Deine Juliet aka The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society (Originalversion)

Die junge Schriftstellerin Juliet Ashton (Lily James) macht gerade eine Lesereise quer durch England, um ihr neuestes Buch zu bewerben, als ihr Verleger Sidney Stark (Matthew Goode) ihr mitteilt, dass sie für den Literaturteil der Times eine Artikelserie über die Vorteile des Lesens schreiben soll.
Juliet fühlt sich geehrt und macht sich sofort auf die Suche nach geeigneten Artikelthemen. Als sie ein verirrter Brief erreicht, der nicht zugestellt werden konnte, weil Juliet im Krieg ausgebombt wurde, und der Absender, Dawsey Adams (Michiel Huisman) ihr von einem Buchclub auf der Kanalinsel Guernsey erzählt, wird Juliet neugierig und beschließt nach einem Briefwechsel mit Adams der Insel (und Dawsey) einen Besuch abzustatten…

Die Romanvorlage ‚Deine Juliet‚ von Mary Ann Shaffer und Annie Barrows hat es geschafft, mich beim Lesen zu begeistern, obwohl es sich dabei um einen Briefroman handelt, die ich eigentlich nicht mag.
Als dann bekannt wurde, dass es eine Verfilmung geben würde, war ich erst gespannt, wie die Besetzung ausfallen würde, habe mich dann heir auf dem Blog mal an Spekulationen zur Besetzung der Hauptrollen geübt und war dann ein wenig enttäuscht, als die entgültige Besetzungsliste veröffentlicht wurde.
Lily James war für mich ewig die nervige Cousine aus ‚Downton Abbey‚ und für Juliet fand ich sie so gar nicht passend.
Vielleicht auch, weil sich mit ihrem Casting mein Wunsch-Dawsey erledigt hatte, denn bei den Beiden wäre einfach der sichtbare Altersunterschied zu groß gewesen.
Na ja und Michiel Huisman ist zwar schon nett anzuschauen, aber ich kenne ihn bewußt eigentlich nur aus Game of Thrones, wo er meiner Lieblingsfigur die Tour vermasselt, was jetzt eben auch nicht gerade für einen Sympathiebonus meinerseits sorgt.
Das sind auf dem Papier nun nicht unbedingt die besten Voraussetzungen, um diesen Film unbefangen und mit Genuss anschauen zu können, aber ich bin ja sehr dafür sich ein eigenes Bild zu machen.
Also saß ich am letzten Wochenende brav im Kino und habe mir die Originalversion angeschaut.

Und das hat sich für mich auf jeden Fall auch gelohnt.
Der Film bietet zwar nicht so viel Einblick in die Gefühlswelt aller Personen, wie das das Buch tut, sondern konzentriert sich eben ganz stark auf Juliet und Dawsey, aber es bleibt genug übrig, damit die Haupthandlung noch Sinn macht und man mit allen mitfühlen kann.
Und so hatte ich auch das ein oder andere Mal Tränen in den Augen und habe mit Elizabeth (Jessica Brown Findlay), Amelia (Penelope Wilton), Eben (Tom Courtenay) und Isola (Katherine Parkinson) mitgelitten.
Ich habe mit Juliet und Sidney gelacht, mich über den allzu glatten Mark Reynolds (Glen Powell) und seine bescheuerten Blumen geärgert und mich dann am Ende über den ganz wunderbaren Kitsch gefreut!
Die Farbgebung des Films hat mir sehr gut gefallen und die Landschaftsaufnahmen, die leider nicht auf Guernsey selbst, sondern wohl überwiegend in Cornwall entstanden sind, fand ich wunderbar.
Auch wenn professionelle Kritiker dadurch die Verbindung zu Rosamunde Pilcher zogen. Mir persönlich wäre diese Verbindung nie in den Sinn gekommen, aber ich bin ja auch kein Profi 🙂
Große Schauspielkunst ist hier sicher nicht gefragt, aber ich finde, dass alle Beteiligten ihre Sache gut machen und, was vielleicht am wichtigsten ist, die Chemie im Cast stimmt.
Nicht nur James, Huisman – mein Gott hat der Mann einen großartigen Dackelblick drauf! Und wieso sieht der in den alten Bauernklamotten so gut aus? – und Powell nahm ich die jeweiligen Gefühlsregungen ab, sondern auch den alten Hasen wie Courtenay und Wilton oder den unbekannteren Beteiligten wie Nicolo Pasetti.
Ja, es gibt in dieser Geschichte einige Stereotypen und Klischees, aber die kann ich hier verzeihen und mich über Motive wie Freundschaft, Liebe und Loyalität freuen.
Zusammen mit der stimmigen Filmmusik, der gelungenen Kostümierung und der Tatsache, dass es am Ende ein Happy End gibt, aber nicht alles rundherum gut endet, ergibt sich für mich ein absoluter Feelgood-Film, der für mich auf der Liste der Filme landen wird, die ich mir immer wieder anschauen kann – vor allem, wenn ich mich nach einer zauberhaften Liebesgeschichte sehne und den Alltag vergessen möchte.

