Netflix Deutschland nimmt ab morgen (9.3.) BBC’s ‚Collateral‘ ins Programm

In London wird ein junger Mann (Sam Otto) beim Verlassen eines Hauses, wo er gerade Pizza auslieferte, erschossen.
Der Mord sieht professionell aus, eine Zeugin (Kae Alexander) kann nur eine vage Beschreibung des Täters liefern und die beiden Schwestern (Ahd Kamel, July Namir) des Opfers geben an Flüchtlinge aus Syrien zu sein, schweigen ansonsten jedoch.
Detective Inspector Kip Glaspie (Carey Mulligan) glaubt nicht an ein zufälliges Verbrechen und verbeist sich in den Fall, in den viele unterschiedliche Menschen verwickelt zu sein scheinen…

Collateral‚ war eine von den englischen Miniserien, auf die ich schon bei der Ankündigung der BBC aufmerksam geworden bin und die ich dann erstmal vergessen habe.
Durch die Veröffentlichung eines Trailers (und die ansteckende Euphorie von Luscinnia) bin ich dann rechtzeitig zur Ausstrahlung wieder aufmerksam geworden.
Die erste Folge ist rasant erzählt, hinterläßt ganz viele Fragen und bietet definitiv einen guten Einstieg in die Geschichte.
Carey Mulligan hat mir in der Rolle der Polizistin Kip wirklich sehr gut gefallen. Sie spielt vor allem die Beharrlichkeit der Figur großartig und ohne dabei jemals zickig zu wirken.
Und selbst ihre Kollegen können ihr für ihre kleinen Alleingänge nicht lange böse sein.
Nathaniel Martello-White und Vineeta Rishi, die die Teamkollegen von Kip spielen, passen gut in die jeweiligen Rollen und die Dynamik der Gruppe hat mir ebenfalls gut gefallen.
Eher genervt war ich jeweils von Nicola Walker, Billie Piper und Jeany Spark, wobei ich nicht genau sagen kann, ob es an der jeweiligen Rolle oder dem Schauspieler persönlich lag.
John Simm sehe ich einfach immer gern und hier hat mir durchaus die Entwicklung seiner Rolle gefallen, allerdings bin ich mir nach wie vor nicht sicher, ob es diese Figur unbedingt gebraucht hätte, um diese Geschichte zu erzählen.
Und damit bin ich auch schon bei meinem größten Kritikpunkt an der Minserie und das sind die Handlungsstränge, die seltsam losgelöst von der Mordermittlung wirken und die für mich irgendwie keinerlei sittlichen Nährwert im Bezug auf die Handlung haben.
Mittlerweile weiß ich, dass die Serie vom Erfinder David Hare nicht nur als Krimi, sondern wohl auch als aktuelle britische Charakterstudie gemeint ist und Figuren wie Reverend Oliver oder die Exfrau von MP Mars das verdeutlichen sollen, aber mir persönlich hat das wenig gegeben.
Dazu kommt dann, dass ich einige Figuren, Dialoge und Szenen auch einfach etwas flach beziehungsweise klischeehaft fand.
Trotz dieser Kritikpunkte habe ich mich beim Anschauen gut unterhalten gefühlt, habe keine riesigen Handlungslöcher entdeckt und würde mich sogar freuen, falls Carey Mulligan noch einmal in die Rolle der Kip schlüpfen und in weiteren Kriminalfällen ermitteln würde! Ob eine Fortsetzung geplant ist, kann ich allerdings nicht sagen.
Insgesamt war das solide fernsehunterhaltung, die ich mir gut anschauen konnte, von der ich letztendlich aber doch ein wenig mehr erwartet hatte, vor allem nachdem ich die vielversprechende erste Folge gesehen hatte.

‚Collateral‘ bei Netflix Deutschland
‚Collateral‘ bei der BBC
Die Serie im deutschen Fernsehen – Termine

Ein offizieller Trailer für Netflix

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