Arte zeigt ab 8.3. BBC’s „Nachdem ich ihm begegnet bin“ aka „Apple Tree Yard“

Dr. Yvonne Carmichael (Emily Watson), eine erfolgreiche Genforscherin stellt ihre Arbeit vor einem Ausschuss des britischen Unterhauses im Westminster Palace vor.
Danach lernt sie dort einen attraktiven, geheimnissvollen Mann (Ben Chaplin) kennen, der sie magisch anzieht und mit dem sie spontan Sex in einer Abstellkammer hat.
Yvonne beginnt eine Affäre mit ihm und schreibt ihrem Mr. X am PC Briefe, die sie nie abschickt. Als Yvonnes Leben durch ein brutales Ereignis erschüttert wird, scheint ihr Mr. X der einzige zu sein, dem sie sich anvertrauen kann…

Es ist mir schwer gefallen, aber dieser Post enthält, wie immer, wenn nicht anders gekennzeichnet, keine Spoiler!

Die BBC und Emily Watson, aber auch Mark Bonnar, stehen für mich für Qualität, was Film und Fernsehen angeht und so kam ich natürlich an ‚Nachdem ich ihm begegnet bin‚ (‚Apple Tree Yard‘ im Original) nicht vorbei, obwohl ich nur wußte, daß es um eine Frau geht, die eine Affäre beginnt.
Ich bin also relativ unbedarft an diese Miniserie herangegangen und habe alle vier Folgen mehr oder weniger am Stück angeschaut, weil mich das Ganze so gefesselt hat.
Die Affäre zwischen Yvonne und dem gut aussehenden und charmanten Mark alais Mr. X kam mir ein wenig wie ein Autounfall vor. Man will es eigentlich gar nicht sehen, kann aber auch nicht weg schauen und erwartet das Schlimmste, das dann auch eintrifft.
Und trotzdem war ich über den Verlauf der Handlung ziemlich geschockt und kann vor allem die allerletzte Szene immer noch nicht einordnen, auch wenn das Anschauen nun schon einige Wochen her ist.
Vor allem Emily Watson, aber auch Ben Chaplin spielen sehr eindringlich und bringen sehr viel Glaubwürdigkeit in die jeweilige Darstellung ein.
Ich konnte auf jeden Fall nachvollziehen, dass Yvonne in diese Beziehung geschlittert ist und dass sie sich Mark geöffnet hat, auch wenn es natürlich besser gewesen wäre, an ihrer Ehe mit Gary/Bonnar zu arbeiten beziehungsweise diese zu beenden.
Bonnar habe ich, glaube ich, zum ersten Mal eine halbwegs verletztliche und nicht überarrogante Figur spielen sehen, was mir sehr gut gefallen hat.
Gut gefallen hat mir übrigens auch, dass die Serie nicht den moralischen Zeigefinger erhebt, sondern relativ neutral über das Thema Untreue ‚berichtet‘.
Die Schockmomentszene, die entscheidend für den weiteren Verlauf der Handlung ist, hat in Großbritannien wohl einige Kritik einstecken müssen. Ich fand sie jedoch gut gemacht, muss aber auch dazu sagen, dass ich nicht betroffen bin und dadurch nicht getriggert wurde.
Ohne zu spoilern ist es nicht einfach mehr zur Handlung zu schreiben, daher versuche ich es auch nicht weiter, sondern belasse es dabei, dass mir ‚Apple Tree Yard‘ sehr gut gefallen und mich mehrfach überrascht, aber auch beim Anschauen gefordert hat und ich das Anschauen aus meiner Sicht empfehlen würde (auch wenn man bei Arte natürlich nicht den tollen schottischen Akzent von Mark Bonnar hört).
Aber Vorsicht für Menschen, die Probleme mit Gewalt gegen Schwächere in Serien/Filmen haben, ihnen würde ich vom Schauen eher abraten, auch wenn das in den vier Folgen nur einen winzigen Bruchteil der Handlung einnimmt.

Und vielleicht verirrt sich ja jemand von Euch nochmal hierher, wenn er geschaut hat und unterhält sich mit mir über die letzte Szene?!

‚Nachdem ich ihm begegnet bin‘ bei Arte (alle vier Teile sind jetzt schon dort bis zum 15.3. in voller Länge zu finden)
‚Apple Tree Yard‘ bei der BBC
Die Serie im deutschen Fernsehen – Termine

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5 Antworten zu Arte zeigt ab 8.3. BBC’s „Nachdem ich ihm begegnet bin“ aka „Apple Tree Yard“

  1. CraMERRY schreibt:

    Naja, Sie hat ihn eben schon aufgefordert, George umzubringen, die Gute 🙃 Und anscheinend hat er das gerne für sie gemacht…….

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  2. Herba schreibt:

    @CraMERRY: Ich war mir nicht so sicher, ob sie das ernst meinte, weil sie ja irgendwann zu ihm sagt, dass er wirklich den Unterschied zwischen Ernst und ‚Spaß‘ nicht merkt….aber ihr Blick ganz zum Schluss, als sie ihre Familie beobachtete sprach dann doch sehr dafür, der war ein wenig gruselig/berechnend…

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  3. CraMERRY schreibt:

    Klar, ganz tief drinnen hat sie genau das gewollt. Dass er Ernst macht.

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  4. Herba schreibt:

    @CraMERRY: das war richtig klasse gespielt von Emily Watson 👍

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  5. Pingback: Arte zeigt ab heute (15.03.) ‚National Treasure – Ende einer Legende‘ mit Julie Walters und Robbie Coltrane | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

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