Eine Handvoll Asche (Sam Wyndham #3) von Abir Mukherjee

Kalkutta, 1921:
Sam Wyndham und Sergeant Banerjee ermitteln wieder.
Dieses Mal stolpert Sam im Drogenrausch über eine männliche Leiche, der die Augen ausgestochen worden sind.
Da Sam seine Sucht jedoch weiterhin geheim halten will, läßt er den Leichnam zurück, ohne die Polizei zu verständigen.
Doch als eine weitere Leiche entdeckt wird, der ebenfalls die Augen ausgestochen wurden, nimmt Wyndham zusammen mit Surrender-not die Ermittlungen auf, während Kalkutta von den gewaltlosen Streiks der Ghandi-Anhänger lahm gelegt wird, die für ein unabhängiges Indien kämpfen…

Ach, was habe ich mich auf dieses Buch gefreut!
Sam und Surrender-not sind mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich es kaum abwarten kann, bis ein neuer Band mit den Beiden erscheint.
Und nachdem mir im zweiten Teil ein wenig die Weiterentwicklung der Figuren gefehlt und ich etwas mit der Kriminalhandlung gefremdelt habe, war ich nun noch gespannter auf den neuesten Krimi aus Mukherjee’s Feder.
Durch den gut lesbaren und flüssigen Schreibstil konnte ich mich gut in die Geschichte einlesen und war schon nach wenigen Seiten in Kalkutta quasi zu Hause.
Die Mordermittlung hat mir sehr gut gefallen, sie war spannend erzählt und gut aufgebaut.
Auch die politische Nebenhandlung, die sich mit den gewaltfreien Streiks der Ghandi-Anhänger beschäftigt, die für ein unabhängiges Indien plädieren, fand ich interessant erzählt und gut mit der Krimihandlung verwoben.
Mukherjee gelingt es großartig durch Sam’s zynische Augen die verschiedenen Lager zu beschreiben.
Was die Figurenentwicklung angeht, hält sich der Autor auch wieder eher zurück, was mich zu der Überzeugung bringt, dass das einfach Absicht und sein Stil ist.
Trotzdem gibt es sowohl zu Sam als auch zu Surrender-not ein paar neue Fakten, die ich sehr zu schätzen wußte.
Außerdem wurde die Beziehung der beiden Männer auch ein klein wenig vorangetrieben und auch das hat mir gefallen.
Annie Grant, die ich eigentlich mag, die mich aber beim letzten Mal etwas genervt hat, kam auch wieder vor, allerdings hat Mukherjee ihre Auftritte sehr sparsam dosiert und im Verlauf des Krimis meine Hoffnung geweckt, dass er das ganze nicht als ewiges Hin und Her über weiß der Kuckuck wie viel Bände ausdehnen wird – die Hoffnung stirbt also zuletzt.
Die Stimmung des Landes kommt für mich dieses Mal nicht so stark zum Tragen, aber wenn der Autor Land und Leute beschreibt, tut er das wie immer sehr atmosphärisch und wunderbar anschaulich.
All das macht ‚Eine Handvoll Asche‘ für mich zu einem tollen historischen Krimi, den ich innerhalb von drei oder vier Tagen verschlungen hatte.
Nun heißt es wieder Warten, bis der vierte Band der Reihe erscheint und ich freue mich schon sehr!

Die Bücher der Reihe in chronologischer Reihenfolge (Affiliate-Links):
Ein angesehener Mann (A Rising Man)
Ein notwendiges Übel (A Necessary Evil)
Eine Handvoll Asche (Smoke and Ashes)
Death in the East

Mein Leseeindruck zu Band 1
Mein Leseeindruck zu Band 2
Abir Mukherjee bei RandomHouse
Abir Mukherjee bei Penguin

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8 Antworten zu Eine Handvoll Asche (Sam Wyndham #3) von Abir Mukherjee

  1. Michele Marsh schreibt:

    Herba I’m happy that you are so jubilant over the book. Is this particular history the main interests or the fluid writing or the plot?

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  2. Herba schreibt:

    @Michele: Thanks!
    The crime element is the main plot of the story and the historical details are a important subplotline for the story which enriches the plot and the characters

    Gefällt 1 Person

  3. monisertel schreibt:

    Liebe Herba,
    wirklich gute historische Krimis gibt es nicht so viele. Da freut man sich, wenn man etwas Zufriedenstellendes in den Händen halten kann. Deine Rezension hat mich – da ich den Autor nicht kenne – echt neugierig gemacht.
    Liebe Grüße
    moni

    Gefällt 1 Person

  4. Herba schreibt:

    Hallo Moni,
    das freut mich sehr!
    Ich mag diese historische Krimireihe wirklich sehr gern, weil sie für mich so eine gelungene Mischung aus beiden Elementen sind.
    Falls Du einsteigen möchtest, würde ich allerdings mit dem ersten Teil starten, die Bücher sind zwar mehr oder weniger in sich abgeschlossen, aber die Geschichte der Figuren zieht sich als roter Faden durch die verschiedenen Bände.
    Liebe Grüße zurück!

    Gefällt 2 Personen

  5. monisertel schreibt:

    Das würde ich auch so machen, denn ich habe ja schon der Rezension entnommen, dass hier die Gesamt-Geschichte fortgeführt wird. 🙂

    Gefällt 1 Person

  6. Servetus schreibt:

    I read this last week and was really pleased — I didn’t like the second as much as the first, but to me this was the best one so far. I was worried there wouldn’t be a fourth (a three book deal is pretty standard), so I am delighted to learn that, especially given the way this one ended.

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  7. Herba schreibt:

    @Servetus: Yes, that’s true.
    I checked too if there would be another one after I finished this and was pleased when I found out, there will be indeed another book with the two guys 🙂

    Gefällt 1 Person

  8. Pingback: Books I have read lately (May 2019) | Me + Richard Armitage

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