Die rubinrote Kammer (Victoria-Bredon #1) von Pauline Peters

London, 1907:
Die neunzehnjährige Victoria Bredon lebt allein mit dem altegedienten Butler ihres verstorbenen Vaters in London, hält sich als Fotografien über Wasser und engagiert sich in der Sufragettenbewegung.
Ihrer adligen Verwandtschaft ist Victorias Lebensstill ein Dorn im Auge und als sie durch Zufall in eine Mordermittlung gerät, droht ihr Leben aus den Fugen zu geraten. Hilfe bekommt sie von Jeremy Ryder, einem Journalisten, aber kann sie ihm wirklich trauen?

Der historische Kimi der deutsche Autorin Pauline Peters läßt sich flüssig lesen. Der Autorin gelingt es relativ gut, englisches Flair entstehen zu lassen, obwohl sie keine Britin ist.
Auch der Spannungsbogen wird in ‚Die rubinrote Kammer‘ gut aufgebaut und das Miträtseln und Mitfiebern hat definitiv Spaß gemacht.
Victoria hat mir als Hauptfigur sehr gut gefallen, auch wenn ich nicht genau weiß, ob sie wirklich als authentisch gelten kann. Denn sie hat schon sehr viele Freiheiten und benimmt sich die meiste Zeit nicht wie ein Kind ihrer Epoche.
Peters erklärt das mit Victorias Vater, der als Gerichtsmediziner arbeitete, obwohl er adlig war und damit seine Familie vor den Kopf stieß. Mir reichte das als schlüssige Erklärung, ob es realistisch ist, kann ich trotzdem nicht sagen.
Ich mochte Victorias unabhängige Ader gepaart mit ihrer Empathie und der Fähigkeit sich einzugestehen, dass sie über manche Dinge einfach zu wenig weiß. Nur ihre ewige Kompromisslosigkeit fand ich stellenweise etwas anstrengend.
Die Mordermittlung war wie schon gesagt gut zum Miträtseln und auch die Auflösung am Ende fand ich befriedigend.
Neben Victoria mochte ich auch den Butler sehr gerne, der ihr treu ergeben und zugetan ist und auch die Putzfrau ist eine gelungene Nebenfigur.
Jeremy Ryder ist mir auch relativ schnell ans Herz gewachsen und ich habe die Daumen gedrückt, dass er ein Netter ist, der Victoria wirklich helfen will und sie nicht nur ausnutzt.
Die bösen Figuren sind leider ein wenig eindimensionaler geraten und wirken hier und da doch sehr klischeehaft, aber das konnte ich ganz gut verschmerzen.
Immer wieder spannend als Thema sind die Suffragetten, die für das Frauenwahlrecht kämpften. Die Autorin hat ihr Wahrheit mit Fiktion gemischt und sie so gelungen ihn ihren Roman eingefügt.
Insgesamt hat mir ‚Die rubinrote Kammer‘ gut gefallen, ich hatte mit dem Buch ein paar amüsante Lesestunden und es hat definitiv Lust auf mehr Abenteuer mit Victoria gemacht!

Die Bücher der Reihe in chronologischer Reihenfolge (Affiliate-Links):
Die rubinrote Kammer
Das Geheimnis des Rosenzimmers
Das Zedernhaus
Das verborgene Cottage

Pauline Peters bei Lübbe

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