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Ein deutscher Trailer

Ein englischer Trailer

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20 Antworten zu Deine Juliet aka The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society (Originalversion)

  1. Esther schreibt:

    Hört sich an als wäre das genau was für mich. 😊

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  2. Nicole.G schreibt:

    Vorgemerkt. Läuft gerade auch bei mir im Programmkino.

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  3. Was? Der wurde teilweise in Cornwall gedreht? Das wusste ich hat nicht. Aber er war einfach nur großartig. Ich habe gerade den Roman noch mal rausgekramt.

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  4. Herba schreibt:

    @Esther: Er ist vielleicht ein klein wenig kitschig manchmal, aber ich fand ihn wunderbar!

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  5. Herba schreibt:

    @Nicole: Kannst ja mal hören lassen, wie er dir gefallen hat!

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  6. Herba schreibt:

    @AequitasetVeritas: Ja, Cornwall und Devon. Auf Guernsey ließ sich wohl das Nachkriegsfeeling nicht mehr richtig wiederherstellen. Wenn ich das vorher nicht gelesen hätte, wäre es mir auch null aufgefallen, ich fand es auch stimmig so wie es war!
    Ich hatte mir den damals in der Bibliothek ausgeliehen, habe nun aber beschlossen ihn mir zu kaufen

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  7. Ich habe das Buch vor zehn Jahren, als es in Deutschland herauskram, eher zufällig gekauft.

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  8. Herba schreibt:

    @AequitasetVeritas: Guter Griff!

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  9. Ja, das habe ich dann auch bemerkt. Manchmal passiert es ja, dass man einfach so zu einem Buch greift – und das Cover sieht noch nicht mal besonders aus – und eine tolle Geschichte erwischt.

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  10. Herba schreibt:

    @AequitasetVeritas: Ich bin eigentlich nur durch die Nachricht, dass das Buch verfilmt werden soll darauf aufmerksam geworden.

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  11. Servetus schreibt:

    The book was okay (I put it in the class of „books you can give as gifts as it will offend no one“), I had no need to see the film. I agree this might be something for Esther.

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  12. Herba schreibt:

    @Servetus: Would never have thought to recommend this to you personally, too corny and probably way to stereotype for you 🙂

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  13. Servetus schreibt:

    „corny“ is about right. Then again I felt no sense of loss when Armitage wasn’t cast 🙂

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  14. Herba schreibt:

    @Servetus: After I saw the movie I was glad too he wasn’t cast, because Huisman was a perfect Dawsey in that movie and I don’t know if RA would have been able to play it the way Huisman did. Plus he doesn’t look young enough to play Dawsey to Lily James Juliet ( I can’t believe I’d written that without any APM or guilty conscience *lol*)

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  15. Servetus schreibt:

    Fandom for the „more mature“ fan (that’s what my dad says because he doesn’t like the word „elderly“).

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  16. Herba schreibt:

    @Servetus: Sadly I am still not sure if I should call me an RA-fan at all any more but I like the term ‚more mature‘ fan anyway 🙂

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  17. suzy schreibt:

    Das Buch fand ich auch toll, der steht auch noch auf meiner Liste 🙂

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  18. Herba schreibt:

    @Suzy; Für mich war der Film wirklich lohnenswert, weil er mich total aus dem Alltag katapultieren konnte

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  19. Pingback: Medienjournal: Media Monday #377 | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

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