Wild Rose (Originalversion)

Rose-Lynn Harlan (Jessie Buckley), eine junge Frau mit einer tollen Singstimme aus Glasgow, träumt schon lange davon eine Karriere als Countrysängerin zu machen und singt seit Jahren mit ihrer Band in der einzigen Western-Kneipe in der Stadt.
Doch die alleinerziehende Mutter von zwei kleinen Kindern, die gerade eine zwölfmonatige Haftstrafe wegen Drogenschmuggelns hinter sich gebracht hat, hat schlechte Karten sich ihren traum zu erfüllen.
Ihren Job als Sängerin hat sie wegen der Gefängnisstrafe verloren und ihre Mutter Marion (Julie Walters), die sich um ihre beiden Enkel kümmerte, als Rose-Lynn im Gefängnis war, will, dass sie endlich in der realität ankommt und Verantwortung übernimmt.
Also vermittelt sie ihrer Tochter einen Putzjob bei einer wohlhabenden Familie, wo Rose-Lynn von ihrer neuen Chefin Susanne (Sophie Okonedo) beim Singen überrascht wird.
Die wohlhabende Frau ist begeistert. Aber wird sie Rose-Lynn helfen, ihren Traum zu verwirklichen?

‚Wild Rose‘ feierte seine Premiere auf dem Toronto Film Fest 2018 und ich hatte ehrlich gesagt wenig Hoffnung, dass es der Film in deutsche Kinos schaffen würde.
Aber im letzten Dezember gab es in meinem Programmkino vor Ort tatsächlich ein paar Vorstellungen und da ich gerade auf der Suche nach guter Unterhaltung war, habe ich mir den Film – auch wegene Sophie Okonedo – angeschaut.
Und das hat sich aus meiner Sicht auch wirklich gelohnt, denn ich mochte diesen Film sehr.
Das liegt vor allem an Jessie Buckley, die ich aus der Serie ‚Taboo‚ kenne und die mich mit ihrer tollen Stimme überrascht hat.
Sie spielt Rose-Lynn so kraftvoll, dass es eine wahre Freude war, ihr dabei zuzusehen.
Die junge Frau, die sich fühlt, als wäre sie im falschen Land geboren worden, die es in ihrem Leben nicht gerade einfach hat, die es sich aber auch nicht einfach macht und die so unglaublich fest an ihrem Traum festhält, habe ich ihr in jeder Minute des Films abgenommen.
Das hat Buckley wirklich gut gespielt!
Julie Walters als Marion ist mir nicht immer sympathisch, aber ich konnte ihre Beweggründe durchaus nachvollziehen und habe auch ihr, die Mutter, die eine Wandlung innerhalb der Geschichte durchmacht, durchaus abgekauft.
Dagegen bleibt Sophie Okonedos Figur Susannah eher blass, auch wenn sie in Rose-Lynns Geschichte eine wichtige Rolle spielt. Susannah wird einfach zu wenig mit Hintergrundgeschichte ausgestattet, um wirklich interessant zu sein und kam vielleicht auch deshalb ein klein wenig klischeehaft, wenn auch nicht unsympathisch bei mir an.
Gut gefallen haben mir Daisy Littlefield und Adam Mitchell als Kinder von Rose-Lynn und sehr geschmunzelt habe ich über den kleinen Gastauftritt von Craig Parkinson.
Der Sountrack hat mir auch sehr gut gefallen und für mich klang er auch nicht zu extrem nach Countrymusik, allerdings habe ich allgemein auch keine Probleme mit dieser Musikrichtung und kann daher nicht beurteilen, ob man sich den Film trotz fehlender Affinität dazu anschauen kann.
Teilweise herausgefordert hat mich der Glaswegian Slang, der gerade bei Buckley und Walters am Anfang sehr stark durchkommen, aber entweder wurde es im verlauf des Films besser oder ich hatte mich irgendwann eingehört, auf jeden Fall hatte ich ab der Mitte keine Verständnisprobleme mehr.
Insgesamt halte ich ‚Wild Rose‘ für einen wunderbaren Film, über die Verwirklichung eines Lebenstraums, bei dem ich gelacht und am Ende auch ein bißchen geweint habe und den ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

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Ein deutscher Trailer

Ein englischer Trailer

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3 Antworten zu Wild Rose (Originalversion)

  1. Michele Marsh schreibt:

    Herba I like the story line but for me this genre of music is not my cup of tea
    I’m so glad the movie resonated well with you! 😘❤️

    Liken

  2. Herba schreibt:

    @Michele: Country sure is not for everyone.
    Me too 🙂

    Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Medienjournal: Media Monday #468 | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

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