wieder, sorgt aber eben auch oft genug für Aufsehen, das er gerade als Privatdetektiv nicht gut gebrauchen kann.
Und obwohl das niemand außer Frank zu merken scheint, ist Lionel oft der klügste Mensch im Raum und hat ein fast fotografisches Gedächtnis, das so gut wie nichts vergißt.
Die sanfte Art, wie Norton Lionel spielt, mag ich sehr und dieses Spiel macht für mich einen großen Reiz dieses Films aus.
EBenfalls sehr gerne mochte ich Gugu Mbatha-Raw als Laura, die instinktiv zu wissen scheint, wie sie mit Lionel umzugehen hat und die sich allgemein für ihre Mitmenschen einsetzt.
Der Ton und der Look des Films konnte mich ebenso begeistern, wie die tollen Schauspieler und die Tatsache, dass ich eigentlich kein großer Jazz-Fan bin und der Soundtrack mich trotzdem nicht negativ beeinflußt hat, sagt einiges über den Film aus.
Die Krimihandlung ist eher ruhig als spannend oder nervenaufreibend.
Zwischendurch ist die ein oder andere Szene vielleicht etwas lang geraten und der Film mit seinen 145 Minuten allgemein recht umfangreich. Aber mir wäre konkret nichts eingefallen, was ich als entbehrlich einstufen könnte.
Und so ist ‚Motherless Brooklyn‘ für mich ein feinsinniger Krimi, der sicher nicht jeden Zuschauer begeistern kann, der mir aber gut gefallen hat und den ich allein wegen den beiden Hauptdarstellern jederzeit wieder anschauen würde.
‚Motherless Brooklyn‘ als DVD bei Amazon.de und bei Amazon Video
Ein deutscher Trailer
Ein englischer Trailer
I enjoyed this one a lot, and I didn’t understand the complaints about the length (which was the major thing that the American critics didn’t like).
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@Servetus: I wondered if you saw this one.
I read the complaints about the lenght before I watched it and I have to admitt I never felt bored while watching and haven’t checked my clock once in the cinema.
I also have no idea what scenes you could have cut out to make it shorter…
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Deine Rezension hat mich neugierig gemacht. Jetzt werde ich mal rein schauen….
Danke und liebe Grüße
moni
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Steht schon lange auf meiner Liste.
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@Moni: Das freut mich! Liebe Grüße zurück!
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@DrSchwein: Ich finde es lohnt sich und ich bin immer noch happy, dass es der Film im Dezember in mein Arthouse-Kino vor Ort geschafft hat.
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Das klingt gut.
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I think the story got changed significantly from the book and that led to some additions (I didn’t read the book — don’t care for Lethem’s work, so for me the film probably was an improvement). I thought it was pretty compelling, too, and when you think of how many really long movies have won awards, the length of this one was negligible.
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Herba I agree with Moni and your review has made me curious to watch the movie. I think Ed Norton is very under rated and I am glad he is now expanding into directing and producing and writing what he wants to do!!
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@Servetus: Haven’t read the book either, but really liked what Norton did with the story!
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@Michele: Yeah, he really seems to have found his own way to navigate LalaLand and some kind of fame that he kind of dislikes deeply.
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Herba yup I think when he started he was fast out of the gate then in high profile relationship with Salma Hayek and Courtney Love and all
that attention perhaps detracted from how smart and instinctual an actor he is.
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@Michele: Not sure he dislikes fame because of the attention his private affairs got in the early days of his career. My impression was that he always felt his private life shouldn’t matter that much, but I can be wrong of course.
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Herba well I’m happy for him he seems to have a nice balance professionally and personally now 👍❤️
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@Michele: Yes, it seems that way 🙂
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Ich mochte den Film auch gerne, Ich liebe vor allem Gugu Mbatha-Raw, hätte mir noch mehr Tiefgang für sie gewünscht, aber ansonsten gut. 🙂
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@Esther: Ich mag sie auch total gern und hoffe, dass sie noch viele, viele Filme drehen wird!
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