Mindhunter, Staffel 2

USA, 1980/81:
Die ‚Behavioral Science Unit‘ des FBI übersteht die internen Ermittlungen und Holden Ford (Jonathan Groff) darf zusammen mit seinem Kollegen Special Agent Bill Tench (Holt McCallany) und der Psychologin Wendy Carr (Anna Torv) weiter daran arbeiten, die Psyche von Serienkillern zu verstehen.
Zu den Interviews mit verurteilten Mördern kommt nun aber ein aktueller Fall hinzu, bei dem Kinder verschwinden und getötet werden.
Können Ford und Tench die Morde mithilfe ihrer Erkenntnisse lösen?

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wieso es mir so schwer fällt, über ‚Mindhunter‘ zu schreiben. Das ging mir bei Staffel Eins schon so und jetzt schleiche ich auch schon wieder seit Wochen um diesen Post herum und bin über eine Inhaltsangabe nicht hinaus gekommen.
Vielleicht liegt es daran, dass ich immer noch nicht genau weiß, was für mich den Reiz dieser Serie ausmacht, den sie auch in der zweiten Staffel entfaltet hat, zumindest größtenteils.
Die Schauspieler sind nach wie vor großartig, das Setting weiß zu überzeugen und die Musik ist stimmig.
Groff’s Ford ist ein wenig erwachsener geworden, benimmt sich stellenweise aber immer noch wie der Elefant im Porzellanladen und ist verwundert, wenn irgendwer deswegen sauer auf ihn ist.
Die Nebenhandlungen, die sich in dieser Staffel mehr auf Tenchs und Carrs Privatleben, als auf Ford konzentrieren, haben mir gut gefallen und vor allem alles rund um Tenchs Privatleben bietet viel Raum für Entwicklungen in weiteren Staffel, die es hoffentlich geben wird.
Allerdings führt das Team dieses Mal nicht nur Interviews mit Verurteilten, sondern ermittelt auch in einer aktuellen Mordserie.
Vielleicht geht dadurch ein wenig von dem fast hypnothischen Bann, den die Serie in Staffel Eins auf mich ausgeübt hat, verloren.
Ford und Tench agieren mehr in der realen Welt als hinter Gefängnismauern und werden dadurch ein Stück weit mehr zu den Ermittlern, die man sonst so aus Film und Fernsehen gewohnt ist.
Trotzdem kommen auch die bekannten Serienmörder nicht zu kurz, die in dieser Staffel unter anderem in Form des unvermeidlichen Charles Manson (Damon Herriman) auftreten.
Und auch der großartige Cameron Britton als Serienmörder Edmund Kemper hat den ein oder anderen Auftritt.
Insgesamt ist auch diese Staffel für mich wieder sehr sehenswert und ich habe die neun Folgen an einem Wochenende angeschaut.

‚Mindhunter‘ bei Netflix Deutschland
Mein Eindruck zur ersten Staffel

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11 Antworten zu Mindhunter, Staffel 2

  1. Filmschrott schreibt:

    Vielleicht fällt es dir so schwer, was dazu zu schreiben, weil in der Serie nichts beschönigt wird. Die schonungslose abgefuckte Wahrheit darüber, was für Irre so rumlaufen wurde wohl nur selten so klar gezeigt. Und vor allem so gut. Die Darsteller der ganzen Killer sollten mit Preisen überhauft werden. Manson alleine ist der Knaller (und wie Tarantino den nur einmal durchs Bild laufen lassen konnte, werde ich nie verstehen), aber auch der Rest wirkt unfassbar intensiv und die Darsteller sind hier wirklich tief in den Rollen drin, habe ich das Gefühl. Das ist einfach eine Freude denen zuzuschauen.

    Die Ermittlungen fand ich jetzt auch nicht so aufregend, aber passen ja sehr gut ins Konzept und basieren nebenbei (wie alle Mörder hier) auf einem echten Fall, der auch genau so ausging. Und irgendwie macht es ja Sinn, die beiden dann mit ihrem Profiling-Ansatz auch rauszuschicken, denn das ist ja der Sinn der ganzen Sache. Man hätte damit vielleicht noch etwas warten können, aber vielleicht ist eine Serie, die ohnehin schon extrem dialoglastig ist, durch diese Szene dann ein wenig sicherer für weitere Staffeln und dann nehme ich das gerne in Kauf.

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  2. Herba schreibt:

    @Filmschrott: Ja vielleicht. Das und die Tatsache, dass hier nicht versucht wird, irgendwas besonders großartig durch Effekte und Kunstblut aufzublasen, sondern dass die Serie so dialoglastig wie sie ist, funktioniert.
    Da ist es dann letztendlich auch nur konsequent, dass der aktuelle Fall bzw die Ermittlung dazu eher ruhig daherkommt.
    Ich muss unbedingt mach nachforschen, ob schon eine dritte Staffel genehmigt wurde!

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  3. Filmschrott schreibt:

    Wenn ich mich nicht irre, sollen es 5 Staffeln werden. Ob das noch aktuell ist, weiß ich allerdings nicht.

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  4. Herba schreibt:

    @Filmschrott: Ja, so hat es Fincher geplant, aber bisher hat Netflix die Serie nicht für eine dritte Staffel verlängert. Wehe, die stellen die ein!!!

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  5. Filmschrott schreibt:

    Netflix braucht da öfter mal länger, habe ich das Gefühl. Aber klar, so eine spezielle Serie ist natürlich immer gefährdet. Ist halt kein 0815-Krampf im 80er-Retro-Style und hat keine Superhelden. Da wirds heute schon schwierig.

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  6. Herba schreibt:

    @Filmschrott: Einerseits braucht Netflix gern mal länger, andererseits stellen sie da auch gern mal Serien ein, die durchaus ne gute Fanbase haben und eigentlich längerfristig angelegt sind, wie zuletzt ‚The OA‘. Von daher müssen wir wohl echt zittern und das Beste hoffen *seufz*

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  7. Filmschrott schreibt:

    Ich bin da erstmal guter Dinge. Jemanden wie Fincher behält man sicher gerne im Boot, um eventuell auch mal die Filmsparte aufzumöbeln, die zu 95% aus halbgarer Grütze besteht. Aber mal abwarten.

    Warum @test du eigentlich ständig Wortman?

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  8. Herba schreibt:

    @Filmschrott: Oh my, sorry! Die geistige Umnachtung schreitet an meinem Ende des Internets scheinbar schneller voran als gedacht :/ 😉

    Gutes Argument zu Fincher, das hat echt was für sich!

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  9. Michele Marsh schreibt:

    Herba, I started S1 last year got into first two episodes then had to take a break so to binge watch 9 in a weekend wow!!! This is fascinating subject so I will revisit S1 then S2 although I think for me I would need to be in a mood that strikes me to watch it intently..

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  10. Herba schreibt:

    @Michele: 9 eps in three (weekeend) days is absolutely doable for me 🙂
    It sure isn’t a show one watches in passing and without some sort of soft spot for the subject

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  11. Michele Marsh schreibt:

    Herba yep I totally agree about a soft spot for the subject. I do find it fascinating so maybe over Thanksgiving I will have my 3 day weekend to binge watch it at least S1. Hmmm potential blog post now..

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