Dirty John, Staffel 1

Debra Newell (Connie Britton) ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, die ihre eigene Firma für hochwertige Innenarchitektur betreibt. Doch privat läuft es nicht ganz so gut. Die Mutter von drei erwachsenen Kindern hat vier Ehen hinter sich und sucht über diverse Dating Apps einen neuen Partner.
Als sie den Anästhesist John Meehan (Eric Bana) kennenlernt, verliebt sich sich nach einem leicht missglückten ersten Date relativ schnell in den gutaussehenden Mann und auch John scheint von Debra hingerissen zu sein.
Doch nach und nach muss Debra feststellen, dass bei John nur selten etwas so ist, wie es scheint…

Ich bin vor allem wegen Eric Bana auf die Miniserie ‚Dirty John‘, die auf wahren Begebenheiten basiert, aufmerksam geworden, denn gefühlt habe ich schon ewig nichts mehr mit dem Australier gesehen.
Und da ich seit ‚9-1-1‚ auch Connie Britton sehr schätze, passte das ganz gut.
Britton zeigt als Debra ihre Vielseitigkeit als Schauspielerin, denn einen größeren Kontrast von der zurückhaltenden Abby aus ‚9-1-1‘ zur Südstaatenlady Debra hätte es für mich kaum geben können.
Ich muss ehrlich zugeben, dass mir diese Figur mit ihrem Südstattenakzent (im Original) und ihrem Getue furchtbar auf den Keks gegangen ist, auch wenn ich im Verlauf der acht Folgen durchaus auch Mitleid mit ihr entwickelt habe, weil sie wirklich einiges durchmacht.
Dass hat Britton wirklich gut gespielt, vor allem das Blind-vor-Liebe-Stadium ihrer Figur.
Die beiden Töchter Veronica (Juno Temple) und Terra (Julia Garner) haben leider den gleichen Nervfaktor wie ihre Mutter und bleiben als Figuren eher flach.
Während Temple als Veronica wütend und aggressiv agiert, ist Garner als Terra meist am Rande des hysterischen Zusammenbruchs und halb in Tränen aufgelöst – anstrengend und eine Verschwendung von Talent!
Die vielseitigste Rolle was das Schauspielerische angeht, dürfte Bana erwischt haben. Sein John wechselt fliesend zwischen Charmebolzen, fürsorglichen Partner und Arschloch mit leicht psychopathischen Zügen hin und her, was stellenweise wirklich gruselig mit anzusehen war.
Als Zuschauer hat man im Verlauf der Serie öfter mal einen Wissensvorsprung vor Debra, man weiß genau, dass bald etwas passieren wird und kann nur hilflos abwarten.
Die Nebenfiguren sind meist genauso flach und eindimensional angelegt, wie die Newell-Mädchen und auch wenn man das ein oder andere bekannte Gesicht beim Cast entdecken kann (Jean Smart, Kevin Zegers, Joelle Carter) bekommt keiner die Chance besonders zu glänzen.
Die einzelnen Folgen bieten viel Licht und Schatten und wirken stellenweise auch ein wenig kitschig, aber gerade die letzten vier Folgen konnten mich fesseln, weil ich unbedingt wissen wollte, wie das Ganze ausgeht – der typisch Autounfall-Effekt, denke ich.
Daher kann ich ‚Dirty John‘ durchaus empfehlen, man sollte allerdings nicht zu viel und allzu großes Kino erwarten.

‚Dirty John‘ bei Netflix Deutschland
‚Dirty John‘ bei BRAVO

Der deutsche Netflix-Trailer

Ein englischer Trailer

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2 Antworten zu Dirty John, Staffel 1

  1. Michele Marsh schreibt:

    Herba, I’m glad you are blogging about this mini series, It was on Bravo US last November/DEC and I haven’t watched it yet I will do so now. I watch a lot of Bravo I confess. Like Hershey’s kisses for me I can’t eat just one I eat handful and a little chocolate turns into a tooth ache! I like Connie Britton. I remember her in The Brothers McMullen. I never saw 9-11 I wondered why she didn’t return to it in series 2? Eric Bana I really liked in Munich but have not seen him in those MCU films.

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  2. Herba schreibt:

    @Michele: I never heard of that tv station before, so I have no opinion or prejudice against it 😉
    Britton had only a one year contract for 911, so it wasn’t a real surprise that she wasn’t in season 2 but if she like the creators will make room for her and she’ll be able to come back in the future

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