Kalt geht der Wind (Inka Luhmann #1) von Welter & Gantenberg

Inka Luhmann ist mit ihrem Mann und den beiden Kindern gerade vom Ruhrgebiet ins Sauerland umgezogen, um dort eine Leitungsstelle bei der Kriminalpolizei anzutreten, während ihr Mann vom Polizist zum Hausmann umschult und die gemeinsamen Kinder betreut.
Und schon Inkas erster Fall am neuen Arbeitsplatz hat es in sich. Im Garten eines reichen Unternehmers wird eine Leiche, deren Augen, Ohren und Mund zugenäht wurde.
Wird es Inka, trotz misstrauischen Sauerländern, gelingen den Mord aufzuklären?

Ich bin nicht unbedingt ein Fan von deutschen Regionalkrimis, aber das Sauerland als Schauplatz hat mich dann doch neugierig gemacht, weil ich unter anderem die Schützenvereinszene in der Gegend spannend finde.
Inka Luhmann ist eine sympathische Hauptfigur, die ausnahmsweise mal ohne tiefgreifendes Problem, das mittlerweile so viele Ermittler haben, auskommt und nicht kreuzunglücklich ist, was ich sehr erfrischend fand.
Außerdem hat mir das Konstrukt gefallen, daß sie arbeiten geht und ihr Mann als Hausmann daheim bleibt, dabei aber nicht als Supermann dargestellt wird, sondern durchaus auch die Probleme, die sich daraus ergeben, thematisiert werden.
Andere Personen werden eher oberflächlich dargestellt, aber das fand ich hier nicht wirklich schlimm und alles, was für den Fall wichtig ist, erfährt man.
Die Kriminalhandlung war spannend, wenn ich auch irgendwann ziemlich sicher wußte, wo die Reise hingeht, aber das tat dem Lesespaß keinen Abbruch.
Was die Darstellung des Sauerlands angeht, kann ich nicht beurteilen wie gut oder schlecht sie ist, aber für mich klang das meiste relativ authentisch und ich habe mal wieder festgestellt, daß es auch in Deutschland Gegenden gibt, die sich kulturell und soziologisch stark von einander (und von der Gegend in der ich lebe), unterscheiden.
Insgesamt war ‚Kalt geht der Wind‚ für mich gute Krimiunterhaltung und der Auftakt zu einer Reihe, die ich definitiv weiterverfolgen werde!

Die Reihe in chronologischer Reihenfolge:
Kalt geht der Wind
Lang sind die Schatten
Tief steht die Sonne

Oliver Welter und Michael Gantenberg beim Fischer Verlag

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