Die Verlegerin (Originalversion)

USA, 1971:
Ben Bradlee (Tom Hanks), Chefredakteur der Washington Post bekommt geheime Regierungsdokumente zugespielt, die unter anderem enthüllen, dass die US-Regierung seit Jahren weiß, dass der Vietnam-Krieg nicht zu gewinnen ist und ihn dennoch weiterführt.
Nun muss Bradlees Chefin, Kay Graham (Meryl Streep), die Besitzerin der Zeitung entscheiden, ob die Informationen veröffentlicht werden und sich das Unternehmen damit offen gegen die US-Regierung stellt.
Diese hatte zuvor deswegen schon die New York Times mundtot gemacht.
Wird Kay das Risiko einer Gefängnisstrafe auf sich nehmen und sich in einer Männerwelt für die Pressefreiheit durchsetzten?

Die Verlegerin‚ beruht auf einer wahren Begebenheit und ich wußte schon bevor ich den Film im Kino gesehen habe, wie die Geschichte rund um die Pentagon-Papiere ausgehen würde, weil sie oft im Zusammenhang mit der Watergate Affäre erwähnt werden.
Und trotzdem gelingt Steven Spielberg etwas, was ich bei Ridley ScottsAlles Geld der Welt‚ vermisst hatte: Spannung zu erzeugen.
Zwei Stunden lang habe ich mit Kay, Ben und den anderen Angestellten der Post mitgefiebert.
Wird Kay das Okay für eine Veröffentlichung geben?
Werden die Männer in ihrer Führungsriege, die sie nicht wirklich ernst nehmen, weil sie nur eine Frau ist, die Veröffentlichung verhindern?
Wird die Politik eingreifen?
Oder wird am Ende die Pressefreiheit gewinnen?
Das liegt sicher mit an den beiden großartigen Schauspielern Hanks und Streep, die ich beide einfach immer gerne sehe und die hier für mich das richtige Mass an Zurückhaltung (Streep) beziehungsweise Aufgeregtheit (Hanks) finden.
Aber es liegt sicher auch an der gekonnten Inszenierung, die Spielberg leistet und die stellenweise auch den Brückenschlag zur heutigen Situation der Medien mit Fake news und ähnlichem bietet.
Ein gewisses Mass an Pathos fehlt in diesem amerikanischen natürlich auch nicht, aber ich fand, dass sich das alles im Bereich des Ertragbaren beziehungsweise Glaubhaften bewegte und daher störte es mich nicht weiter.
Der Cast neben Streep und Hanks, die ich übrigens keineswegs überdominant fand, kann sich mit Namen wie Bob Odenkirk, Sarah Paulson, Michael Stuhlbarg, Matthew Rhys und Bruce Greenwood auf jeden Fall sehen lassen und auch wenn ‚Die Verlegerin‘ nicht an die Klasse von ‚Spotlight‚ herankommt, ist er für mich ein sehenswerter Film, der informiert und unterhält.

Ein englischer Trailer

Ein deutscher Trailer

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