Montagsfrage: Autor als Interpretationshilfe?

Diese Woche gibts die neue Montagsfrage von Antonia von ‚Lauter & leise‚ ausnahmsweise mal erst am Dienstag.

Wer nicht weiß, was die Montagsfrage eigentlich ist, kann hier nachlesen und zur aktuellen Montagsfrage (mit Teilnehmerliste) geht es hier.

Antonia möchte wissen:
Wie wichtig ist der Autor eines Buches?

Allerdings ist die Frage ein wenig missverständlich formuliert, wenn man Antonias eigene Antwort darauf liest.
Sie möchte eigentlich viel mehr wissen, wie wichtig man als Leser den Autor als Interpretationshilfe findet.
‚Glaubt‘ man Autoren wie J.K. Rowling, wenn sie nach Abschluss eines Buches/ einer Buchreihe etwas hinzufügen, was im eigentlichen Werk nie erwähnt wurde?
Oder ignoriert man die Aussagen des Autors und bewegt sich rein in der eigenen Wahrnehmung als Leser?

Ich bin ein reiner Spaß-Leser und steige bei Büchern fast nie in die Fangemeinde ein.
Daher bekomme ich in den meisten Fällen gar nicht mit, ob der Autor eine Interpretation zum Werk liefert und verlasse mich dabei ganz auf meine eigene Wahrnehmung.

Eine echte Ausnahme ist hier wirklich Rowling, die ja sehr aktiv über ihre Social-Media-Accounts weiterhin Erklärungen zu ihrem Potterverse liefert.
Einiges davon ist bei den Fans mehr als umstritten und sorgt wohl immer mal wieder für heftige Diskussionen.
Das nehme ich zwar zur Kenntnis, bewerte das aber nicht weiter, weil ich wie gesagt bei Büchern nicht so tief einsteige.

Ich kann allerdings durchaus verstehen, dass Aussagen von Urhebern irritieren, wenn sie so gar nicht zu dem passen, was veröffentlicht wurde.
Als bestes Beispiel dafür würde mir hier eine Serie einfallen, die laut Autoren und Produzenten absolut authentisch und wahrheitsgetreu recherchiert und umgesetzt wurde, die dann aber zum Beispiel am deutschen Wahlsystem scheitert…

So gesehen bin ich wirklich froh, dass ich bei Büchern nicht das Bedürfnis habe, tiefer in die Materie einzusteigen!

Wie seht ihr das? Nutzt ihr Autoren als Interpretationshilfe oder eher nicht?

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4 Antworten zu Montagsfrage: Autor als Interpretationshilfe?

  1. Michele Marsh schreibt:

    Herba, I’m with you I read the book as fun or on a recommendation from you or other bloggers/commenters. I don’t pay attention to what authors say (ie Coben) but I will say many are active now like Coben and if he markets The Stranger well so it gets a lot of exposure for Richard and cast then that’s a win win in my book.

    Gefällt 1 Person

  2. Servetus schreibt:

    I’ve found Rowling’s ex post facto attempts to determine everyone else’s interpretations of the material in the Harry Potter books proper annoying. (I haven’t read anything of hers since then or seen any of the movies of the continued story.) My basic position is that an author surrenders the right to determine the reception of the book after it’s printed. And at that point I get more interested in what literary critics have to say.

    Liken

  3. monisertel schreibt:

    Guten Morgen,
    ich halte es wie Du!
    Liebe Grüße
    moni

    Gefällt 1 Person

  4. Herba schreibt:

    @Servetus: I only know about the Dumbledore thing and I find that a bit puzzling because there wasn’t any sign of him being gay in the books. Ah well…

    Gefällt 1 Person

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