Origin von Dan Brown

Der Milliardär, Zukunftsforscher und überzeugte Atheist Edmond Kirsch trifft sich mit drei bedeutenden Religionsgelehrten und
teilt ihnen mit, daß es ihm gelungen ist, die zwei bedeutensten Fragen der Menschheit zu lösen.
Die drei Männer sind von Kirschs Enthüllung schockiert und wissen nicht, wie sie mit seiner Ankündigung umgehen sollen, daß er seine Entdeckung innerhalb von einem Monat der ganzen Welt verkünden will.
Doch bevor sie zu einem Konsenz kommen können, wie sie die Situation handhaben, verschwindet einer von ihnen spurlos und Edmond Kirsch lädt per Internet-Livestream zu einem Event ein, das schon in drei Tagen seine Entdeckung enthüllen soll.
Aus dem Guggenheim-Museum Bilbao wird
die Kirsch-Show in alle Welt gestreamt und unter den Zuschauern vor Ort befindet sich Robert Langdon, der Edmond Kirsch persönlich kennt und den jungen Mann als ehemaligen Student sehr schätzt.
Wird es Kirsch gelingen seine Entdeckung zu enthüllen? Und wie wird die Menschheit darauf reagieren?

Nachdem ich 2013 ja ein klein wenig enttäuscht von ‚Inferno‚, dem Vorgänger von ‚Origin‚ war, habe ich erst einmal gezögert, den neuen Brown direkt zu lesen.
Aber dann konnte ich doch nicht widerstehen und das Buch ist auf meinem Kindle gelandet.
Das Schöne bei Dan Brown ist für mich, daß ich sofort wieder in seine Welt eintauchen kann und mich mit Robert Langdon auch gleich wieder wie daheim fühle.
Browns Schreibstil läßt sich flüssig lesen und wissenschaftliche Zusammenhänge werden so stark vereinfacht und gut erklärt, daß man sie auch als Laie versteht.

Als Schauplatz hat Brown dieses Mal Spanien gewählt und vor allem seine Schilderungen des Guggenheim-Museums in Bilbao und der Sagrada Família in Barcelona haben mir ein wunderbar anschauliches Bild vermittelt, das ich als Nicht-Spanien-Kenner brauchte, um mich innerhalb von Langdons Abenteuer zurecht zu finden.
Außerdem habe ich beim lesen ganz oft gedacht, daß ich gerade gerne vor Ort wäre, um die einzelnen Schauplätze live und in Farbe zu erkunden.

Robert Langdon, dem ich in ‚Inferno‘ noch ein langweiliges Wesen vorgeworfen hatte, gefällt mir in ‚Origin‘ wieder besser, vielleicht auch, weil seine Person eher als Wissensvermittler im Vordergrund steht und Persönliches höchstens im Zusammenhang mit Edmond Kirsch erwähnt wird.
Und war ich sehr froh, daß es nicht zu einer wie auch imemr gearteten Liebesbeziehung zwischen ihm und der weiblichen Hauptfigur kam, die ich nebenbei bemerkt auch sympathisch fand.
Vielleicht habe ich zu stark Tom Hanks als Langdon vor Augen und den finde ich als Schwerenöter, der reihenweise junge Frauen flachlegt irgendwie unpassend.

Das Thema von ‚Origin‘ lag mir persönlich auch näher als die göttliche Komödie aus ‚Inferno‘ und ich fand es sehr interessant in die Welt der Zukunftsforscher, atheistischen und religösen Gruppierungen und in ethische Fragen zum Thema Entwicklung der Technik einzutauchen, die Brown wie schon weiter oben erwähnt unterhaltsam verpackt.

Insgesamt ist ‚Origin‘ ein Thriller nach dem typischen Dan-Brown-Muster, der mich wunderbar unterhalten, ein wenig nachdenklich gemacht und am Ende dann auch ein klein wenig überrascht hat.
Ich würde das Buch also durchaus weiterempfehlen, auch wenn es sicher keinen Literaturnobelpreis verdient hat und zur Zeit eher am teuren Ende der Unterhaltungsliteratur angesiedelt ist.

Robert Langdons Abenteuer in chronologischer Reihenfolge:
Illuminati
Sakrileg – The Da Vinci Code
Das verlorene Symbol
Inferno
Origin

Dan Browns deutsche Homepage
Dan Browns englische Homepage
Der Autor bei Bastei Lübbe

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2 Antworten zu Origin von Dan Brown

  1. Servetus schreibt:

    I haven’t read a Dan Brown novel in ages. Sounds like he hasn’t changed.

    Gefällt mir

  2. Herba schreibt:

    @Serv: Nope, same recipe for the plot as always.

    Gefällt 1 Person

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