Charles Dickens: Der Mann, der Weihnachten erfand (Originalversion)

Charles Dickens (Dan Stevens) ist nach der Veröffentlichung von ‚Oliver Twist‘ ein bekannter Autor und reist 1842 sogar in die USA, um dort seine Fans zu treffen.
16 Monate und drei Flops später gerät Dickens langsam aber sicher in finanzielle Schwierigkeiten und muss dringend ein neues Buch, das sich gut verkauft, nachlegen.
Unter großem Zeitdruck beginnt er ‚Eine Weihnachtsgeschichte‘ zu schreiben, nachdem er von der Beerdigung eines reichen Mannes, an der fast niemand teilnahm, inspiriert wurde.
Mit Skrooge (Christopher Plummer), der Hauptfigur von Dickens neuem Roman, führt der Autor gedanklich so manches Streitgespräch, als er es nicht schafft, die Geschichte sinnvoll zu beenden und durch den Streß wird auch Dickens Familienleben turbulent…

Knapp ein Jahr, nachdem ‚Der Mann, der Weihnachten erfand‘ in den amerikanischen und britischen Kinos gezeigt wurde, schafft es der Film dann doch noch in unsre Kinos.
Was da so lange gedauert hat, kann ich nicht sagen, aber da ich Dan Stevens, Christopher Plummer und auch Jonathan Pryce, der Dickens Vater John spielt, gerne sehe, habe ich mich natürlich gefreut.
Die Mischung aus Biopic und Neuerzählung der Weihnachtsgeschichte erzählt nicht nur von den Schwierigkeiten, mit denen ein Autor unter Umständen beim Schreiben zu kämpfen hat, sondern erzählt eben auch Teile der Weihnachtsgeschichte.
Dan Stevens schwankt als Dickens zwischen freundlicher Aufgeräumtheit und der Gereiztheit eines Haustyranns und wirkt dabei manchmal auch leicht manisch.
Dieses schwankende Wesen von Dickens wirkt bei ihm sehr glaubhaft und die gereizten Szenen unterstreichen noch die Gutherzigkeit des Autors, wenn sie denn wieder zum Vorschein kommt.
Daher hat mir Stevens auch wirklich gut in dieser Rolle gefallen.
Plummer bekommt als Scrooge leider wenig Möglichkeiten zum Glänzen, aber ich habe es am Ende des Films bedauert, dass er nicht wirklich mal die Hauptrolle in der Weihnachtsgeschichte spielen durfte.
Pryce spielt ja gerne mal den Bösewicht, oder zumindest ist in den letzten Jahren bei mir dieser EIndruck entstanden. Umso schöner fand ich seine Rolle in diesem Film, denn er ist hier zwar ganz oft ein wenig verantwortungslos, aber eben nie böse, sondern immer mit einem guten Herzen.
Im restlichen Cast kann man das ein oder andere bekannte englische Schauspielergesicht entdecken, aber naturgemäß ist Dan Stevens das Zentrum des Films.
Ganz wichtig für die Geschichte fand ich Morfydd Clark, die Mrs. Dickens spielt und ihrem Mann schließlich auch mal mit Nachdruck die Meinung sagt und Justin Edwards als John Forster, der als guter freund von Dickens so manchen Schaden von seinem Freund fern hält.
Man muss nicht unbedingt ein ausgemachter Fan von Dan Stevens sein, um den Film sehen zu wollen. Vielmehr sollte man aber eine ungefähre Ahnung von der Handlung der Weihnachtsgeschichte haben, damit die vielen kleinen Anspielungen und die erwähnten Namen nicht an einem vorbei gehen.
Mal bunt, mal nachdenklich kommt der Film daher und läßt den Zuschauer an der unbeabsichtigten Selbstfindung des Autors teilhaben. Dabei kommt durchaus auch Weihnachtsstimmung auf und am Ende habe ich mich nach den knapp 100 Minuten Film gut unterhalten gefühlt.
Außerdem kam auch die Botschaft, die ich jedesmal aus der Weihnachtsgeschichte ziehe (konzentriere dich auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens) bei mir an, was für mich ein Zeichen dafür ist, dass der Film für mich funktioniert hat.

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Ein deutscher Trailer

Ein englischer Trailer

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4 Antworten zu Charles Dickens: Der Mann, der Weihnachten erfand (Originalversion)

  1. Michele Marsh schreibt:

    Herba, you have made Kelly’s day by the way!!!!!!!!!!! Any mention of Dan! When was this movie made?

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  2. Herba schreibt:

    @Michele: 2017 I think. At least that’s when it was released in Usa and UK

    Gefällt 1 Person

  3. Michele Marsh schreibt:

    Herba, I’ll have to check it out tooo!!!!! Thank you !!!!

    Gefällt mir

  4. Herba schreibt:

    @Michele: For me it was fun to watch so yes go for it. My pleasure

    Gefällt 1 Person

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