Der junge Inspektor Morse, Staffel 2

Oxford, Ende der Sechziger Jahre:
Endeavour Morse (Shaun Evans) kehrt zur Oxford City Police zurück, nachdem er monatelang nur leichten Dienst bei der County Police verrichtet hat.
Immer noch traumatisiert von den Vorgängen am Ende von Staffel 1 ist er nicht er selbst, erschrickt leicht, verhält sich leicht paranoid und trinkt zu viel, was Inspektor Thursday (Roger Allam) mit Sorge beobachtet.
Wird Morse zu sich selbst zurückfinden und weiterhin erfolgreich Mordfälle lösen können?

Am Anfang von Staffel Zwei ist Morse nicht ganz er selbst.
Traumatisiert und frustriert muss er sich erst wieder in Oxford einleben und eine Verbindung zu seinen Kollegen finden, die ja auch im besten Fall eher davon geprägt ist, daß Morse anders und immer ein Außenseiter im Kreis der Polizei ist.
Diese Entwicklung fand ich sehr spannend und natürlich habe ich auch mit ihm mitgelitten, war wütend auf ihn wie Thursday, wenn er sich daneben benahm und froh, als er wieder mehr zu dem Morse wurde, den ich aus Staffel 1 kannte.
Shaun Evans spielt das alles ganz großartig, teilweise wirklich nur mit Mimik und Gestik und doch ausdrucksstark und meist auf den Punkt.
Auch die Interaktionen zwischen ihm und Roger Allam gehören nach wie vor zu einer Stärke der Serie!

Oxford als Kulisse fand ich in dieser Staffel etwas zurückgenommener als noch in Staffel Eins, aber immer noch präsent und schön anzusehen.
Auch Morse Leidenschaft für Opern fand ich hier nicht mehr ganz so stark ausgeprägt, aber zum Glück verschwindet die Musik nicht, sondern bildet weiterhin den Hintergrund für spannende Ermittlungen und Zwischenmenschliches, denn auch das wird hier nicht vernachlässigt und sorgt für stimmige Charaktere.

Anton Lesser gibt auch in dieser Staffel wieder den leicht unsympathischen Vorgesetzten, dem Politik wichtiger als seine Untergebenen zu sein scheint, darf aber auch den ein oder anderen menschlichen Moment zeigen.

Gaststars sind dieses Mal unter anderem bekannte, englische Fernsehgesichter wie Oliver Lansley, Beth Goddard und Jonathan Coy.

Die Fälle, in denen ermittelt wird, sind spannend, kreisen auch dieses Mal teilweise wieder um die universitären Kreise, die im Oxford der Sechziger Jahre so viel Einfluss haben und natürlich legt sich Morse wieder mit Menschen an, die viel Macht haben, tief in kriminelle Machenschaften verstrickt sind und die ihm zu mächtigen Feinden werden.

Das Ende der Staffel bildet dann einen schockierenden Höhepunkt, bei dem man als Zuschauer nicht weiß, wie das alles weitergehen soll und man nur das Beste hoffen kann.
Ich mag solche Cliffhanger ja nicht besonders, muss aber neidlos anerkennen, daß dieser hier absolut gelungen und von den Beteiligten großartig gespielt ist!
Daher kann ich auch die zweite Staffel rund um Morse uneingeschränkt empfehlen – Anschauen lohnt sich!!!

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2 Antworten zu Der junge Inspektor Morse, Staffel 2

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