Meine Cousine Rachel (Originalversion)

Nachdem der kleine Junge Philip (Austin Taylor) zum Waisen wird, wächst er bei seinem Cousin Ambrose auf, der weit älter ist als er und sich wie ein zweiter Vater um ihn kümmert.
In im Haushalt von Ambrose gibt es quasi keine Frau und so ist Philip als junger Erwachsener (Sam Claflin) vollkommen unerfahren, als Ambrose in Italien, wo er wegen seiner Gesundheit Urlaub machte, heiratet und kurze Zeit später stirbt.
Als die Witwe Rachel (Rachel Weisz) in England bei Philip auftaucht, mißtraut der junge Mann ihr zutiefst, kann sich ihrem Zauber aber nicht entziehen und verliebt sich.
Werden Philips Gefühle auf Gegenliebe stoßen?

Meine Cousine Rachel‚ habe ich auch schon vor einiger Zeit im Kino gesehen und zwar fast ausschließlich wegen Iain Glen, der den Patenonkel von Philip spielt.
Aber da Sam Claflin, Rachel Weisz und Holliday Grainger zu den Schauspielern gehören, die ich wirklich gerne sehe, war das kein großes Opfer.

Ich wußte im Vorfeld zwar worum es ungefähr geht, kenne aber weder die Romanvorlage noch die Verfilmung mit Richard Burton und konnte daher ganz unbefangen ins Kino gehen.

Visuell ist dieser Film ganz wunderbar, gedreht wurde unter anderem in Devon Und Cornwall. Die Landschaft ist herrlich anzusehen und die Farben wirken kräftig und intensiv, ohne schrill zu sein.
Auch die Kulissen und und Kostüme wirken harmonisch und sind passend auf den jeweiligen Charakter abgestimmt.
Während Phillip eher robuste Stoffe trägt, weil er auf dem Anwesen von Ambrose mit anpackt, trägt Iain Glens Kendall edle Stoffe.
Rachel ist aufwendig, aber meist schwarz oder dunkel gekleidet, anders als Graingers Louise, die altersgerecht frische Farben trägt.

Der Soundtrack paßt ebenso gut ins Bild, auch wenn mir nicht jedes Stück gefallen hat.
Ich finde es ja immer wichtig, daß Soundtracks nicht zu laut und aufdringlich sind und das ist hier absolut gegeben.

Schauspielerisch wird das Drama hauptsächlich von Claflin und Weisz getragen, was aus Glen-Fangirlsicht etwas schade ist, aber durch die vorgegebenen Rollen einfach auch so sein muss.
Entschädigt wurde ich dafür damit, daß Glen mal kein Aschloch spielt, sondern den netten, um Philip besorgten Patenonkel geben darf.

Ganz zufrieden verlassen habe ich das Kino allerdings am Ende nicht und lange überlegt woran das lag.
Letztendlich denke ich, daß die Geschichte zwar durchaus spannend, aber ohne große Höhepunkte inszeniert wurde und dass darin auch meine Unzufriedenheit liegt.
Das Ganze wußte mich durchaus zu fesseln, aber eigentlich wußte man immer wohin die Reise vermutlich geht und wird wenig bis gar nicht überrascht oder gefordert, was ‚Schockmomente‘ angeht.
Gut finde ich ausnahmsweise einmal, daß das Ende offen gehalten wird und man genau wie Philip nicht weiß, ob Rachel nun eine intrigante Person oder vollkommen unschuldig war.
Daher würde ich ‚Mein Cousine Rachel‘ insgesamt unter ‚kann man anschauen, muss man aber nicht unbedingt gesehen haben‘ verbuchen.

Ein deutscher Trailer

Ein englischer Trailer

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3 Antworten zu Meine Cousine Rachel (Originalversion)

  1. Den Film wollte ich eigentlich auch im Kino sehen, aber dort wurde er nur so kurz gezeigt, dass ich es nicht geschafft habe. Werde ihn auf jeden Fall dann im Heimkino sehen, habe mir aber doch überlegt, dass ich erst den Roman lesen möchte.

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  2. Herba schreibt:

    @Bette: Ich bin gespannt, was Du von Film und/oder Roman hälst!

    Gefällt 1 Person

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