The Murderer’s Son (Jackman & Evans #1) von Joy Ellis, gelesen von Richard Armitage

Ein Bauer und seine Frau werden in ihrem Haus brutal ermordet. 20 Jahre später wird in der selben gegend eine Frau in ihrer Küche ebenso brutal erstochen und die fieberhafte Suche nach dem Täter beginnt.
Doch dann meldet sich ein junger Mann namens Daniel Kinder bei der Fenland Police und gesteht die Tat.
Detektive Inspector Rowan Jackman und Detective Sergeant Marie Evans ermitteln aber weiter, denn mit dem verwirrten Mann stimmt etwas nicht…

Ich bin auf die Bücher von Joy Ellis erst durch die Hörbuchreihe bei Audible aufmerksam geworden, weil diese von Richard Armitage, einem meiner Lieblingsschauspieler gelesen werden.
Nachdem Audible die Hörbücher nicht in chronologischer Reihenfolge veröffentlicht hat, ich aber ein absoluter ‚Ich konsumiere Reihen nur in der richtigen Reihenfolge‘-Fan bin, hat es etwas gedauert, bis ich mit dem Hören angefangen habe.
Aber nun bin ich durch den ersten Teil der Reihe durch und konnte mir zum vielen Lob für die Bücher innerhalb der Fanszene ein eigenes Urteil bilden.
Der Vortrag von Armitage ist wie bei allen seinen Hörbüchern, die ich bisher kenne, überzeugend. Er liest für mich gut hörbar, mit teilweise verstellter Stimme oder verschiedenen Dialekten und gibt so den einzelnen Figuren einen gewissen Wiedererkennungswert.
Ihm zuzuhören hat mir also definitiv Spaß gemacht!
Der englische Regional-Krimi an sich kommt für mich allerdings leider nicht über Mittelmaß hinaus.
Die beiden Polizisten sind durchaus sympathisch und haben mich so weit neugierig gemacht, dass ich gerne mehr über sie erfahren würde. Und auch die jungen Polizisten, die sicher wieder auftauchen, können eine gute Entwicklung durchmachen, wenn es die Autorin so will.
Aber den Kriminalfall fand ich eher schwach. Was mich vermutlich am meisten irritiert hat, war die Tatsache, dass man so gut wie gar nichts über die Mordopfer erfährt und sich der Fokus stattdessen auf eine verurteilte Serienmörderin beziehungsweise den geständigen Mr. Kinder richtet.
Das ist meiner Meinung nach ein eher merkwürdiger Schwerpunkt. Außerdem blitzte beim Hören ab ungefähr der Mitte des Buches in meinem Kopf eine Ahnung auf, wer der Mörder sein könnte.
Diese Ahnung habe ich dann wieder verworfen, weil ich mir dachte, dass das viel zu klischeehaft ist, um auch nur in Erwägung gezogen zu werden.
Leider sah das Joy Ellis wohl anders und hat genau diese Auflösung gewählt und das Ganze noch dazu dann in einen genauso klischeehaften Showdown verwandelt.
Gefehlt hat mir ausserdem auch ein wenig die englische Athmosphäre, die ich mir immer bei englischen Krimis erhoffe.
Daher würde ich die Produktion eher als Mittelmaß mit schwacher Story und einem guten Vorleser einstufen.
Dran bleiben werde ich aber auf jeden Fall erstmal und ich bin gespannt, ob die Autorin beim nächsten Krimi ein paar weniger Klischees und ein bißchen mehr Spannung eingebaut hat!

Die Reihe in chronologischer Reihenfolge (Affiliate-Links):
The Murderer’s Son
Their Lost Daughters
The Fourth Friend
The Guilty Ones

Die Homepage von Joy Ellis
‚The Murderer’s Son‘ bei Audible.de

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13 Antworten zu The Murderer’s Son (Jackman & Evans #1) von Joy Ellis, gelesen von Richard Armitage

  1. Michele Marsh schreibt:

    Herba, thank you for your sentiments. I thought it was just me. I read Their Lost Daughters b/c I thought that was first in the series so now I will go back and read The Murderer’s Son. I thought Jackman was not all that greatly developed to be honest. Marie was much better emotionally developed and the „crime“ in TLD was hokey to say the least. It was not gory at all which I don’t know if I am become now desensitized to gory writing or it did not rise to the level what I thought it would.

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  2. Servetus schreibt:

    I finally finished it yesterday after 200 mi of driving on Monday, and another 100 mi of commuting on Tuesday and Thursday — mostly because I couldn’t bear to listen to any more groundless speculation about the Mueller report / Barr letter. Someone needs to tell Joy Ellis how to write a police procedural. This is not how plot works and more or less making the solution to the mystery obvious immediately makes it ridiculously boring to listen to. There’s a way to do that, if that’s what you want, but then you have to structure the narrative differently. It’s amazing to me that these books are apparently popular with people who love the genre. I’ll probably write a review of this one but why, oh why?

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  3. Herba schreibt:

    @Michele: I guess she will develop her characters over the different parts of the series, but yes, Marie is a deeer character in this one too.

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  4. Herba schreibt:

    @Servetus: Yeah, it really is only average as a crime novel

    Gefällt 1 Person

  5. Michele Marsh schreibt:

    Herba, I mean she is worlds better than Coben who writes with his eyes closed. But I love Marie and maybe she found writing about Marie easier than Jackman. I just had read all the hullaboo about Jackman and then Richard’s little Fens jaunt last year in early April that I thought the character would have been a bit more developed from a physical standpoint and emotionally esp if TLD was her second book in the series.

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  6. nellindreams schreibt:

    Ich weiß, ich greife vor, aber „The guilty ones“ war für mich mit Abstand der beste Teil der Jackman-Evans-Serie. Ansonsten wie Du schreibst: Durchschnittskrimikost mit Lokalkolorit.

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  7. Herba schreibt:

    @Michele: Yeah, you should think that, but like you said: maybe for Ellis writing about a woman is easier than about a man

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  8. Herba schreibt:

    @Nell: Gut zu wissen, danke!

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  9. Michele Marsh schreibt:

    Herba, yeah I will read her other two books in the series what Golden Voice narrated but I have a queue now of books and a longer bucket list of books.

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