Die Stillhouse-Lake-Reihe von Rachel Caine


Gina Royal ist eine scheue, unscheinbare Ehefrau und Mutter. Ihr ruhiges Leben wird aus den Angeln gehoben, als ein Auto in die Garage der Familie kracht und das bis dato gut versteckte Geheimnis von Ginas Ehemann aufdeckt.
Nachts, wenn Frau und Kinder schliefen, ermordete er dort junge Frauen.
Niemand glaube, dass Gina nichts davon wußte, deshalb landet sie erst einmal selbst im Gefängnis.
Erst nach schmerzhaften Monaten hinter Gittern wird sie entlassen, aber trotzdem noch von Hass verfolgt und so taucht sie mit ihren Kindern unter und beginnt unter falschem Namen ein neues Leben.
Doch Gina ist jederzeit zum erneuten Untertauchen bereit, denn die Hater geben nicht auf…

Ich habe keine Ahnung, wieso ich bisher zu diesen Büchern keinen Post geschrieben habe, denn ich habe sowohl den ersten, als auch den zweiten Teil wirklich gerne gelesen.
Aber nachdem ich die Reihe vor kurzem hier erwähnt habe, weil ich mich schon auf den letzten Teil der Reihe freue, der bald erscheint, muss ich das unbedingt nun nachholen.
Die ‚Stillhouse-Lake‘-Reihe ist kein herkömmlicher Serienmörder-Thriller, denn es geht nicht so sehr um den Killer und seine Morde, sondern darum wie seine Familie mit seinen Taten, seiner Verurteilung und der öffentlichen Meinung umgehen.
Wer kennt das schließlich nicht: irgendwo wird jemand erwischt, der schon mehrfach gemordet hat und irgendwelche Nachbarn stammeln verwirrt ins Mikrofon ‚Aber er war doch so ein Netter‘.
Und je mehr ans Licht kommt, desto mehr fragt man sich als unbeteiligter Zuschauer ‚Wieso hat das keiner gemerkt? Hat der keine Familie? Wo war denn da die Ehefrau oder die Eltern?‘.
Und eben damit beschäftigt sich Rachel Caine in ihrer Thriller-Reihe. Natürlich ist das Ganze keine Doku sondern Unterhaltungsliteratur und aus der stillen Gina wird, wie man als Leser in Rückblenden erfährt, die toughe, mehr als paranoide Gwen Proctor, die Kampfsport betreit, schießen kann und mit Hilfe eines Hackers untergetaucht ist und penibel auf die Sicherheit ihrer Kinder achtet.
All das wird aus der Sicht von Gina/Gwen erzählt, was mir persönlich ja nicht so liegt, aber hier gut für mich funktioniert hat.
Der Schreibstil läßt sich flüssig lesen und ich war ziemlich schnell gefesselt.
Als erfahrener Thriller-Leser war nicht alles, was passierte, letztendlich wirklic überraschend für mich, aber darüber konnte ich in diesem Fall genauso gut hinweg sehen, wie über das ein oder andere Klischee, das Caine verarbeitet.
Vermutlich vor allem, weil mir Gwen sympathisch war und sie auch nicht komplett zur Superheldin mutiert.
Ja, sie krempelt ihr Leben von heute auf morgen durch die Morde ihres Mannes um, wird hart und bleibt immer auf der Hut, aber ich fand ihre Beweggründe dazu nachvollziehbar.
Und trotzdem macht sie Fehler, hadert mit dem Schicksal, das ihre Kinder ertragen müssen und fragt sich oft, wie das alles weitergehen oder enden soll.
Auf der anderen Seite ist sie kein Opfer, sondern wird aktiv und kämpft für ihre Kinder und für sich, auch das war mir sympathisch.
Außerdem hat mir gefallen, dass man die anderen Figuren als Leser durch Gwens Augen sieht und automatisch genau hinterfragt und in Freund und Feind einordnet, wobei sich natürlich auch hier nicht alles überraschend entwickelt.
Insgesamt haben mich beide Teile wirklich gut unterhalten und ich bin gespannt, wie der dritte Teil die Geschichte von Gwen und ihren Kindern zu Ende bringt!

Die Stillhouse-Lake-Reihe (Affiliate-Links):
Die Angst schläft nie (Stillhouse Lake)
Wer die Furcht kennt (Killman Creek)
Wenn die Hoffnung stirbt (Wolfhunter River)

Rachel Caine’s Homepage

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3 Antworten zu Die Stillhouse-Lake-Reihe von Rachel Caine

  1. Michele Marsh schreibt:

    Herba, the premise of the books is interesting as well as the family dynamics that the husband could murder right under her nose so to speak. Will put these on my bucket list!! Thank you!!

    Gefällt mir

  2. Herba schreibt:

    @Michele: Yes, it really is. But the husband plays only a minor role in the story. It really is all about her and the kids and their attempt to escape all the hate.
    My pleasure!

    Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Montagsfrage: Mütter? | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

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