Montagsfrage: die eigenen Leseanfänge?

Ein neuer Montag und eine neue Montagsfrage von Antonia von ‚Lauter & leise‚.

Wer nicht weiß, was die Montagsfrage eigentlich ist, kann hier nachlesen und zur aktuellen Montagsfrage (mit Teilnehmerliste) geht es hier.

Antonia möchte wissen:
Wie bist du zum Lesen gekommen?

Ganz allgemein mal vorneweg: Als Kind der Achtziger und auf dem Dorf war es normal für uns Kinder viel zu spielen.
Ich habe mich eigentlich mindestens zwei, drei Mal die Woche mit Freunden getroffen. Im Sommer ging es nach draußen, bei schlechtem Wetter wurde eben drinnen gespielt.
Handys und Internet waren in meinem Leben damals noch Zukunftsmusik und statt Streamingdiensten und 200 Fernsehprogrammen, hatte ich 5 Fernsehprogramme zur Verfügung, was auch ohne große Restriktion bedeutete, dass man nicht ständig vor der Glotze hing.

Außerdem bin ich in einem Elternhaus groß geworden, in dem es immer Bücher gab.
Meine Eltern hatten zwar, als ich Kind war, selbst wenig Zeit und Muse zum Lesen, legten aber bei meiner Schwester und mir viel Wert darauf.
Sowohl meine Mutter als auch meine Oma, die mit uns zusammenlebte, haben mir viel vorgelesen, von daher war Lesen einfach normal.
Meiner Oma machten dabei so einige Begriffe und Namen aus diversen Büchern Schwierigkeiten (davon habe ich hier schonmal erzählt) und als sie immer wieder am Wohnort des Weihnachtsmann in meinem damaligen Lieblingsbuch scheiterte – der finnische Berg heißt übrigens ‚Korvatunturi‘ – habe ich irgendwann beschlossen, dass es Zeit ist, unabhängig zu werden und selbst zu lesen.
Und obwohl mir meine Mutter als Gute-Nacht-Ritual immer noch vorlas, war ich, nachdem ich mir selbst das Lesen beigebracht hatte, autark und ein neuer Buchwurm war in die Gemeinschaft der Buchwürmer aufgenommen worden.
Ab diesem Zeitunkt gab es dann eigentlich auch nie genug Nachschub und ohne eine gute Bücherei in meiner Nähe, war es gar nicht so einfach, meinen Bedarf an Büchern zu decken. Aber das ist eine andere Geschichte 😉

Wie habt ihr mit dem Lesen angefangen?

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13 Antworten zu Montagsfrage: die eigenen Leseanfänge?

  1. Michele Marsh schreibt:

    Herba, my dad is an avid reader and there were always books around the house growing up in the 70’s and 80’s so we always were encouraged to read. My sister read more Nancy Drew books and my brother more comic books. I was also lucky in primary and secondary school with wonderful teachers who encouraged reading and my high school English teacher really encouraged classics. I just like The Armitage had a primary school teacher who read us The Hobbit and did Gollum so wonderfully it made me want to read alas not go into the theatre.

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  2. fraggle schreibt:

    Fünf Fernsehprogramme? Skandal – wir hatten nur vier …! 🙂 Und dann irgendwann die Nationalhymne. Und das Testbild. Paradiesische Zustände. Oder wie Malmsheimer so schön sinngemäß sagt: „Sendeschluss – wie viel Schönheit steckt in diesem Wort!?“ 🙂

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  3. Herba schreibt:

    @Michele: Ah, that sounds lovely!

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  4. monisertel schreibt:

    Liebe Julia,
    ich bin schon sehr früh (ca. ab dem 5.Lebensjahr) zum Lesen gekommen. Das war für mich die herrlichste und schönste Möglichkeit, meinem Alltag zu entfliehen. Ich habe wirklich „alles“ gelesen, manches erst viel später verstanden, aber die Faszination des Eintauchens in eine andere Welt begeistert mich auch heute noch und ich werde wohl weiter lesen….
    Guten Wochenstart und liebe Grüße
    moni

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  5. @fraggle: Was für ein Luxus! Wir hatten nur 3!

    Ich habe irgendwann im Kindergarten mit dem Selbst-Lesen angefangen, hier war definitiv ein Frühstarter. Und ich habe auch nie mehr damit aufgehört.

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  6. Herba schreibt:

    @fraggle: Die Vorteile, wenn man in ner Ecke eines Bundeslandes wohnt, wo zwei andere nicht weit sind?
    Hihi, das Testbild kenne ich auch noch….mit diesem grausigen Dauerton, von dem man halb taub wurde, wenn der Fernseher zu laut eingestellt war *lol*
    Und ja, ‚Sendeschluss‘ hat schon was!!!

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  7. Herba schreibt:

    @Moni: Lesen als „ewige Liebe“, ich glaube das geht ganz vielen Buchwürmern so ❤
    Liebe Grüße zurück!

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  8. Herba schreibt:

    @AequitasEtVeritas: Klingt nach Hinterland oder sogar fast schon nach dem Tal der Ahnungslosen 😉

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  9. Nein, aus dem Osten komme ich nicht, und als Hinterland würde ich die Gegend auch nicht bezeichnen … Mmh … Vielleicht einfach eine Gegend, in der die Leute erst später „richtiges“ Fernsehen bekamen?

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  10. Servetus schreibt:

    My mother read to me all the time (very rarely my father) and when I was four she taught me to read out of frustration that she couldn’t get me to stop bugging her to read to me. It took about a day and a half for her to get the basic idea across, and she used books in a reading series that was popular in U.S. schools. We had „We Look and See“ and „Our New Friends.“ After that she still read to me but only at bedtime, very regularly for quite a while, finally stopping when I was 12. (I really liked being read to then.)

    https://en.wikipedia.org/wiki/Dick_and_Jane

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  11. Herba schreibt:

    @AequitasEtVeritas: War von mir auch nicht ganz ernst gemeint 🙂

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  12. Herba schreibt:

    @Servetus: Sounds lovely and like the classic way for many book worms 🙂

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  13. Hab ich auch nicht so verstanden. 😉 Kein Problem.

    Gefällt 1 Person

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